Soazza

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Soazza
Wappen von Soazza
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Moesa
BFS-Nr.: 3823i1f3f4
Postleitzahl: 6562
Koordinaten: 737458 / 136522Koordinaten: 46° 21′ 58″ N, 9° 13′ 30″ O; CH1903: 737458 / 136522
Höhe: 620 m ü. M.
Fläche: 46,42 km²
Einwohner: 319 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 7 Einw. pro km²
Website: www.soazza.ch
Soazza

Soazza

Karte
Comer SeeLago di MezzolaLago di MontesplugaLago di LeiLago d'IsolaLago de BusenoSufnerseeZervreilaseeItalienKanton TessinRegion ViamalaRegion MalojaRegion SurselvaBusenoCalancaCastaneda GRRossa GRSanta Maria in CalancaLostalloMesoccoSoazzaCama GRGronoGronoRoveredo GRSan Vittore GRSan Vittore GRKarte von Soazza
Über dieses Bild
w

Soazza (deutsch veraltet Sowaz oder Zauatz) ist eine politische Gemeinde in der Region Moesa im schweizerischen Kanton Graubünden.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Gold (gelb) auf schwarzem Pferd der Heilige Martin, den roten Mantel mit dem Bettler teilend

Der Heilige Martin ist Patron der Pfarrkirche San Martino und war auch schon im Gemeindesiegel abgebildet.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Haufendorf Soazza liegt auf den Überresten eines durch die Moësa zerstörten Gletscherriegels an der Grenze zwischen dem oberen und unteren Misox. Die Westgrenze bildet eine Gebirgskette, die das Misox vom Calancatal trennt. Im Osten reicht die weitflächige Gemeinde bis zur Grenze zu Italien. Dieser östliche Gemeindeteil ist mit Ausnahme des Weilers Druna auf der linken Talgrundseite der Moësa kaum besiedelt. Vom gesamten Gemeindegebiet von über 46 km² sind beinahe 25 km² - genau 2490 ha – von Wald und Gehölz bedeckt. Weitere 1746 ha sind unproduktive Fläche (meist Gebirge). Zwar gibt es 333 ha landwirtschaftlich nutzbaren Boden, doch sind darunter 286 ha Alpwirtschaften. Die restlichen 68 ha sind Siedlungsfläche.

Nachbargemeinden sind Mesocco, Rossa, Calanca, Lostallo sowie San Giacomo Filippo in Italien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1203 unter dem damaligen Namen Soaza[2]. Die Gemeinde war schon 1359 selbständig, stand aber kirchlich lange unter der Collegiata von San Vittore GR; noch 1626 musste es an diese den Zehnten entrichten. 1710 kaufte Soazza die Alp Ingamba auf Gebiet der Gemeinde Lostallo, für 1000 Thaler. Von Soazza aus führt ein Weg über die Forcola[3] nach Chiavenna, der früher viel begangen war und Verkehr brachte.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1650 1802 1850 1900 1950 2000[4] 2004 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2017
Einwohner 427 311 315 339 348 359 374 351 353 352 361 353 347 337

Von den Ende 2004 374 Bewohnern waren 327 (= 87 %) Schweizer Staatsangehörige.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche Sankt Martino[5][6]
  • Katholische Kirche Sankt Rocco[7]
  • Palazzo a Marca[8]
  • Casa Paret[9]
  • Der astronomische Schalenstein von Soliva[10]
  • Mehrere andere Schalensteine[11]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Football Club Alta Moesa[12]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Foto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Alder, Peter F. Althaus (Hrsg.), Soazza : Ortsbild, Bauten, Typologie. Ingenieurschule Beider, Basel 1988.
  • Michael Alder [Hrsg.], Palazzine in, a Soazza: die Typologie des Korridorhauses. Ingenieurschule Beider, Basel 1995.
  • Paolo Mantovani: I toponimi del comune di Soazza. Con 80 fotografie e 2 carte del territorio. Testimonianze di cultura locale, Biblioteca comunale, Soazza 2011.
  • Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 497–499.
  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Band VI: Die italienischbündnerischen Talschaften Puschlav, Misox und Calanca. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 17). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1945, ISBN 978-3-906131-55-9.
  • Balser Puorger: Soazza. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 6, Sisikon – Steg. Attinger, Neuenburg 1921, S. 391 (Digitalisat).
  • Cesare Santi: Soazza. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 21. November 2011.
  • Verschiedene Autoren: Soazza. In: Storia dei Grigioni. 3 Bände, Collana «Storia dei Grigioni», Edizioni Casagrande, Bellinzona 2000.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Soazza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]