Softbank

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SoftBank Group Corp.

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Rechtsform Kabushiki kaisha
Aktiengesellschaft (Japan)
ISIN JP3436100006
Gründung 1981
Sitz Minato, Präfektur Tokio, JapanJapan Japan
Leitung
Mitarbeiterzahl 66.154[2]
Umsatz 8.670 Mrd. Yen (69,5 Mrd. Euro)[2]
Branche Telekommunikation
Website group.softbank
Stand: 31. März 2015

Softbank K.K. (Eigenschreibweise: SoftBank, japanisch ソフトバンク株式会社 Sofutobanku Kabushiki kaisha, englisch Softbank Corp.), gelistet im Nikkei 225 und Sitz in Tokio, ist ein japanischer Telekommunikations- und Medienkonzern mit Unternehmensbereichen im Breitbandfernsehen, Festnetz-Telekommunikation, E-Commerce, Internet, Robotik, Technologie Service, Finanzen, Medien und Vermarktung. Softbank besitzt eine Reihe anderer Unternehmen, wie das japanische Unternehmen Cable & Wireless IDC, das Unternehmen BB-Service und das Computerspielunternehmen GungHo Online Entertainment. Zusätzlich pflegt sie Partnerschaften mit den japanischen Ablegern ausländischer Unternehmen wie Yahoo, E*Trade und Morningstar. Auch ist Softbank mit rund 28 % an der Alibaba Group beteiligt (Stand: Juni 2016).

2018 betrug der Umsatz des Unternehmens 82,64 Mrd. USD und der Nettogewinn 9,18 Mrd. USD.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein SoftBank-Store in Ibaraki in Japan

Softbank wurde am 3. September 1981 von dem damals 24-jährigen Masayoshi Son gegründet. Im Januar 2005 erwarb das Unternehmen die japanische Profibaseball Mannschaft Fukuoka Daiei Hawks, fortan Fukuoka Softbank Hawks.

Softbank und Apple brachten 2008 gemeinsam das iPhone 3G auf den japanischen Markt.[3] Am 17. März 2006 verkündete das Unternehmen die Übernahme der japanischen Tochtergesellschaft von Vodafone. Anfang 2012 übernahm Softbank rund 80 Prozent der Anteile an Aldebaran Robotics für etwa 100 Millionen US-Dollar.[4][5] Im Oktober 2012 gaben Nextel und Softbank bekannt, dass Softbank eine Mehrheit am US-Mobilfunkanbieter Sprint übernimmt. Es ist die größte Auslandsübernahme, die eine japanische Firma jemals getätigt hat.[6]

Im Juli 2016 gab Softbank die Absicht bekannt, den britischen Chip-Entwickler ARM für etwa 23,4 Milliarden Pfund (27,95 Milliarden Euro) zu kaufen.[7] Die Übernahme wurde im September 2016 abgeschlossen.[8] ARM soll dabei als eigenständiges Unternehmen bestehen bleiben und personell aufgestockt werden.

2017 übernahm Softbank das Robotik-Unternehmen Boston Dynamics von Googles Mutterkonzern Alphabet.[9]

Im Dezember 2017 wurde bekannt, dass Softbank beabsichtigte, rund 15 Prozent der Anteile an Uber zu übernehmen.[10] Uber-Gründer Travis Kalanick gab hierauf bekannt, ebenfalls einen Teil seiner Anteile zu veräußern. Ein Deal in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar für 30 Prozent der Anteile an Uber wurde Mitte Januar 2018 verkündet.[11] Im Oktober 2018 gaben Softbank und Toyota die Gründung von Monet Technologies als Joint Venture bekannt.[12] Im November 2018 wurde bekannt, dass Softbank zusammen mit anderen Investoren 1 Milliarde US-Dollar in Tokopedia investiert hat.[13]

Beteiligungen an deutschen Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Januar 2018 gab das deutsche Unternehmen Auto1 bekannt, dass Softbank für 460 Millionen Euro einen Anteil in unbekannter Höhe erwirbt.[14]
  • 2019 Beteiligung an Wirecard[15]
  • 2019 Beteiligung an GetYourGuide[16]
  • 2020 Beteiligung an Tier Mobility[17]

Softbank gehören auch Anteile von T-Mobile US, einer Tochterfirma der Deutschen Telekom. Im Juni 2020 wurde bekannt, dass Softbank seinen Anteil verringern wolle.[18]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: SoftBank – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Board of Directors. In: group.softbank. Abgerufen am 7. Oktober 2018 (englisch).
  2. a b Geschäftsbericht 2015
  3. Softbank and Apple to Bring iPhone 3G to Japan on July 11. In: apple.com. 9. Juni 2008, abgerufen am 17. Mai 2019 (englisch).
  4. Erico Guizzo: Aldebaran Robotics Sells Majority Stake for $100 Million. In: spectrum.ieee.org. IEEE Spectrum, 12. März 2012, abgerufen am 27. Februar 2013 (englisch).
  5. Softbank rachète Aldebaran Robotics. In: lexpansion.lexpress.fr. L’Express, 13. März 2012, abgerufen am 27. Februar 2013 (französisch).
  6. Mobilfunkdeal Japan/USA platzt in Telekom-Zukaufsplan - Agenturmeldung vom 15. Oktober 2012
  7. Stefan Beiersmann: Softbank kauft britischen Chip-Entwickler ARM. ZDNet, 18. Juli 2016, abgerufen am 18. Juli 2016.
  8. Chris O'Brien: Softbank completes $31 billion acquisition of ARM Holdings. VentureBeat, 5. September 2016, abgerufen am 8. September 2016 (englisch).
  9. Martin Kölling: Japans Softbank kauft Googles Roboterschmiede. In: nzz.ch. 9. Juni 2017, abgerufen am 21. Mai 2020.
  10. https://www.wsj.com/articles/softbank-succeeds-in-tender-offer-for-large-stake-in-uber-1514483283?mod=e2twd
  11. Darrell Etherington: Uber’s big SoftBank deal has officially closed. In: TechCrunch. 18. Januar 2018, abgerufen am 6. April 2020 (englisch).
  12. Toyota and SoftBank Agreed on Strategic Partnership To Establish Joint Venture for New Mobility Services In: toyota.co.jp, 4. Oktober 2018, abgerufen am 5. Oktober 2018.
  13. Yoolim Lee, Pavel Alpeyev: Factory Worker's Son Creates $7 Billion Startup. In: bloomberg.com. 21. November 2018, abgerufen am 4. Mai 2019 (englisch).
  14. https://www.auto1-group.com/press/pressrelease/softbank/
  15. Deutsche Presse-Agentur: Wirecard holt Softbank als neuen Investor an Bord. In: internetworld.de. 24. April 2019, abgerufen am 27. April 2019.
  16. #EXKLUSIV Softbank investiert 500 Millionen in GetYourGuide. In: deutsche-startups.de. 28. April 2019, abgerufen am 28. April 2019.
  17. Hannah Schwär: Softbank steigt bei E-Scooter-Startup Tier ein. In: gruenderszene.de. 10. November 2020, abgerufen am 11. November 2020.
  18. Softbank erwägt Verkauf von T-Mobile-Aktien - T-Mobile US-Aktie verliert. Abgerufen am 16. Juni 2020.