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Soester Anzeiger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Soester Anzeiger

Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag W. Jahn Verlag GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1. Juli 1853
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 27.212 Exemplare
(IVW 3/2025, Mo–Sa)
Chefredakteur Christian Gerstenberger
Geschäftsführer Daniel Schöningh, Jan-Eric Rempel, Dennis Petermann
Weblink www.soester-anzeiger.de

Der Soester Anzeiger ist eine im Raum Soest (ehemaliger Landkreis Soest) erscheinende Tageszeitung. Die Zeitung gehört zur W. Jahn Verlag GmbH & Co. KG, an der die Ippen Digital GmbH & Co. KG beteiligt ist.[1]

Der Soester Anzeiger erschien erstmals am 1. Juli 1853 im Verlag Eduard Rochol. Rochol hatte im Zuge der Revolution von 1848 und der neuen Pressefreiheit schon am 1. Juli 1848 die Publikation Der westfälische Bürger- und Bauernfreund herausgegeben.

Das Blatt wird in den Städten Soest, Werl, Warstein sowie den Gemeinden Bad Sassendorf, Lippetal, Welver, Ense, Wickede (Ruhr) und Möhnesee vertrieben. Für diese Gebietskörperschaften veröffentlicht die Zeitung entsprechende Lokalseiten. Ebenso hat der Soester Anzeiger im Westen die Lokalteile Werl, Ense und Wickede (Ruhr), im mittleren Verbreitungsgebiet die Lokalteile für Soest, Bad Sassendorf, Lippetal, Möhnesee und Welver und im Südosten den für Warstein in getrennten Auflagen. Entsprechend gibt es für diese Erscheinungsgebiete separate Lokalredaktionen in Soest, Werl und Warstein. Der Soester Anzeiger bezieht seinen Mantel (überregionaler Teil) vom Westfälischen Anzeiger in Hamm. Gleiches gilt für die Tageszeitung Der Patriot, der lokalen Tageszeitung in Lippstadt und Umgebung. Die Kooperation der beiden Blätter sieht eine Gastseite im Soester Anzeiger vor, die wichtige Themen aus dem Raum Lippstadt enthält. Es handelt sich somit jeweils um Kopfblätter.

Der Anzeiger erscheint werktäglich mit einer verkauften Auflage von 27.212 Exemplaren, einem Minus von 16,6 Prozent seit 1998.[2]

Zur Lokalredaktion gehören rund 20 Redakteure und Volontäre. Chefredakteur ist Christian Gerstenberger vom Westfälischen Anzeiger.

Die älteste in der Zeitschriftendatenbank nachgewiesene Ausgabe stammt vom 28. November 1917 und befindet sich im Institut für Zeitungsforschung in Dortmund. Seit 1951 ist die Zeitung unter der Signatur Ztg Fol 129 in der Universitäts- und Landesbibliothek Münster vorhanden. Der Soester Anzeiger ab 1853 und seine Vorläufer befinden sich alle im Original und auf Mikrofilm auch im Stadtarchiv Soest.

Der Soester Anzeiger hat in den vergangenen Jahren leicht an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 3,4 % pro Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr hat sie um 3,8 % abgenommen.[3] Sie beträgt gegenwärtig 27.212 Exemplare.[4] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 78,2 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[5]
1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
32.646 32.663 32.253 32.200 32.998 33.156 32.745 32.156 31.872 31.551 31.224 35.642 36.417 35.690 35.461 34.869 33.958 33.049 31.975 30.915 29.947 29.872 28.963 27.960 26.377 25.036 24.082

Seit Juni 2007 veröffentlicht der Verlag auf seiner Homepage Börde-TV, eine tägliche Online-Lokalnachrichten-Sendung. Darin werden zum einen Schlagzeilen des Tages, aber auch kurze Filme angeboten.

  • Gerhard Köhn: „Die Anfänge der Soester Presse im 19. Jahrhundert“, in: Soester Zeitschrift 85(1973), S. 73–104.
  • Gerhard Köhn: „Zur Geschichte des Soester Anzeigers“, in: Soester Anzeiger vom 27. Oktober 1973 (Festausgabe zum 125-jährigen Bestehen)
  • Gerhard Köhn: Soest in alten Bildern. Band 4: Soest 1919–1939, Teil 1, Soest 2003, Teil 2, Soest 2006.

Einzelnachweise

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  1. Impressum soester-anzeiger.de.
  2. laut IVW, drittes Quartal 2025, Mo–Sa
  3. laut IVW (online)
  4. laut IVW, drittes Quartal 2025, Mo–Sa
  5. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.de)