Snowden (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Snowden
Originaltitel Snowden
Produktionsland Deutschland,
Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2016
Länge 135 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
Stab
Regie Oliver Stone
Drehbuch Kieran Fitzgerald,
Oliver Stone
Produktion Moritz Borman,
Eric Kopeloff,
Philip Schulz-Deyle,
Fernando Sulichin
Musik Craig Armstrong
Kamera Anthony Dod Mantle
Schnitt Alex Márquez
Besetzung

Snowden ist ein deutsch-US-amerikanisches Filmdrama von Oliver Stone aus dem Jahr 2016 mit Joseph Gordon-Levitt in der titelgebenden Rolle des Edward Snowden.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erzählt wird die wahre Geschichte des CIA- und NSA-Mitarbeiters und Whistleblowers Edward Snowden, der im Jahr 2013 von Hawaii nach Hongkong fliegt, um dort tausende geheime Dokumente an die Presse weiterzugeben, welche die Existenz von Programmen amerikanischer und britischer Geheimdienste öffentlich machen, die der Totalüberwachung des weltweiten Internetverkehrs dienen, darunter PRISM, Tempora, XKeyscore und Boundless Informant.[2] Damit löst er die Globale Überwachungs- und Spionageaffäre aus. Dieser Vorgang erschüttert nicht nur die Weltgemeinschaft, sondern auch die internationale Politik, was ihn zu einem der derzeit meistgesuchten Männer der Welt macht.[3]

Der Film beschreibt die schrittweise Veränderung von Snowdens Haltung hinsichtlich der Ziele und Verantwortung der Geheimdienste und der Regierung. Dabei spielt u. a. seine Freundin eine wichtige Rolle, die der US-Politik kritisch gegenübersteht. Teilweise kann er anfangs nicht glauben, dass die Geheimdienste sämtliche digitale Kommunikation erfassen. In seiner zunehmend kritischeren Haltung wird er teilweise von Kollegen direkt und indirekt unterstützt, welche mit ihm u. a. miterleben, wie mit dem Director of National Intelligence der oberste Geheimdienstchef James R. Clapper vor einem Kongressausschuss des US-Senats aussagt, es würden nicht sämtliche Daten von vielen Millionen US-Bürgern gesammelt.

Snowden stützt sein Handeln auf sein Gewissen, da die Praktiken der Geheimdienste nicht mit der US-Verfassung und den Menschenrechten vereinbar wären und es offensichtlich keine Möglichkeit gäbe, das System von innen zu ändern. In einem Gespräch mit Kollegen, kurz vor seinem Flug nach Hongkong, erwähnt er die Lehren und Rechtsprechung der Nürnberger Prinzipien, nach der auch Individuen niedrigeren Ranges eine Mitverpflichtung haben.

Snowden lebt seit der Weitergabe der Dokumente in Moskau. Zum Ende des Films kommt Snowden selbst zu Wort.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amerikanische Studios lehnten das Drehbuch ab.[4] Ein Großteil der Dreharbeiten, die im Februar 2015 in den Bavaria Studios begannen,[5] fanden in München statt. Zudem wurde an Originalschauplätzen in Hongkong und in den USA gedreht.[3] Das Budget lag bei geschätzten 40 Millionen US-Dollar.[6] Das Einspielergebnis lag bei 34 Mio. Dollar, womit der Film einer der größten Flops des Jahres war.[7] Der FilmFernsehFonds Bayern förderte den Film mit 1,6 Millionen Euro im Rahmen des Sonderprogramms für internationale Koproduktionen.[3]

Nachdem der Filmstart in den USA zunächst für den 25. Dezember 2015 vorgesehen war, wurde der Starttermin erst auf ein unbestimmtes Datum im Jahr 2016 verlegt und später für den 13. Mai (Großbritannien) bzw. 15. Juni 2016 (USA und Frankreich) bekanntgegeben. Im Februar 2016 wurde der US-Start erneut verschoben, diesmal auf den 16. September 2016. In Deutschland startete der Film offiziell am 22. September 2016. Die Premiere fand in Deutschland bereits am 20. September 2016 statt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Snowden. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Andreas Wilkens: Whistleblower-Preis für Edward Snowden. heise.de, 23. Juli 2013, abgerufen am 23. Juli 2013.
  3. a b c Am Set von „Snowden“. FilmFernsehFonds Bayern, (27. März 2015), zuletzt abgerufen am 5. April 2015.
  4. David Steinitz: „Einmal Schupfnudeln, bitte.“ Süddeutsche Zeitung, 26. August 2016, S. 9
  5. Dreharbeiten zu „Snowden“ haben in München begonnen. In: focus.de. Focus, 2. März 2015, abgerufen am 5. April 2016.
  6. Box office / business. Internet Movie Database, abgerufen am 19. Oktober 2015 (englisch).
  7. http://www.tv-media.at/top-storys/flop-ten-film-versager