Sobieradz (Gryfino)

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Sobieradz
Sobieradz führt kein Wappen
Sobieradz (Polen)
Sobieradz
Sobieradz
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Powiat: Gryfiński
Gmina: Gryfino
Geographische Lage: 53° 14′ N, 14° 39′ OKoordinaten: 53° 13′ 34″ N, 14° 39′ 28″ O
Einwohner: 292 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 74-100
Telefonvorwahl: (+48) 91
Kfz-Kennzeichen: ZGR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: S3



Sobieradz (deutsch Woltersdorf) ist ein Angerdorf in Polen, im Powiat Gryfiński in der Woiwodschaft Westpommern.

Das Zentrum liegt etwa 20 km südöstlich von Stettin. 1226 wurde dem Kloster Kolbatz das Dorf von Herzog Barnim I. (Pommern) bestätigt.[2] Die ersten erhaltenen Schriftstücke stammen aus dem Jahr 1243, anlässlich der Übernahme durch die Zisterzienser. Am Ende des 13. Jahrhunderts errichteten die Zisterzienser eine Steinkirche aus Granit ohne separaten Chor. Im neunzehnten Jahrhundert wurde die Kirche umgebaut und ein neo-gotischer Turm angebaut. 1946 wurde die Kirche als Filialkirche gewidmet: Unbefleckte Herz der Jungfrau Maria. In der Steinmauer der Umgebung des Kirchhof befinden sich zwei Tore aus dem vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert. Die Kirche und ihre Umgebung wurden 1956 ins Denkmalregister eingetragen.[3][4][5]

Im Süden des Dorfes gibt es zwei Seen, die einst ein einziges Reservoir gebildet haben: Großer Sobieradzkie See und Kleiner Sobieradzkie See.

Von 1895 bis 2002 verlief durch das Dorf die Bahnstrecke Nr. 419 GryfinoPyrzyce der Greifenhagener Bahnen.[6]

In den Jahren 1975–1998 gehörte Sobieradz zur Woiwodschaft Stettin; seit 1999 gehört es zur Woiwodschaft Westpommern.
1905 lebten in der Landgemeinde Woltersdorf 458 Einwohner.[7] Am 1. Dezember 1910 waren es 441 Einwohner.[8][9]

Im Westen von Sobieradz verläuft die Schnellstraße S3.

Das Dorf hat eine Wache der Freiwilligen Feuerwehr und ein Haus der Kultur.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maximilian Runze (1849–1931), deutscher evangelischer Pfarrer, Abgeordneter und Autor

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landkreis Greifenhagen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 6. Juli 2017
  2. Woltersdorf. In: Ludwig Wilhelm Brüggemann (Hrsg.): Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes … Vor- und Hinterpommern. Stettin 1784.
  3. Nummer 156. Architektura Sakralna Pomorza Zachodniego (Memento des Originals vom 20. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.architektura.pomorze.pl
  4. Westerpomerania, Woltersdorf (Memento des Originals vom 20. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.westernpomerania.com.pl
  5. Studium Uwarunkowań i Kierunków Zagospodarowania Przestrzennego Miasta i Gminy Gryfino
  6. Ogólnopolska Baza Kolejowa
  7. Die Gemeinden in den ostpommerschen Kreisen 1905
  8. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900
  9. Anmerkung: im Deutschen Reich fanden von 1875 bis 1910 Liste der Volkszählungen in Deutschland#Deutsches Reich alle fünf Jahre Volkszählungen statt.