Solidere

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Solidere s.a.l.

Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1994
Sitz Beirut, Libanon
Leitung Nasser Chammaa
Umsatz 120 Mio. US$[1]
Branche Bauwesen, Immobilien
Website www.solidere.com

Die Firma Solidere ist ein libanesisches Bau- und Immobilienunternehmen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde am 5. Mai 1994 von Rafiq al-Hariri, dem ehemaligen Ministerpräsidenten des Libanon gegründet. Der Name ist ein Pseudonym für Société libanaise pour le veloppement et la reconstruction de Beyrouth, (Gesellschaft für die Entwicklung und den Wiederaufbau von Beirut). Durch eine Vereinbarung mit der Regierung genießt Solidere besondere Befugnisse und kann in begrenztem Umfang als Aufsichtsbehörde agieren und sogar Enteignungen durchführen. Das Unternehmen stellt eine besondere Form der öffentlich-privaten Partnerschaft dar.

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solidere ist die wichtigste Kraft für den Wiederaufbau von Beirut nach dem libanesischen Bürgerkrieg. Die Hauptfunktion von Solidere ist die Aufsicht und Durchführung des von der Regierung initiierten Wiederaufbauplans. Dazu gehört die Finanzierung und der Ausbau der Infrastruktur, Neubau und Sanierung von im Krieg zerstörten Strukturen, Stadtgestaltung und das Management von Immobilien.[2] Wichtige Einzelprojekte waren das Beirut Souks ein 100.000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum, die Hadiqat As-Samah (Garden of Forgiveness), der Khalil-Gibran-Park, der Platinum Tower, die Marina Towers und die Marina Zaitunay Bay an der Sankt-Georgs-Bucht.[3]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Protest gegen Solidere in der Innenstadt von Beirut am ehemaligen Saint George Hotel an der Sankt-Georgs-Bucht

Das Unternehmen steht in der Kritik für eine sozial und historisch unverträgliche Bautätigkeit in Beirut verantwortlich zu sein. Dabei wurden durch den ehemaligen Vorsitzenden und Firmengründer Rafiq al-Hariri, der gleichzeitig Premierminister des Landes war, im großen Stil Wohnbauten geräumt und historische Gebäude abgerissen, um dort Luxusimmobilien zu errichten[4] was zu einer Gentrifizierung des Beirut Central District führen kann.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschäftsbericht 2012 auf www.solidere.com, abgerufen am 22. Mai 2014 (PDF, 33 MB).
  2. Yasser Elsheshtawy (2008): "The evolving Arab city: tradition, modernity and urban development", Routledge, ISBN 0-415-41156-4
  3. Sarah Irving, (2009): Lebanon’s politics of real estate, Electronic Lebanon
  4. Zwischen Kriegsruinen und Luxusboutiquen: Der Wiederaufbau der Beiruter Innenstadt - Deutschlandradio (abgerufen am 11. Februar 2012)