Songeons

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Songeons
Wappen von Songeons
Songeons (Frankreich)
Songeons
Region Hauts-de-France
Département Oise
Arrondissement Beauvais
Kanton Grandvilliers
Gemeindeverband Communauté de communes de la Picardie Verte
Koordinaten 49° 33′ N, 1° 51′ OKoordinaten: 49° 33′ N, 1° 51′ O
Höhe 107–193 m
Fläche 13,53 km2
Einwohner 1.070 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 79 Einw./km2
Postleitzahl 60380
INSEE-Code

Die alte Mairie aus dem Jahr 1819

Songeons ist eine französische Gemeinde mit 1070 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Oise in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde liegt im Arrondissement Beauvais, ist Teil der Communauté de communes de la Picardie Verte und war bis 2015 Hauptort des Kantons Songeons, seither gehört sie zum Kanton Grandvilliers.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Aufnahme um 1910 mit der Bahnstrecke

Die Gemeinde im picardischen Teil des Pays de Bray liegt am Thérain, dessen Lauf von der Départementsstraße D133 begleitet wird, rund 22 km nordwestlich von Beauvais, unterhalb des Domänenforsts Caumont, der auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Gerberoy liegt, die auch einen Teil des südlich des Thérain gelegenen Ortsteils Le Pommier Mal Soin erfasst. Zur Gemeinde gehören die Weiler Seronville und Riffin sowie das Gehöft Limermont im Norden. Von 1894 bis 1934 wurde die Gemeinde von der Eisenbahn bedient (Meterbahnstrecke von Milly-sur-Thérain nach Formerie).

Toponymie und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1149 wurde der Ort unter der Bezeichnung Songuins genannt.

Die Festung Château Gaillard sicherte den Ort. Im Hundertjährigen Krieg fand 1426 ein Gefecht zwischen englischen Truppen der Garnison Gournay und königlich-französischen Partisanen statt.[1] Später plünderten Truppen Karls des Kühnen den Ort. König Franz I. bewilligte die Errichtung eines gedeckten Markts, aus dem sich später die Markthalle entwickelte. Im 19. Jahrhundert wurde Songeons durch die Herstellung von Brillen und optischen Linsen bekannt.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
796 850 780 837 883 1076 1111 1089

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister (maire) ist seit 1995 François Dumars.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ostteil der Kirche Saint-Martin
Die Markthalle
  • Die aus Feuerstein im Jahr 1650 errichtete Kirche Saint-Martin mit zwei Holzreliquiaren.
  • Das Schloss, ein Ziegelbau aus dem Jahr 1720, heute von einer Schwesternkongregation genutzt.
  • Die alte Mairie aus dem Jahr 1819 mit korinthischem Portikus, 1988 als Monument historique eingetragen.[2]
  • Das restaurierte Waschhaus Yaya.
  • Die hölzerne Markthalle, 1988 als Monument historique eingetragen.[3]
  • Zahlreiche für den Pays de Bray typische Häuser.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • René Pinon (1870–1958), Historiker und Journalist, lebte lange in Songeons und ist hier begraben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Épisodes de l'invasion anglaise. La guerre de partisans dans la Haute Normandie, 1424–1429; Bibliothèque de l'école des chartes. 1894, Band 55, S. 259–305.
  2. Ancienne mairie in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. Halle in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Songeons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien