Solidaritätslied

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Das Solidaritätslied, geschrieben von Bertolt Brecht, vertont von Hanns Eisler ist ein Arbeiterlied. Das Lied ist zwischen 1929 und 1930, vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise (1929), dem vergangenen Weltkrieg (1914–1918) und der sozialen Frage, für den Film Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt? entstanden.

Von dem Liedtext existieren zwei verschiedene Versionen, die beide von Brecht stammen. Weitaus bekannter ist der zweite, während des Zweiten Weltkriegs entstandene Liedtext, der die Situation abstrakter und ideologischer ausdrückt, während der frühe Text sich konkret auf den Film Kuhle Wampe bezog.

Einprägsam ist die musikalische Umsetzung des Wortes „Solidarität“ am Ende des Refrains: Die ersten vier Silben erklingen auf einer und derselben Tonhöhe (einem d über dem subdominantischen g-Moll-Akkord), die letzte Silbe wird einen halben Ton tiefer gesungen (nämlich auf cis über dem dominantischen A-Dur-Akkord). Die vier Schlusstakte des Liedes bringen diesen Halbschluss gleich zweimal hintereinander. Damit bleibt die Frage „Wessen Morgen ist der Morgen, wessen Welt ist die Welt?“ auch musikalisch offen und unbeantwortet.

In seinen melodischen Umrissen folgt der Refrain dem B-A-C-H-Motiv. Die vier Töne erklingen auf den ersten Zählzeiten der Takte 1, 2, 5 und 6. Mit den Tönen d und cis in den Takten 9 und 10 (siehe oben) wird das Motiv weitersequenziert.

Das Lied wird in Frederic Rzewskis 1975 entstandenen Klavierwerk The People United Will Never Be Defeated! mehrfach zitiert. Die letzten 2 Takte des Solidaritätsliedes wurden als Pausenzeichen des Radiosenders Stimme der DDR genutzt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1961 kam es zur Gemeinschaftskomposition Orchestervariationen über Eislers Solidaritätslied der Tonschöpfer Andre Asriel, Fritz Geißler, Herbert Kirmße, Günter Kochan, Siegfried Köhler, Dieter Nowka, Joachim Werzlau und Ruth Zechlin, die teilweise Schüler Eislers waren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]