Soisberg

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Soisberg
Blick vom zwischen Oberufhausen und Unterweisenbornliegenden Witfeld nordostwärts zum Soisberg

Blick vom zwischen Oberufhausen und Unterweisenborn
liegenden Witfeld nordostwärts zum Soisberg

Höhe 629,9 m ü. NHN [1]
Lage bei Soislieden; Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Fulda; Nordhessen (Deutschland)
Gebirge Rhön (Soisberger Kuppenrhön, Hessisches Kegelspiel)
Koordinaten 50° 47′ 18″ N, 9° 53′ 0″ OKoordinaten: 50° 47′ 18″ N, 9° 53′ 0″ O
Soisberg (Hessen)
Soisberg
Typ erloschener Vulkan
Gestein Sandstein mit Basaltdurchbruch
Erschließung Forst-, Wald- und Wanderwege
Besonderheiten Soisbergturm (AT)
Blick von einer Stelle an der L 3380 nordwestwärts zum Soisberg mit dortigem Dorf Soislieden

Der Soisberg ist mit 629,9 m ü. NHN[1] der höchste Berg des Hessischen Kegelspiels, eines hessischen Bereichs der zum in Bayern, Hessen und Thüringen gelegenen Mittelgebirge Rhön gehörenden Kuppenrhön. Der erloschene Vulkan liegt bei Soislieden in den hessischen Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Fulda.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Soisberg erhebt sich an der Nahtlinie der Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Fulda innerhalb der Kuppenrhön als Teil der Berglandschaft Hessisches Kegelspiel. Er befindet sich im Biosphärenreservat Rhön zwischen den Gemeinden Schenklengsfeld im Nordwesten und Hohenroda im Nordnordosten (beide Landkreis Hersfeld-Rotenburg) sowie Eiterfeld (Landkreis Fulda) im Südwesten. Sein Gipfel liegt etwa 800 m nordwestlich des Dorfs Soislieden (Hohenroda). Nahe dem Berg befindliche Ortschaften sind außerdem Wehrshausen (Schenklengsfeld) im Norden, Mansbach (Hohenroda) im Ostsüdosten, Soisdorf im Südsüdosten, Unterufhausen im Südsüdwesten, Oberufhausen im Südwesten, Oberweisenborn (alle zu Eiterfeld) im Westen und Unterweisenborn (Schenklengsfeld) im Westnordwesten.

Nordöstlich des Soisbergs entspringt an der Grasgrube der Breizbach (Breitzbach) und südwestlich bei Oberweisenborn die Sauer. Zu den Nachbarbergen gehören: Schwärzelsberg (464,6 m) und Langeberg im Nordnordosten, Grasberg (478 m) im Ostnordosten, Steiger (446 m) im Südwesten und Eichberg (412,4 m) im Nordwesten.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Soisberg gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Osthessisches Bergland (Nr. 35), in der Haupteinheit Vorder- und Kuppenrhön (353) und in der Untereinheit Kuppenrhön (353.2) zum Naturraum Soisberger Kuppenrhön (353.22).[2]

Geologie und Landschaftsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Soisberg ist ein erloschener Vulkankegel, der aus Sandstein mit Basaltdurchbrüchen besteht. Er ist bewaldet und von landwirtschaftlich genutzten Flächen umsäumt.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Soisberg liegen das Landschaftsschutzgebiet Soisberg (CDDA-Nr. 378690; 1973 ausgewiesen; 3,7213 km² groß) und Teile des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets Vorderrhön (FFH-Nr. 5325-305; 36,904 km²). Auf dem unteren Bereich seines zum Breizbach abfallenden Nordosthangs sowie auf dem Schwärzels-, Lange- und Grasberg befinden sich Teile des Naturschutzgebiets Schwärzelsberg-Langeberg-Grasburg (CDDA-Nr. 165500; 1996; 2,4512 km²).[1]

Soisbergturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soisbergturm

Auf dem Gipfel des Soisbergs steht seit 2003 der knapp 25 m hohe Soisbergturm, ein in Stahlbauweise mit Holzverkleidung errichteter Aussichtsturm mit 111 Stufen. Er wurde am 1. Mai 2004 eingeweiht. Vom Turm kann man beispielsweise den Hohen Meißner im Norden, den Thüringer Wald im Osten, die Hohe Rhön im Süden, den Vogelsberg im Südwesten und den Knüll im Westen erkennen. Bei klarer Sicht ist der Blick zum Kasseler Herkules möglich. Der Soisbergturm e. V. kümmert sich um den Turm und stellt ein Gipfelbuch, in das sich Wanderer eintragen können.

Verkehr und Wandern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich vorbei am Soisberg verläuft zwischen Oberufhausen und Mansbach die Landesstraße 3380. Etwa auf halber Strecke zwischen beiden Dörfern zweigt von dieser Straße die Kreisstraße 14 ab, die östlich vorbei an Soislieden, wohin Stichstraßen führen, in Richtung Nordnordwesten durch Wehrshausen bis zur L 3172 nahe Schenklengsfeld verläuft. Letztere geht in die südwestwärts nach Unterweisenborn führende L 3171 über. Von dieser wiederum zweigt in Unterweisenborn die südostwärts nach Ufhausen verlaufende Straßenachse von K 6 und K 158 ab, welche nach Passieren der Ortschaft die L 3380 kreuzt. Somit kann man den Berg umfahren.

Am und über den Soisberg verlaufen viele Feld-, Wald und Wanderwege. Über den Nord-, Ost- und Südhang des Berges verläuft im Abschnitt Landecker Berg–Schenklengsfeld–Soisberg–StallbergHünfeld der Europäische Fernwanderweg E6.

Panorama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Werner Röll: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 126 Fulda. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1969. → Online-Karte (PDF; 4,2 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Soisberg – Sammlung von Bildern