Soderstorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Soderstorf
Soderstorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Soderstorf hervorgehoben

Koordinaten: 53° 9′ N, 10° 9′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüneburg
Samtgemeinde: Amelinghausen
Höhe: 53 m ü. NHN
Fläche: 35,86 km2
Einwohner: 1470 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21388
Vorwahlen: 04132, 04172, 05194
Kfz-Kennzeichen: LG
Gemeindeschlüssel: 03 3 55 034
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Website: www.soderstorf.de
Bürgermeister: Roland Waltereit (UWS)
Lage der Gemeinde Soderstorf im Landkreis Lüneburg
Landkreis LüneburgNiedersachsenSchleswig-HolsteinMecklenburg-VorpommernLandkreis Lüchow-DannenbergLandkreis UelzenLandkreis HeidekreisLandkreis HarburgRehlingenSoderstorfOldendorfAmelinghausenBetzendorfBarnstedtMelbeckDeutsch EvernWendisch EvernEmbsenSüdergellersenKirchgellersenWestergellersenReppenstedtReppenstedtMechtersenVögelsenRadbruchBardowickHandorfWittorfLüneburgBarendorfVastorfReinstorfThomasburgDahlenburgBoitzeNahrendorfTosterglopeDahlemBleckedeNeetzeAdendorfScharnebeckRullstorfLüdersburgHittbergenHohnstorfEchemArtlenburgBarumBrietlingenAmt NeuhausKarte
Über dieses Bild

Soderstorf ist eine Gemeinde im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soderstorf liegt an der Luhe, mitten im Naturpark Lüneburger Heide. Die nächsten Grundzentren sind Salzhausen, Bispingen und Amelinghausen. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Amelinghausen an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Amelinghausen hat.

Bis zur Gebietsreform von 1972 waren die Gemeinden Raven, Rolfsen und Soderstorf eigenständig. Ab 1972 gehörte die neu gebildete Einheitsgemeinde Soderstorf zur Samtgemeinde Salzhausen im Landkreis Harburg. 1974 musste die Gemeinde Soderstorf gegen heftigen Protest zum Landkreis Lüneburg wechseln und gehört seitdem der Samtgemeinde Amelinghausen an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsteile der Gemeinde sind:

  • Soderstorf
  • Raven
  • Rolfsen
  • Schwindebeck, das nach dem Schwindebach benannt ist, an dessen Mündung es liegt
  • Thansen

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nekropole von Soderstorf ist eine Gruppe archäologischer Denkmäler, bestehend aus einer Reihe vorgeschichtlicher Friedhöfe, die bei Soderstorf ausgegraben und auf kleinem Raum restauriert wurden. Steingrab, Grabhügel und Urnenfriedhof bieten einen Überblick über die Grabsitten von der jüngeren Steinzeit über die Bronze- bis hin zur Eisenzeit in der Lüneburger Heide.

Das Steingrab wurde im 4. Jahrtausend v. Chr. erbaut und noch in der Bronzezeit (um 1500 v. Chr.) für Bestattungen genutzt. Ebenfalls aus der Bronzezeit stammt der Grabhügel, um den herum im 7. Jahrhundert v. Chr. ein Urnenfriedhof angelegt wurde. Die Grabstellen wurden mit aufrecht stehenden Stelen, Steinkreisen und -pflastern markiert. Das ganze Spektrum dieser Grabmarkierungen ist hier in einzigartiger Weise im Gelände vorhanden. Ausgegraben wurden die Soderstorfer Gräber vom Lüneburger Museum (um 1900) und vom Helms-Museum in den 1960er und 1970er Jahren. Im benachbarten Oldendorf (Luhe) wurde in den 1990er Jahren der Rest eines gleichzeitigen Urnengräberfeldes ausgegraben.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Raven und Rolfsen eingegliedert.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine und Verbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportverein MTV Soderstorf mit Spielmannszug
  • Schützenverein Soderstorf und Schützenverein Raven-Rolfsen
  • Kinder- und Jugendfreizeitverein
  • Faslamsverein Soderstorf und Faslamsverein Raven-Rolfsen
  • Freiwillige Feuerwehr Soderstorf und Freiwillige Feuerwehr Raven-Rolfsen

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke und Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Soderstorf gehört zum Landtagswahlkreis 49 Lüneburg[3] und zum Bundestagswahlkreis 37 Lüchow-Dannenberg – Lüneburg[4].

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Roland Waltereit (UWS) wurde 2001 gewählt und 2006, 2011 sowie 2016 bestätigt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl vom 11. September 2011 verteilten sich die 11 Mandate im Gemeinderat wie folgt:[5]

Kommunalwahl 2016:

  • UWS: 7 Sitze
  • SPD: 2 Sitze
  • CDU: 1 Sitz

(Quelle unter[6])

Ehemalige Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neue Gemeinde Soderstorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Schaefer 1972–1974
  • Hans-Hermann Stegen 1974–1991
  • Hans Joachim Barufe 1991–2001

Gemeinde Raven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Müller sen. –1974

Gemeinde Rolfsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Schaefer –1974

Alte Gemeinde Soderstorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Bruns
  • Herbert Heuer –1974

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internet/DSL/FTTH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Glasfasergemeinde Soderstorf hat 2010 ein eigenes Glasfasernetz (FTTC) gebaut und stellt somit den Bürgern und Unternehmen eine Breitbandinfrastruktur zur Verfügung. Es stehen direkte Glasfaseranschlüsse für gewerbliche Kunden sowie VDSL-Anschlüsse zur Verfügung. Betreiber des Glasfasernetzes ist die LüneCom GmbH. Als nächste Entwicklungsstufe sollten ab 2012 die ersten Glasfaser-Anschlüsse fiber-to-the-home (FTTH) im neuen Baugebiet „Hinter den Höfen“ geschaffen werden. 2016 sind die ersten Kunden per FTTH direkt angeschaltet worden. Hierzu gehörten die Gebiete Soderstorf (Hinter den Höfen, Wohlenbüttler Straße) und Schwindebeck. Seit 2020 besteht eine vollständige Abdeckung aller Haushalte per FTTH.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soderstorf liegt ostwärts der A 7, Anschlussstellen Egestorf und Evendorf, südlich Salzhausen und nördlich der Bundesstraße 209, die von Lüneburg nach Soltau führt. Der Bahnhof Soderstorf liegt an der Bahnstrecke Lüneburg–Soltau, auf der zurzeit keine Personenzüge fahren.

Schulen/Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bewegungskindergarten Soderstorf
  • Grundschule Soderstorf
  • Haupt- und Realschule Embsen
  • Gymnasium Salzhausen

Dorfgemeinschaftshaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfgemeinschaftshaus Soderstorf

Sozialeinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Soderstorf ist seit 1910 Mitglied des genossenschaftlichen Krankenhauses Salzhausen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Soderstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 230.
  3. Niedersächsische Landeswahlleiterin: Verzeichnis der Kreiswahlleiterinnen und Kreiswahlleiter sowie ihrer Stellvertretungen für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag der 18. Wahlperiode. 3. September 2017, S. 4, abgerufen am 15. August 2020.
  4. Bundeswahlleiter: Wahlkreiseinteilung Lüchow-Dannenberg – Lüneburg – Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 15. August 2020.
  5. Vorläufige Wahlergebnisse und Zusammensetzung des Gemeinderates nach der Kommunalwahl 2011 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) (PDF; 28 kB)
  6. http://www.soderstorf.de/