Sohl (Bad Elster)

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Koordinaten: 50° 16′ 35″ N, 12° 16′ 40″ O

Sohl
Höhe: 500 m
Einwohner: 648
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Postleitzahl: 08645
Sohl (Sachsen)
Sohl

Lage von Sohl in Sachsen

Kriegerdenkmal in Sohl.

Sohl ist ein Ortsteil der Stadt Bad Elster im Vogtlandkreis in Sachsen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sohl liegt am Osthang des Elstergebirges in etwa 550–600m über dem Meeresspiegel, im Dreiländereck zwischen Tschechien, Bayern und Sachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sohlbad - Sachsenquelle (1910)
Sohlbad - Sachsenquelle (1910)

Die erste urkundliche Erwähnung „an der Sol“ wird aus dem Jahre 1412 dokumentiert. Der Ort gehörte bis ins 19. Jahrhundert zum Amt Voigtsberg.[1] Bei einer Einwohnerzählung im Jahr 1834 stellte man 556 Einwohner fest. In den Jahren 1863–65 wurde eine eingleisige Bahnverbindung durch den Ort gelegt, dies war Teil des Eisenbahnbaus zwischen Plauen und Eger.

Am 30. Mai 1929 wurde die Freiwillige Feuerwehr Sohl gegründet.

Während der DDR-Zeit entwickelte sich der anerkannte Erholungsort wegen seiner damals (D-Zug-Halt und Karlex aus Berlin bis Bad Elster) wie heute (Vogtlandbahn) guten Bahnanbindung mit eigenem Haltepunkt an der Bahnstrecke Plauen–Cheb, verkehrsgünstigen Erreichbarkeit über die Bundesstraße 92 von Plauen bis ins Böhmische Grenzland (Plauen-Eger), seiner Nähe zu Bad Elster und Bad Brambach sowie der starken Bewaldung und landschaftlichen Schönheit zum Teil eines Erholungs- und Urlaubsgebietes mit überregionaler Bedeutung. Noch heute lebt Sohl vorwiegend vom Tourismus mit Angeboten von Privatquartieren, Ferienwohnungen und Ferienhäusern für Urlaubszwecke und offene Badekuren in Bad Elster.

Sohler Mineralwasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. April 1538 erfolgt die erstmalige Erwähnung des „Sohler Säuerlings“, ein wohlschmeckendes natürliches Mineralwasser. Eine Verbreitung des Mineralwassers sollte bis zum 1. Mai 1909 dauern, als die „Sohler Mineralquellen GmbH“ ihren Betrieb aufnahm und mit dem Versand begann. Dieses Wasser ist der Hauptgrund dafür, dass der Name „Sohl“ auch überregional bekannt wurde.

Ehemaliger Standort des Sohler Sauerbrunnens, das Wasser wird nach Bad Brambach gepumpt.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[2]
1793 53 Häusler
1834 556
1871 704
1890 733
Jahr Einwohnerzahl
1910 832
1925 888
1939 892
1946 1091
Jahr Einwohnerzahl
1950 1020
1964 814
1964 656

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Wosipiwo (* 1951), DDR-Skispringer, 2. Platz bei den Skiflug-Weltmeisterschaften 1972

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sohl. In: Das Obere Vogtland (= Werte unserer Heimat. Band 26). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1976, S. 148–149.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sohl (Bad Elster) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historisches Ortsverzeichnis Sachsen
  2. Vgl. Sohl im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen