Som Tam

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Ein Teller Som Tam

Som Tam (Thai: ส้มตำ) ist ein scharfes Papaya-Salatgericht, das hauptsächlich aus gestampftem Gemüse besteht.[1] Es ist eine ursprünglich laotische Speise, die außerhalb auch im Isaan üblich ist.

Som (ส้ม) heißt sauer und tam (ตำ) bedeutet stampfen, zerstoßen. Andere Schreibweisen sind som tum, som dtam, som dtum oder papaya pok pok (Lautmalerei für das Geräusch des Stößels), tam som oder in Laos und im Isan tam mak hung (Thai: ตำหมากหุ่ง, Lao: ຕຳໝາກຮຸ່ງ), dabei bedeutet mak hung Papaya.

Zutaten und Zubereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptbestandteil sind unreife Papayafrüchte, Chillis, Knoblauch und Limette, die mit einem Stößel zerstampft werden. Anschließend werden Palmzucker, Fischsoße und Pla Raa (ปลาร้า) oder getrocknete Garnelen beigemengt. Teilweise werden auch Lang-Bohnen (ถั่วฝักยาว), Tomaten und geröstete, ungesalzene Erdnüsse hinzugefügt. Manchmal wird es auch mit gebratenem Schweinespeck, rohem Spinat, rohen Goabohnen oder rohem Kohl zubereitet. Sehr oft wird es auch gemeinsam mit ping kai (in Thai: Gai yang, ไก่ย่าง – gegrilltes Hühnerfleisch) serviert.

Das Gericht kombiniert die vier Geschmacksrichtungen der thailändischen Küche: süßer Palmzucker, saure Limetten, scharfe Chilischoten und salzige Fischsoße. Es wird bei Zimmertemperatur mit Klebreis gereicht.

In Laos und im Isaan ist das Gericht gewöhnlich noch schärfer und saurer als in Zentralthailand. Som Tam Lao (auch Som Tam Phu, ส้มตำปู) ist der Name der laotischen Zubereitungsart: es enthält fermentierte Krabben (ปูดอง in Thai), während Som Tam Thai (ส้มตำไทย) mit kleinen getrockneten Garnelen zubereitet wird.

Da unreife Papaya außerhalb Südostasiens schwer zu bekommen sein kann, kann man das Gericht auch mit anderen unreifen Früchten, zum Beispiel Mangos (genannt tam ma-muang) und Salatgurken (tam mak daeng), aber auch mit Mohrrüben, Kohlrabi oder Mungbohnensprossen zubereitet werden.

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bhumichitr, Vatcharin: The Taste of Thailand. London 1994, S. 143.