Solbad Wittekind (Halle/Saale)

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Eingangspavillon des Solbades Wittekind 1961 mit Skulpturen von G. Weidanz
Zustand im Juli 2013

Das Solbad Wittekind wurde 1846 im Norden des Stadtzentrums von Halle (Saale) errichtet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heute noch vorhandenen Gebäude wurden 1923 bis 1925 nach Entwürfen von Stadtbaurat Wilhelm Jost neu errichtet und ersetzten die 1845/1846 errichteten ursprünglichen Bauten. Jost entwarf auch das Stadtbad in Halle und die Kuranlagen in Bad Nauheim.

Seine Blütezeit erlebte das Bad 1850 bis 1880. Zu den Gästen gehörte 1868 auch Friedrich Nietzsche. 1977 wurde das Bad geschlossen, wobei Teile noch bis 1992 genutzt wurden. Lange Zeit standen die Gebäude leer. Alle Initiativen zur erneuten Nutzung waren gescheitert. Zur Zeit wird es saniert. Es entstanden in einem Teil Eigentumswohnungen (2014) und seit Anfang November 2015 sind 60 Kinder des Bartholomäus-Kindergartens der benachbarten Kirchgemeinde eingezogen. Außerdem wurde in einem noch nicht sanierten Teil, die Episode "Zorn - Wo kein Licht" aus der Fernsehserie Zorn gedreht. (Ausgestrahlt im Nov. 2015)

Baubeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Badehaus ist das zentrale Gebäude der von Wilhelm Jost geschaffenen Anlage. Es wurde auf halbovalem Grundriss als eingeschossiges Gebäude errichtet, an dessen Enden zwei zweigeschossige Kopfbauten den Abschluss bilden. Das Halboval öffnet sich zu einer Parkanlage. Im Zentrum befindet sich die Brunneneinfassung in der ein Solebrunnen stand. Den Solebrunnen und zwei Skulpturen im Eingangsbereich schuf Gustav Weidanz, der zu dieser Zeit an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle lehrte. Ein ovaler Pavillon bildet im Scheitel des Badehauses den Hauptzugang.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Solbad Wittekind – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Holger Brülls, Thomas Dietzsch: Architekturführer Halle an der Saale. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-496-01202-1.
  • Michael Pantenius: Stadtführer Halle. Gondrom Verlag, Bindlach 1995, ISBN 3-8112-0816-0.

Koordinaten: 51° 30′ 13″ N, 11° 57′ 48″ O