Smart Farming

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Smart Farming, Digital Farming oder e-Farming (im deutschsprachigen Raum auch als Landwirtschaft 4.0 oder Bauernhof 4.0 bekannt) bezeichnet den modernen Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Landwirtschaft. Der Begriff umfasst aber nur eine Teilmenge von digitalen Verfahrenstechniken im Rahmen der Digitalisierung in der Landwirtschaft.

Anwendungsgebiete und Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smart Farming befasst sich u. a. mit:

Kritik und Wahrnehmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smart Farming wird von einigen Autoren als Chance gesehen, um das Problem der Überbevölkerung und des Welthungers besser unter Kontrolle zu bekommen. Die Steigerung der betrieblichen Prozesseffizienz wird durchschnittlich mit elf Prozent angegeben. Die Kosten konnten im Schnitt um sieben Prozent gesenkt werden. 48 Prozent berichteten zudem über Einsparungen bei Düngemitteln, und 42 Prozent verwenden dank der Technologien weniger Pestizide.[1]

Ein großes Problem stellen allerdings die hohen Einstiegs- und Anschaffungskosten dar. Auch fehlt vielen Bauern oder Beschäftigten in Agrarbetrieben das benötigte Wissen über die neuen Technologien, und so geben 52 Prozent an, nicht zu wissen, wofür sich eine Investition eigentlich lohnt. Obwohl sich bereits drei Viertel der Landwirte nach eigenen Angaben mit Smart Farming beschäftigt haben, geben 44 Prozent an, nicht ausreichend darüber informiert worden zu sein. Nur ein Drittel ist auch bereit dazu, in Fortbildungen für ihre Mitarbeiter zu investieren.[2] In Deutschland wird das Projekt Smart-Farming-Welt – Herstellerübergreifende Vernetzung von Maschinen im landwirtschaftlichen Pflanzenbau mithilfe einer Serviceplattform vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Partnern, wie der Telekom, der RWTH Aachen, Logic Way, der Grimme-Gruppe, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und CLAAS, gefördert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quo vadis, agricola? Smart Farming: Nachhaltigkeit und Effizienz durch den Einsatz digitaler Technologien, Studie der PricewaterhouseCoopers GmbH, S. 15
  2. PricewaterhouseCoopers: Studie zu Smart Farming: Landwirtschaft nimmt Vorreiterrolle bei der Digitalisierung ein. In: PwC. (pwc.de [abgerufen am 27. November 2017]).