Soiernhaus

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Oberes Soiernhaus
DAV-Hütte Kategorie I
Soiernkessel mit Seen und Soiernhaus (rechts vom oberen See)

Soiernkessel mit Seen und Soiernhaus (rechts vom oberen See)

Lage östlich der Schöttelkarspitze oberhalb der Soiernseen; Oberbayern, Deutschland; Talort: Krün
Gebirgsgruppe Soierngruppe, Karwendel
Geographische Lage: 47° 29′ 37,6″ N, 11° 20′ 55,1″ OKoordinaten: 47° 29′ 37,6″ N, 11° 20′ 55,1″ O
Höhenlage 1611 m ü. NHN
Soiernhaus (Bayern)
Soiernhaus
Besitzer Sektion Hochland des DAV
Erbaut 1866
Bautyp Hütte
Erschließung Materialseilbahn
Übliche Öffnungszeiten Mitte Mai bis Mitte Oktober
Beherbergung 0 Betten, 60 Lager
Weblink Website der Hütte
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV
p1

Unteres Soiernhaus
Lage unterhalb des Oberen Soiernhauses am Soiernsee; Bayern, Deutschland
Geographische Lage: 47° 29′ 34,4″ N, 11° 20′ 45,8″ O
Höhenlage 1560 m ü. NHN
Besitzer Sektion Hochland des DAV, verpachtet an die Bergwacht
Erbaut 1866
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Das Soiernhaus (genauer Oberes Soiernhaus) ist eine Schutzhütte und befindet sich auf 1611 m ü. NHN im bayerischen Teil des Karwendels, der Soierngruppe. Das Soiernhaus steht in einem weiten Talkessel mit den Soiernseen östlich der Schöttelkarspitze. Das Obere Soiernhaus befindet sich im Besitz der Sektion Hochland des Deutschen Alpenvereins und ist Ausgangspunkt für zahlreiche mittlere und längere Touren.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Soiern entstammt dem althochdeutschen „ze sewe“, was so viel wie „beim See“ bedeutet. Auf Grund der im Soiernkessel eingebetteten Seen hat man das Gebiet „auf den sewern“ genannt, was im Dialekt und über die Jahre hinweg zu dem heutigen Namen Soiern wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Soiernhaus bezieht sich auf zwei Gebäude, das Obere und das Untere Soiernhaus, die zusammen auch Soiernhäuser genannt werden. Die Soiernhäuser wurden 1866 vom Zimmermeister Schwarzenberger aus Lenggries im Auftrage König Ludwigs II. erbaut, das obere Haus als königliches Jagdhaus und das untere als Pferdestall.[1] 1868 kam Ludwig II. zum ersten Mal selbst in das Jagdhaus. Der König jagte selbst nicht, sondern genoss die Ruhe des Soiernkessels mit seinen beiden Seen. Es heißt, der König habe sich zuweilen bei Vollmond über die Seen rudern lassen.

Um in den Soiernkessel zu gelangen, wurden Wege angelegt, die für den König mit dem Pferd bereitbar waren. Noch heute sieht man die Wegbebauungen, wenn man über den Hundsstall zum Soiernhaus hinaufsteigt.

Die Bediensteten des Königs, die sogenannten Lakaien, hatten die Aufgabe, vor dem Eintreffen des Königs das Jagdhaus für den Aufenthalt des Königs vorzubereiten. Da sie aus diesem Grund vor dem König auf dem Soiernhaus sein mussten, zweigt auf Höhe der Fischbachalm der Lakaiensteig ab. Wer gutes Schuhwerk hat und trittsicher ist, sollte die landschaftlich schönere Variante über diesen Steig wählen.

Die beiden Häuser wurden 1920[2] von der Sektion Hochland übernommen und das obere Haus im Laufe der Jahre in eine Schutzhütte umgewandelt. Das untere Haus wurde 1946 von der bayerischen Bergwacht renoviert, 1949 von der Sektion an die Bergwacht verpachtet und dient seit damals an Sommerwochenenden der Bergwacht als Diensthütte. Es trägt auch den Namen Hans-Mertel-Hütte.[3]

Zugänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourenmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übergänge zu Nachbarhütten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gipfelbesteigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur & Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte, Gründung des Bergwachtzuges Wallgau-Krün 1946. Bergwacht Bayern, abgerufen am 11. Juli 2011.
  2. Hüttenflyer. (PDF; 3,9 MB) Abgerufen am 11. Juli 2011.
  3. Das Geheimnis des Königs. Abgerufen am 11. Juli 2011.
BW