Smallanthus

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Smallanthus
Smallanthus pyramidalis

Smallanthus pyramidalis

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Millerieae
Gattung: Smallanthus
Wissenschaftlicher Name
Smallanthus
Mack. ex Small

Die Smallanthus sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die etwa 21 Arten sind in der Neuen Welt verbreitet. Wenige von ihnen, beispielsweise Yacón (Smallanthus sonchifolius), werden als Heil- oder Nutzpflanzen verwendet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration von Smallanthus uvedalius
Blütenkörbe von Smallanthus uvedalius

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smallanthus-Arten wachsen als aufrechte, selten einjährige bis meist ausdauernde krautige Pflanzen und bilden manchmal Wurzelknollen als Überdauerungsorgane; oder wenn es sich um verholzende Arten handelt, wachsen sie als Sträucher oder kleine Bäume. Sie erreichen je nach Art meist Wuchshöhen von 1 bis 3, selten bis mehr als 12 Meter.

Die gegenständig an den Stängeln oder Zweigen verteilt angeordneten Laubblätter sind gestielt (meist mit geflügeltem Stiel) oder selten ungestielt. Die Blattspreite ist einfach bis gelappt. Der Blattrand ist gezähnt. Die Blattoberflächen sind je nach Art unterschiedlich behaart, mindestens die Unterseite.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die köpfchenförmigen Blütenstände stehen einzeln und endständig oder zu zweit bis fünft in verzweigten Gesamtblütenständen. Die Blütenkörbe sind bei Durchmessern von 0,8 bis über 1,5 Zentimetern kreisrund. In zwei Reihen stehen 12 bis 13, selten bis mehr als 25 Hüllblätter; die äußeren vier bis sechs sind breiter und krautig, die inneren sind schmaler, kürzer und häutig (grün) oder trockenhäutig (braun). Die Blütenstandsböden sind flach bis konvex. Es sind trockenhäutige Spreublätter vorhanden. Die Blütenkörbe enthalten sieben bis 13, selten bis mehr als 25 Zungenblüten und meist 40 bis 80 (20 bis über 150) Röhrenblüten. Die weiblichen, fertilen, zygomorphen Zungenblüten (= Strahlenblüten) sind meist gelb, selten weiß oder orangefarben mit behaarten Kronröhren. Die funktional männlichen, fertilen Röhrenblüten (= Scheibenblüten) sind meist gelb, selten orangefarben mit fünf Kronzipfeln.

Die 30-, 40-rippigen oder -streifigen Achänen sind meist eiförmig oder selten viereckig und manchmal an der Spitze behaart. Es ist kein Pappus vorhanden.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung der Gattung Smallanthus erfolgte 1933 durch Kenneth Kent Mackenzie in John Kunkel Small: Manual of the Flora of the Southeastern U.S. 1406 und sie wurde von Harold E. Robinson 1978 in Studies in the Heliantheae (Asteraceae). XII. Re-establishment of the genus Smallanthus., in Phytologia, Volume 39, S. 47-47[1] reaktiviert. Der botanische Gattungsname Smallanthus ehrt den amerikanischen Botaniker John Kunkel Small (1869–1938). Die Gattung Smallanthus gehört zur Tribus Millerieae in der Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Viele Arten waren früher in der Gattung Polymnia L. enthalten, in der heute nur noch die wenigen nordamerikanischen Arten verblieben sind.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung Smallanthus reicht von den USA (nur Smallanthus uvedalius) über Mexiko und Zentralamerika nach Südamerika, dort bis nach Argentinien auf 35° Südlicher Breite.

In der Gattung Smallanthus gibt es heute etwa 21 Arten:[2][3][4][1]

Wurzelknollen von Yacón (Smallanthus sonchifolius)

Trivialnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spanischsprachige Trivialnamen sind: Jícama und Polaco [4].

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenige von Smallanthus-Arten werden als Heil- oder Nutzpflanzen verwendet. Von Yacón (Smallanthus sonchifolius) werden die Wurzelknollen roh oder gegart gegessen.

Smallanthus uvedalius Aus den unterirdischen Pflanzenteilen wird die Droge Extractum Polymniae Fluidum gewonnen. [6][7]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Harold E. Robinson: Studies in the Heliantheae (Asteraceae). XII. Re-establishment of the genus Smallanthus. In: Phytologia, Volume 39, 1978, S. 47-47.
  2. Smallanthus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  3. John L. Strother: Smallanthus, Seite 33 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 21: Magnoliophyta: Asteridae, part 8: Asteraceae, part 3 (Heliantheae, Eupatorieae). Oxford University Press, New York und Oxford, 2006, ISBN 0-19-530565-5.
  4. a b Smallanthus bei Trees and shrubs of the Andes of Ecuador.
  5. Alfredo Grau & Julio Rea: Yacon - Smallanthus sonchifolius (Poepp. & Endl.) H. Robinson.
  6. Harvey Wickes Felter, John Uri Lloyd: King's American Dispensatory, 1898: Online.
  7. Steckbrief bei killerplants.com.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Smallanthus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diesen Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!