Sofala (Mosambik)

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Sofala
Sofala (Mosambik)
Sofala
Sofala
Koordinaten 20° 9′ S, 34° 43′ O-20.1534.716666666667Koordinaten: 20° 9′ S, 34° 43′ O
Basisdaten
Staat Mosambik

Provinz

Sofala
Distrikt Vorlage:Infobox Ort/Wartung/V-Ebene
Zeitgenössische Ansicht von Sofala aus dem Jahre 1683
Zeitgenössische Ansicht von Sofala aus dem Jahre 1683

Sofala ist eine ehemalige Handels- und Hafenstadt im heutigen Mosambik in der nach ihr benannten Provinz Sofala. Der Großteil der alten Stadt ist heute vom Meer überschwemmt. Das heutige, unbedeutende Fischerdorf Nova Sofala (Neu-Sofala) liegt etwas höher. Hier findet man nur noch wenige Ruinen der Altstadt.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 30 km südlich von Beira, an derselben Bucht. Hier mündet der Pungwe in die Straße von Mosambik.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde wohl im 9. Jahrhundert gegründet und erlangte als Hafen, von dem aus das Gold des Munhumutapa-Reiches gesammelt und dann weiter nach Norden transportiert wurde, an Bedeutung. Sofala war der südlichste Hafen Afrikas, den arabische und afrikanische Händler regelmäßig mit ihren Handelsschiffen anliefen. Zeitweise stand der Ort unter der Kontrolle von Kilwa.

1489 landete der portugiesische Diplomat und Forscher Pêro da Covilhã in der Hafenstadt. Anfang des 16. Jahrhunderts eroberten die Portugiesen den Ort und errichteten hier von 1505 bis 1512 die Festung São Caetano de Sofala. Die Steine für den Bau wurden aus Portugal importiert. Mit der Gründung von Beira im Jahr 1871 verlor Sofala an Bedeutung. Die Steine der Festung Sofalas wurden im 20. Jahrhundert abgebrochen und für die Kathedrale von Beira (Catedral Metropolitana de Nossa Senhora do Rosário) verwendet.

Im 19. Jahrhundert endete in Sofala der berüchtigte „Sofala Path“, ein Fußpfad quer durch den Busch von Mosambik, der seinen Anfang am „Crook's Corner“ nahm, dem Dreiländereck von Mosambik, Südafrika und Simbabwe. Die Gegend am Limpopofluss, die noch heute für ihren Wildreichtum bekannt ist, zog damals Wilderer und Gesetzlose an, denen die Nachstellungen der Polizei nichts anhaben konnten, da sie schnell in eines der Nachbarländer flüchten konnten. Der wohl berühmteste von ihnen war Cecil Barnard, auch bekannt unter dem Pseudonym Bvekenya. Das Buch The „Ivory Trail“ beschreibt seine Geschichte. Die in exzessiver Wilderei erbeuteten Rhinozeroshörner, Elfenbein und andere Trophäen wurden über den Buschpfad nach Sofala gebracht und hier eingeschifft.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]