Songkok

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Suharto einen Songkok tragend

Der Songkok (malaiisch; auch Peci oder Kopiah genannt) ist eine traditionelle malaiische Mütze in Form eines Kegelstumpfes. Er wird fast immer aus Filz, Wolle oder Samt hergestellt. Verbreitete Verwendung findet er vor allem unter muslimischen Männern in Indonesien, Malaysia, aber auch in Brunei, Singapur, im Süden Thailands und der Philippinen, wo eine bedeutende muslimische Minderheit existiert.

Dem Songkok ähnliche Kappen werden u. a. in Marokko getragen.

Getragen wird der Songkok in besonderen Anlässen wie bei einer Hochzeitsfeier, bei einer Beerdigung oder bei islamischen Festen. Zur Alltagskleidung wurde der Songkok mit der Ankunft des Islam im 13. Jahrhundert im malaiischen Archipel.[1]

In einigen Teilen Indonesiens wird der Songkok als Peci (vor allem die Variante aus schwarzem Filz) und in Mindanao, auf Borneo und in Westjava als Kopiah bezeichnet.

In Indonesien wird der Peci auch als nationalistisches Symbol eingesetzt.[2] Unter anderem wurde er oftmals von den Präsidenten Sukarno[3] (1945–1967) und Suharto (1967–1998) getragen, sowie – vor allem in der Zeit des Orde Baru – allgemein von Politikern und Beamten, wobei mit der Höhe des peci der Rang des Trägers angezeigt wird.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Songkok – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rozan Yunos: The origin of the songkok or 'kopiah'. In: The Brunei Times, 23. September 2007.
  2. Jan Aart Scholte: The International Construction of Indonesian Nationhood, 1930–1950. In: Imperial Policy and Southeast Asian Nationalism. Routledge, Abingdon (Oxon) 1995, S. 191–226, auf S. 198.
  3. Willem Westerkamp: Ethnicity or Culture. The Career of Mannequins in (Post)Colonial Displays. In: Sites, Bodies and Stories. Imagining Indonesian History. S. 89–112, auf S. 105.
  4. Margaret Maynard: Dress and Globalisation. Manchester University Press, Manchester/New York 2004, S. 62.