Sonja Ziemann

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Sonja Ziemann (2006) mit ihren beiden Großneffen

Sonja Alice Selma Toni Ziemann (* 8. Februar 1926 in Eichwalde bei Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin. In den 1950er-Jahren galt sie, häufig an der Seite ihres Kollegen Rudolf Prack eingesetzt, als eine der beliebtesten Schauspielerinnen Deutschlands. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Heimatfilme Schwarzwaldmädel und Grün ist die Heide.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von zehn Jahren begann Ziemann mit Ballett. Sie wurde an der Berliner Tanzschule von Tatjana Gsovsky aufgenommen und hatte 1941 ihre ersten Auftritte als Tänzerin. Sie wurde ebenfalls an der Ufa-Schauspielschule ausgebildet.[1] Ihre Filmkarriere begann sie ebenfalls 1941 mit einer Nebenrolle im Film Ein Windstoß von Walter Felsenstein. Noch während des Zweiten Weltkrieges drehte sie weitere Filme, nach Kriegsende konnte sie ihre Karriere mit Filmen wie Sag’ die Wahrheit (1946) und Herzkönig (1947). Bekannt wurde Ziemann durch zahlreiche Filmerfolge in den 1950er Jahren, allen voran die Operettenverfilmung Schwarzwaldmädel (1950) und der Heimatfilm Grün ist die Heide (1951). Beide Filme lockten jeweils über 15 Millionen Zuschauer in die Kinos und wirkten stilbildend für das während dieser Zeit populäre Genre des Heimatfilmes.

Eine Zeitlang galten Ziemann und ihr Schauspielerkollege Rudolf Prack, an dessen Seite sie in mehreren Filmen auftrat, als ein Traumpaar des deutschen Films. Ihr Bekanntheitsgrad war so hoch, dass sie sich 1957 in Helmut Käutners Spielfilm Die Zürcher Verlobung selbst verkörperte. Um sich etwas von dem Image des „nette Mädels von nebenan“[2] zu lösen, spielte Ziemann 1958 eine ernstere Rolle in dem polnisch-deutschen Filmdrama Der achte Wochentag von Aleksander Ford.[3] Anschließend folgten für Ziemann Charakterrollen in Filmen wie Hunde, wollt ihr ewig leben und Menschen im Hotel. Gelegentlich trat die Schauspielerin auch in internationalen Produktionen auf, etwa an der Seite von Richard Widmark in dem Spionagefilm Geheime Wege (1960) sowie in dem starbesetzten Kriegsfilm Die Brücke von Remagen (1969). Nach 1970 war Ziemann nur noch gelegentlich vor der Fernsehkamera zu sehen, zuletzt 1997 in zwei Folgen der Fernsehserie Park Hotel Stern. Zudem spielte sie am Theater in Stücken von Frank Wedekind und Tennessee Williams.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziemann war dreimal verheiratet. Der ersten Ehe mit dem Wiesbadener Strumpffabrikanten Rudolf Hambach zwischen 1953 und 1956 entstammte ein Sohn, der 1970 im Alter von nur 16 Jahren an einem Tumor starb.[4] Von 1961 bis 1968 war sie mit dem polnischen Schriftsteller Marek Hłasko verheiratet. Ihre dritte Ehe mit dem Schauspieler und Regisseur Charles Regnier hielt von 1989 bis zu Regniers Tod im Jahr 2001.

Sonja Ziemann lebt am Tegernsee in Bayern und in St. Moritz. 2006 war sie nach vielen Jahren erstmals wieder in einer Talkshow, der ARD-Sendung Beckmann, zu Gast. 2011 wurde sie für den Dokumentarfilm Germaine Damar – Der tanzende Stern interviewt.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theaterrollen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sonja Ziemann bei Steffi-Line.de
  2. Sonja Ziemann, Biografie bei Prisma
  3. Biografie zum 90. Geburtstag beim Stern
  4. Biografie zum 90. Geburtstag beim Stern
  5. Theaterprogramm Tourneetheater Basel, April 1969