Smart Display

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Smart Displays bezeichnet man PC-Monitore die mit Akku und Funkverbindung betrieben werden, so dass sie in einem Radius von etwa 30 m um den PC tragbar sind. Sie ähneln in ihrem Aussehen den Tablet PCs. In den Jahren 2002 bis 2004 wurden sie als Weiterentwicklung des PC-Monitors propagiert, wurden jedoch durch Tablet PCs, Webpads oder Laptops obsolet.


Funktionsweise[Bearbeiten]

Smart Display und PC verbinden sich über eine Funkverbindung (WLAN 802.11). Per Remote Desktop Protocol kommunizieren beide Geräte fortlaufend miteinander; der Benutzer sieht genau das, was er auf einem herkömmlichen PC-Bildschirm auch sehen würde (alle Programme, Daten und Einstellungen). Dies entspricht dem Prinzip eines Terminal-Client. Auf dem Smart Display selber läuft eine abgespeckte Windows-Version, die den Namen "Windows CE for Smart Display" trägt. Auch die Hardware solcher Smart Displays ist rudimentär dimensioniert - meist um die 400 Mhz und 64 MB Ram - was für den Verwendungszweck völlig ausreicht. Einen Laptop-Ersatz kann es mit diesen technischen Daten nicht bieten. Sobald die Verbindung zwischen Heim-PC und Smart Display einmal aufgebaut worden ist, kann sich der Benutzer frei umherbewegen; die WLAN-Verbindung erlaubt etwa eine Distanz von rund 30 Metern, was für die meisten Wohnungen ausreicht. Eingaben tätigt der Benutzer durch Verwendung eines Stylus auf dem Touchscreen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Hersteller von Smart Displays ([1]) sind u. a. Philips, Viewsonic, Fujitsu, oder NEC. Besonders Viewsonic hat sich unter den Produzenten von Smart Displays einen Namen gemacht. Alle wurden 2004 dafür kritisiert, noch nicht ausgereift zu sein: Das Display erschien häufig als zu unscharf, die Displays mit einem Gewicht von durchschnittlich 2,7 kg zu schwer, preislich lagen sie kaum unter einem deutlich besser ausgestatteten Laptop. Das kaum vorhandene Kundeninteresse bewog Microsoft Mitte 2004 zum Rückzug aus dem Geschäft mit Smart Displays [1].

Durch die Verbreitung von Smartphones, Tablet-PCs (wie dem iPad von Apple) und internetfähigen Flachbild-Fernsehern wurde das (und mehr) ermöglicht, was die Smart Displays dem Nutzer ermöglichen sollten.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. heise.de