Sommeri

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Sommeri
Wappen von Sommeri
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton ThurgauKanton Thurgau Thurgau (TG)
Bezirk: Arbon
BFS-Nr.: 4446i1f3f4
Postleitzahl: 8580
Koordinaten: 738808 / 270071Koordinaten: 47° 34′ 0″ N, 9° 17′ 0″ O; CH1903: 738808 / 270071
Höhe: 465 m ü. M.
Höhenbereich: 443–496 m ü. M.
Fläche: 4,22 km²
Einwohner: 571 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 135 Einw. pro km²
Website: www.sommeri.ch
Sommeri

Sommeri

Lage der Gemeinde
Emerzer WeierBiesshofer WeierSchlossweier SGBodenseeKanton St. GallenKanton St. GallenBezirk KreuzlingenBezirk WeinfeldenAmriswilArbonDozwilEgnachHefenhofenHorn TGKesswilRoggwil TGRomanshornSalmsachSommeriUttwilKarte von Sommeri
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Sommeri ist eine politische Gemeinde und eine Ortschaft[3] im Bezirk Arbon des Kantons Thurgau in der Schweiz. Sommeri liegt auf den Ausläufern des Seerückens nördlich von Amriswil. Bis 1966 war Sommeri eine Munizipalgemeinde mit den Ortsgemeinden Niedersommeri und Obersommeri.

Die politische Gemeinde Sommeri entstand 1967 durch die Vereinigung der Ortsgemeinden Niedersommeri und Obersommeri mit der Munizipalgemeinde Sommeri zur Einheitsgemeinde Sommeri. 1803 bis 1807 war die ehemalige Munizipalgemeinde Hefenhofen und 1803 bis 1816 Niederaach Teil der Munizipalgemeinde Sommeri.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sommeri mit Kirche

Sommeri wurde im Jahr 905 erstmals als Sumbrinaro erwähnt. 1474 bis 1798 bildeten die Vogteien Nieder- und Obersommeri das fürstäbtisch-sanktgallische Malefizgericht Sommeri. 1474 bekam Sommeri eine Offnung. Die dem heiligen Mauritius geweihte Kirche erhielt ihr heutiges Aussehen in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Nach der Reformation 1528 entstand ab 1534 ein kirchliches Simultanverhältnis.[4]

Vorherrschend waren Ackerbau (Hochäckerlandschaft) und Forstwirtschaft, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Obstbau, Gras-, Vieh- und Milchwirtschaft. 1852 wurde eine Käserei eröffnet. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts war Sommeri eine Industriegemeinde mit Stickerei und Polstermöbelfabrikation. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts existierten Betriebe in den Branchen Klimatechnik, Präzisionsmechanik und Schulmöbelfabrikation.[4]

→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Obersommeri
→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Niedersommeri

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ober­sommeri
Sommeri

Blasonierung: In Gelb auffliegender schwarzer Falke.[5]

Der schwarze Falke als Sinnbild der Herrschaft weist auf die verschiedenen Herrschaftsinhaber hin, die im Lauf der Zeit in Sommeri das Sagen hatten. Die Farben dagegen verweisen auf die Abtei St. Gallen. Seit 1967 aus den Ortsgemeinden Ober- und Niedersommeri die Einheitsgemeinde Sommeri gebildet worden war, wird als Gemeindewappen das Wappen der ehemaligen Ortsgemeinde Niedersommeri in den Farben des Wappens der Ortsgemeinde Obersommeri geführt.[5]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung im Gebiet der heutigen Gemeinde Sommeri[6]
Bevölkerungsentwicklung der Munizipal- und Einheitsgemeinde[6]
Jahr 1850 1900 1950 1960 1970 1980 1990 1980 2000 2010 2018
Einwohner 429 418 564 588 526 469 502 469 531 516 572

Von den insgesamt 572 Einwohnern der Gemeinde Sommeri im Jahr 2018 waren 80 bzw. 14,0 % ausländische Staatsbürger.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2016 bot Sommeri 298 Personen Arbeit (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Davon waren 8,0 % in der Land- und Forstwirtschaft, 24,8 % in Industrie, Gewerbe und Bau sowie 67,2 % im Dienstleistungssektor tätig.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Sommeri ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgelistet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sommeri – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. a b Thurgau in Zahlen 2019. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (PDF-Datei; 1,8 MB), abgerufen am 28. April 2020.
  3. a b Ortschaften und ihre Wohnbevölkerung. Ausgabe 2019. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (Excel-Tabelle; 0,1 MB), abgerufen am 28. April 2020.
  4. a b c Erich Trösch: Sommeri. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  5. a b Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019
  6. a b Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden. Kanton Thurgau, 1850–2000 und Wohnbevölkerung der Gemeinden und Vorjahresveränderung. Kanton Thurgau, 1990–2018. Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (Excel-Tabellen; jeweils 0,1 MB), abgerufen am 28. April 2020.