Smokey Robinson

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Smokey Robinson (2006)

William „Smokey“ Robinson, Jr. (* 19. Februar 1940 in Detroit, Michigan) ist ein US-amerikanischer Soul- und R&B-Sänger, Produzent, Arrangeur und Songwriter, der als einer der führenden Künstler maßgeblich am Erfolg des Plattenlabels Motown Records beteiligt war. Zwischen 1955 und 1972 feierte er Hits als Leadsänger der Gruppe The Miracles, danach folgten Solo-Erfolge wie Baby That's Backatcha (1975), Cruisin´ (1979), Being with You (1981) sowie Just to See Her oder One Heartbeat (1987). Seine Aufnahme Quiet Storm (1975) verlieh einem ganzen Radio-Format für gefühlvolle Soul-Balladen seinen Namen.

Leben[Bearbeiten]

Ende der 1950er-Jahre traf Robinson in Detroit auf Berry Gordy, den Gründer des Motown-Labels und er wurde mit seiner Band The Miracles der erste Hitlieferant für das junge Label. Der erste amerikaweite Hiterfolg war Shop Around aus dem Jahre 1960. Robinson wurde damit zur romantischen Stimme des Motown-Sounds im Gegensatz zu der Gruppe The Temptations. Er schrieb aber nicht nur Hits für seine eigene Band. Bei Motown nahmen in den 1960er Jahren so gut wie alle Künstler Songs von Robinson auf (darunter Marvin Gaye, The Supremes oder die Four Tops) und machten im Idealfall Hits daraus. Songs wie My Guy von Mary Wells (1964) oder My Girl von den Temptations (1964/5) wurden zu Klassikern des Motownsounds. Smokey Robinson hatte als Vize-Präsident von Motown Records (seit 1961) ein natürliches Interesse, dass solche Hits entstanden. Zeitgleich coverten stilistisch unterschiedliche Künstler wie die Rolling Stones, Sonny & Cher, Otis Redding, Mamas & Papas, Count Basie, Dean Martin oder Ella Fitzgerald seine Songs. 1970 hatte Smokey Robinson mit dem Song Tears of a Clown einen Nummer-Eins-Hit in den USA.

Ende der 1980er Jahre wurde Motown verkauft und kurz danach verabschiedete Robinson sich aus dem Vorstand. Seither geht er immer wieder auf Tour und ist bis heute immer wieder ein gefragter Gast in Radio und Fernsehen. 1987 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen[1]. Das Fachmagazin Rolling Stone wählte ihn auf Platz 20 der besten Sänger aller Zeiten.[2]

Am 7. Juli 2009 eröffnete Smokey Robinson mit einer Rede die Trauerfeier für Michael Jackson im Staples Center in Los Angeles. Dabei las er zwei Beileidsbriefe vor. Diese stammten von der amerikanischen Sängerin Diana Ross und dem Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela.

Verschiedenes[Bearbeiten]

In den 1970er-Jahren hatte er eine Auseinandersetzung mit der britischen Band Smokey, da er nicht wollte, dass sie seinen Vornamen als Bandnamen benutzten. Sie benannten sich um in Smokie und wurden unter diesem Namen eine der erfolgreichsten Bands der 1970er-Jahre.

Eine weitere Anekdote um seinen Namen entstammt dem Jahr 1987, in dem die Band ABC ihr Lied When Smokey Sings veröffentlichte. Im Text geht es um die Wirkung Robinsons Gesangs auf Frauen, außerdem wurden Soundelemente aus Smokeys Lied Tears of a Clown eingesetzt. Darüber hinaus ist die Namensverwandtschaft der Band pikant, denn ABC-Records war ein direkter Konkurrent des Motown-Labels, dem Smokey Robinson lange vorgestanden hatte.

Diskographie[Bearbeiten]

Alben auf Tamla Motown (UK)

  • TML11003 I Like It Like That LP
  • STML/TML11024 Going to a Go-Go LP
  • TML11031 From the Beginning LP
  • STML/TML11044 Away We A-Go-Go LP
  • STML/TML11067 Make It Happen LP
  • STML/TML11072 Greatest Hits LP
  • STML/TML11089 Special Occasion LP
  • STML/TML11107 Smokey Robinson & the Miracles Live LP
  • STML/TML11129 Time Out for Smokey Robinson and the Miracles LP
  • STML11151 Four in Blue LP
  • STML11163 What Love Has Joined Together LP
  • STML11172 Smokey Robinson and the Miracles LP
  • STML11233 Greatest Hits Vol 2 LP
  • STML11265 Pure Smokey LP
  • STML11288 A Quiet Storm LP
  • STML12021 Smokey's Family Robinson LP
  • STMA8008 1957-1972 LP
  • STMA8012 Smokey LP
  • M793R3-1 Anthology LP
  • STMS5010 The Tears of a Clown LP
  • STMS5011 Smokey LP
  • STMS5043 Pure Smokey LP
  • STMS5044 A Quiet Storm LP

[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rock and Roll Hall of Fame Smokey Robinson in der Rock and Roll Hall of Fame
  2. 100 Greatest Singers of All Time, abgerufen am 20. Februar 2014
  3. Vinylnet Record Label Discographies

Literatur[Bearbeiten]

  • Smokey Robinson with David Ritz: Smokey: inside my life. McGraw-Hill, New York 1989. ISBN 0-07-053209-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Smokey Robinson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien