Sonnar

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Linsenschnitte früher Sonnar-Objektive[1]
(1) Sonnar 1 : 2 f = 5 cm (DR 1932)[2]
(2) Sonnar 1 : 1,5 f = 5 cm (1932)[3]
Vorgänger Ernemann Anastigmat „Ernostar“ 1 : 1,8 f = 10,5 cm, der weitest entwickelte Typ (1924)[4]
Sonnar 1 : 2 f = 5 cm, Contax II; nach 1940: Objektiv-„T“-Vergütung[5]
Sonnar 1 : 1,5 f = 5 cm,[3] Contax IIa

„Sonnar“ charakterisiert als Name oder Bezeichnung[1] lange und erfolgreich produzierte Serien von fotografischen Aufnahmeobjektiven, erstmals populär geworden durch ein für Zeiss Ikon 1931 patentiertes und von Carl Zeiss Jena hergestelltes lichtstarkes 50-mm-Normalobjektiv für die Contax-Messsucherkamera. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Name „Sonnar“ bis 1990[6] von VEB Carl Zeiss Jena in der DDR sowie von 1954 bis 1994 als geschützte Marke[7] durch den westdeutschen Rechtsnachfolger Carl Zeiss – seit 1947 in Oberkochen und von diesem überwiegend aus Marketing-Gründen bis heute – weiter verwendet.

Nachdem 1945 der Patentschutz durch den Zweiten Weltkrieg verloren ging, wurden Sonnar-Objektive von anderen Herstellern nachgebaut und modifiziert, insbesondere in der UdSSR (Jupiter,[8] diverse Fälschungen[9]) und in Japan (Zunow,[10] Takumar,[11] Nikkor,[12] Serenar/Canon[12] und andere).

Aufgrund des großen Anwendungsbereichs und der hohen optischen Leistungen der verschiedenen Typen wurden Sonnare millionenfach verkauft. Namhafte Kamerahersteller wie Pentacon, Hasselblad, Rollei, Linhof, Sinar oder Sony waren oder sind Anbieter von Objektiven mit der Bezeichnung „Sonnar“.

Ursprung des Namens „Sonnar“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Sontheim

Die Idee für die Namensgebung geht auf das Sonnensymbol im Wappen der Stadt Sontheim am Neckar zurück. Das ehemals ortsansässige Nettel Camerawerk[13], 1919 mit den Contessa-Camerawerke des Konstrukteurs und Firmen-Mitinhabers August Nagel in Stuttgart zur Contessa-Nettel AG[14] fusioniert, verwendete Anfang der 1920er Jahre den Namen als Warenzeichen für ein relativ unbekannt gebliebenes, dem Tessar ähnliches Objektiv. Erst nach der Übernahme von Contessa-Nettel in die Zeiss Ikon AG im Jahr 1926 wurde die Bezeichnung „Sonnar“ bekannt.

Geschichte und Entwicklungslinien der Sonnar-Objektive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Artikel beschreibt in zusammenhängenden Abschnitten (bzw. weitgehend chronologisch) die Entwicklungslinien des Sonnar-Objektivs anhand einiger der wichtigsten Modelle, die über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahrhundert eine teilweise herausragende Stellung unter der Vielzahl fotografischer Aufnahmeobjektive einnahmen.

Spitzenobjektive für die „Contax“-Kleinbildkamera[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das strahlende Sonnensymbol stand fortan Pate für die große Frontlinse bzw. Öffnung eines damals neuen Typs von Foto-Objektiven spektakulär hoher Lichtstärke, den Ludwig Bertele als Zeiss-Optikkonstrukteur im selben Jahr mit der Patenteinreichung durch Zeiss Ikon für deren Contax[15] – dem Konkurrenzprodukt zur damaligen Leica – errechnete. Die Contax war mit der Normalbrennweite Tessar 1 : 2,8 f = 5 cm Carl Zeiss Jena[16] gegenüber dem ebenfalls als Tessar-Typ konzipierten Leitz Elmar 1 : 3,5 f = 5 cm[17] der Leica bereits lichtstärker ausgestattet, was bei den vorherrschenden extrem niedrigen Filmempfindlichkeiten von umgerechnet ISO 10, maximal ISO 15 ein gewisses Verkaufsargument bedeutete; rückblickend betrachtet waren besonders hohe Lichtstärken jedoch mehr dem Prestige geschuldet, als dem tatsächlichen Nutzen der damals bescheidenen Leistung nicht abgeblendeter, voll geöffneter Objektive.

Normalbrennweiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um den Qualitätsanspruch gegenüber der Leitz-Konkurrenz zu behaupten, erhielt der damals 26-jährige, außergewöhnlich talentierte Bertele den Auftrag, sein 1924 für die Krupp-Ernemann Kinoapparate AG gerechnete Schema des richtungsweisenden Ernemann Anastigmat „Ernostar“ 1 : 1,8 f = 10,5 cm[4] unter Verwendung neuartiger anomal dispergierender[18] Glassorten der Firma Jenaer Glaswerk Schott & Gen. für das 24×36-mm-Kleinbildformat der Contax weiterzuentwickeln. Das kompakte (in der Baulänge verkürzte) Ernostar der Mittelformatkamera Ernemann Ermanox[19] war zu dieser Zeit die berühmteste lichtstärkste Fotooptik des Weltmarks; die äußerst innovativen Ernemann-Objektive bedeuteten für Zeiss eine weitere ernsthafte Konkurrenz, die man als führendes Optikunternehmen nicht zu dulden gedachte: mit Hilfe von Insiderwissen der Deutschen Bank und Absprachen mit dem Mehrheitsbesitzer Krupp wurde der Firmengründer Heinrich Ernemann heimlich finanziell unterwandert und die Firma 1926 durch eine feindliche Übernahme in den Zeiss’schen Konzern eingegliedert.[20]

Im Ergebnis bestanden Berteles 50-mm-Sonnare[21][22] mit den Öffnungen 1 : 2[2] und 1 : 1,5[3] von 1932 aus 6 bzw. 7 Linsen/Gliedern in 3 Gruppen, deren verkittete Flächen in vorteilhafter Weise weniger Licht reflektierten als freistehende Linsen. Die Umsetzung dieses Grundgedankens war von erheblicher Bedeutung, da die Vergütung zur Unterdrückung von Linsenreflektionen bei gleichzeitiger Erhöhung der Lichtdurchlässigkeit noch nicht erfunden war.[23] Beispielsweise besaß ein unvergütetes 4-linsiges 1 : 2-Ernostar[19] mit 8 Glas-Luft-Flächen einen 48 %igen Lichtverlust, der die effektive, tatsächlich wirksame Öffnung um knapp -1 Blendenstufen auf 1 : 2,8 verringerte (gleichbedeutend mit der nötigen Berücksichtigung einer doppelten Belichtungszeit).

Die in den Handel gekommenen Carl Zeiss Jena 50-mm-Sonnare – sowie die zur selben Zeit bzw. wenige Jahre später herausgebrachten Sonnare mittlerer und längerer Brennweiten – galten den Foto-Objektiven ihrer Zeit als überlegen, da sie gegenüber anderen Entwürfen gleichzeitig lichtstärker, kontrastreicher und höher auflösend (siehe auch: Schärfe) waren. Diese Führungsposition konnte bis nach 1945 über zwei Jahrzehnte hinweg behauptet werden, nicht zuletzt durch Leistungsverbesserungen durch die seit Anfang der 1940er Jahre verwendete T-Vergütung[5][23] und weiterer Optimierungen[24] Berteles auf der Grundlage neuer optischer Gläser.

Historische Machbarkeitsstudie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Patent für ein 50-mm-Sonnar mit einer Öffnung von 1 : 1,4 (1941)[25]

Die Zielsetzung, die optische Leistung des Sonnars bei weiter gesteigerter Lichtstärke unter Beibehaltung von 6 Glas-Luft-Flächen zu verbessern, veranlasste Bertele im Übrigen zu aufwändigen Entwürfen, die jedoch aus technischen und ökonomischen Gründen nicht in marktfähige Produkte umgesetzt wurden. Unter dem 1941 veröffentlichten US-Patent 2254511 A ist ein aus dem Sonnar 1 : 1,5 f = 5 cm von 1932 abgeleitetes Objektiv mit der Öffnung 1 : 1,4 belegt, dessen hintere Gruppe außerordentlich komplex aus 4 verkitteten Gliedern besteht.[25] Der Entwurf beabsichtigte neben der Erhöhung der Lichtstärke die mithin unerlässliche Reduzierung der Komafehler bei weit geöffneter Blende und nahm dieserart bereits die Erkenntnis zur Notwendigkeit von mindestens 7, eher 8 Linsen späterer hochkorrigierter ƒ/1,2-Objektive vorweg,[26] obschon das Sonnar nicht über deren Möglichkeiten zur Fehlerkorrektur verfügte: 5 verkittete Flächen bedeutete den Verzicht auf die erhebliche Anzahl von 10 individuellen Linsenradien bzw. exponentiell wachsender Freiheitsgrade in der optischen Rechnung.[27] Insofern belegt der Entwurf eindrucksvoll die hohen Fähigkeiten Berteles, mit dem Sonnar unter den gebotenen Kompromisslösungen jener Zeit eine maximal leistungsfähige Optik zu erschaffen.

Mittlere Brennweiten – die erfolgreichsten Sonnare[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonnar – mittlere Teleobjektiv-
Brennweiten (Kleinbildformat)
(1) Sonnar 1 : 4 f = 13,5 cm (1932)[28]
(2) Sonnar 1 : 2 f = 8,5 cm (1932)[29]
MC Sonnar 3,5 / 135 Carl Zeiss Jena DDR für das Kleinbildformat; spätere lichtstärkere Version (Produktion: 1980er Jahre)[30]
Schema des Sonnar 1 : 4 / 135: Schneider-Kreuznach Tele-Xenar 1 : 3,5 / 90 für das Kleinbildformat (1957)

Ungefähr zeitgleich mit den 50-mm-Sonnaren brachte Zeiss 1932 eine von Bertele im Jahr zuvor gerechnete längere Brennweite in einer überarbeiteten Version auf den Markt, deren Erfolgsgeschichte sich – vor allem nach 1945 in der Sowjetunion und Japan mit millionenfach direkt oder in abgewandelter Form nachgebauter und in Westdeutschland zusätzlich und erfolgreich zum Mittelformat konvertierter Modelle – bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts erstreckte.

Das besondere und typische Konstruktionsmerkmal des Sonnar 1 : 4 f = 13,5 cm Carl Zeiss Jena[31] bestand grob skizziert in einem Doppelglied aus einer bikonvexen Fluorit/Flussspat-Linse (Fluor-Kronglas) mit hohem Brechungsindex und niedriger Dispersion[32] und einer ungewöhnlich voluminösen, bikonkaven dicken Linse[33] (Blei-Flintglas) mit hohem Brechungsindex und hoher Dispersion insgesamt negativer Brechkraft (Brechwert) zur Bildfeldebnung und Korrektur von chromatischer- und sphärischer Aberration bei gleichzeitiger Reduzierung der Fokuslänge. Die Fluorit-Linse besaß dabei eine kollektive Funktion zur Beseitigung der Dispersion durch chromatische Unterkorrektion im Zusammenspiel mit der vorderen, als Meniskus ausgeführte Sammellinse sowie dito Überkorrektion mit der dicken Flintglas-Linse. Ein zweiter Meniskus mit positivem Brechwert und minimaler sphärischen Aberration korrigierte als hintere Gruppe Komafehler und gegenläufig die restliche Dispersion der vorderen Gruppen.[34] In der Summe führten die Methoden zur Beseitigung des Astigmatismus und der Koma[35] sowie der Farbfehler[36] und der Bildfeldwölbung[37] zu hervorragenden Auflösungs- und Kontrastwerten bei bereits offener Blende. Solchermaßen aus nur 4 Linsen und 6 Luft-Glas-Flächen bestehend, verkörperte das 135-mm-Sonnar im Prinzip eine eigenständige optische Konstruktion einer verkürzten „Tele“-Brennweite.[38]

Nach dem Zweiten Weltkrieg im optischen Aufbau unverändert[28] sowie ab etwa 1965 mit leicht erhöhter Lichtstärke herausgebracht,[30] erreichte die Jenaer Produktion des 135-mm-Sonnars bis zum Auslaufen um 1990 insgesamt beachtliche Stückzahlen; auch heute noch zählen beide Versionen zu den beliebten Objektiven, die gebraucht gehandelt werden, wenn auch nur in einem wirtschaftlich unbedeutenden Umfang.

Von L. Bertele modernisierter 135-mm-Ernostar/Sonnar-Typ A. Schacht Ulm Travenar 3,5 / 135 R für das Kleinbildformat (Produktion von ca. 1960)[39]
Travenar 3,5 / 135[39]

Die Entwicklung und Produktion einer auf 1 : 3,5 erhöhten Lichtstärke in Form einer grundsätzlich überarbeiteten Rechnung fand bereits rund 10 Jahre früher in der Schweiz bzw. in Westdeutschland statt. 1946 zu Wild Heerbrugg in die Schweiz ausgewandert,[40] verfügte Ludwig Bertele über ein eigenes Optikbüro, welches u. a. die Objektivberechnungen für den in Ulm an der Donau ansässigen Objektivhersteller Albert Schacht[41] übernommen hatte. Mitte der 1950er Jahre realisierte Bertele mit dem A. Schacht Ulm Travenar 3,5 / 135[39] auf diese Weise eine Modernisierung seines 135-mm-Sonnars mit nun 4 einzeln stehenden und darüber hinaus rationell zu fertigender Linsen (zu den Hintergründen dieser Modernisierungsmaßnahmen siehe auch den Abschnitt Neurechnungen unter historischem Namen). Die optische Auslegung dieser Teleobjektiv-Bauweise verbindet dabei Elemente des 10-cm-Ernostar[19] und des 13,5-cm-Sonnar in Kombination mit Mehrschicht-Vergütungen der Linsen hochbrechender/anomal dispergierender Gläser und wurde damit zum Vorbild für Neuentwicklungen anderer Hersteller.

Vergleichbar dem Ernostar/Sonnar-Typ Berteles konnte man einige Jahre später (1964) bei Carl Zeiss in Oberkochen für die Contarex sowie um 1975 für die Nachkriegs-Contax die Lichtstärke des 135-mm-Sonnars in verschiedenen Versionen deutlich auf 1 : 2,8 steigern, indem zur Erhöhung der Korrekturmöglichkeiten beispielsweise alle 4 Linsen einzeln stehend ausgelegt oder das vordere Doppelglied in Einzellinsen aufgelöst und der Meniskus der hinteren Gruppe durch ein Doppelglied ersetzt wurde.[42] Die Produktion des Carl Zeiss Sonnar 2,8 / 135 T* wie auch das nach dem gleichen Schema konzipierte Sonnar 2,8 / 85 T*[43] mit dem Contax/Yashica-Bajonett stand bereits unter einer Zeitenwende technologischer Versäumnisse, deren wirtschaftlich negative Auswirkungen die ehemals marktbeherrschende Position der deutschen Kameraindustrie auf dem Sektor der Kleinbildfotografie seit dem Ende der 1950er Jahre erfasst hatte.[44] Der stagnierenden Kameraproduktion versuchte Zeiss-Ikon anfangs der 1970er Jahre durch eine Kooperation mit dem erfolgreichen japanischen Hersteller Yashica zu begegnen, die Kleinbild-Objektivsparte einschließlich der neu entwickelten Optiken von Carl Zeiss ging nach anfänglicher Serienfertigung in Oberkochen den gleichen Weg.

Zumindest dem Namen nach hat das vorstehend genannte Porträtobjektiv Sonnar 2,8 / 85 T* einen berühmten Ahnen in Form des lichtstarken Sonnar 1 : 2 f = 8,5 cm Carl Zeiss Jena. Es handelt sich dabei um die kürzeste, der von Bertele gerechneten Teleobjektiv-Brennweiten, die in Serie produziert wurden und die alle einen legendären Ruf erlangten. Der Linsenschnitt der 1932 entstandenen 85-mm-Brennweite visualisiert die zeitlich parallel verlaufende Entstehung bzw. direkte Verwandtschaft mit den 50-mm-Sonnaren aus demselben Jahr; bezüglich Verwandtschaft traf dies im Übrigen auch für die ersten Nachkriegsserien des 85-mm-Sonnars für die westdeutsche Contax und Contarex zu.[29]

Lange Brennweiten – die „Olympia-Sonnare“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonnar – längere Teleobjektiv-
Brennweiten (Kleinbildformat)
1) Sonnar 1 : 2,8 f = 18 cm (1936, bekannt als „Olympia-Sonnar“)[45]
2) Sonnar 1 : 4 f = 30 cm (1937, „Zweites Olympia-Sonnar“)[46]

Im Anschluss an die beiden 135- und 85-mm-Sonnare ersann Bertele 1936 nahe am Linsenschema des Sonnar 1 : 2 f = 5 cm ein ebenfalls wegweisendes Zeiss-Objektiv längerer Brennweite. Im 5-linsigen Teleobjektiv Sonnar 1 : 2,8 18 cm Carl Zeiss Jena – heutzutage auch „Olympia-Sonnar“[45][47] genannt – ersetzt dabei eine einzelne bikonvexe Sammellinse das rückwärtige 3-fach-Kittglied und verdeutlicht damit wiederum den Zusammenhang mit dem fortschrittlichen Ernostar 1 : 1,8 f = 10,5 cm als unmittelbarem Vorgänger des Sonnar 1 : 2 f = 5 cm. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das 18-cm-Sonnar von Bertele neu gerechnet – das US-Patent 2622479 A[48] von 1952 belegt eine Trennung des 3-fach-Kittglieds zwischen dessen erster und zweiter Linse durch einen schmalen Luftspalt mit unterschiedlichen Radien der beiden gegenüberstehenden Linsenelemente. In Anbetracht der zu dieser Zeit standardmäßig verfügbaren Vergütungen bedeutete dies eine unproblematische Erweiterung von Luft-Glas-Flächen mit dem Ziel besserer Korrekturmöglichkeiten. Unbelegt ist jedoch eine Serienfertigung dieser Nachkriegsversion des „Olympia-Sonnars“ von 1936 als ein möglicher Vorgänger des ab 1966 für die Contarex gebauten Carl Zeiss Sonnar 1 : 2,8  f = 180 mm (4 einzelne Linsen).[49]

Dem außergewöhnlichen Schema des Sonnar 1 : 4 13,5 cm von 1932 folgend, errechnete Bertele – hauptsächlich durch die an die Brennweite angepasste vordere zweite und dritte Linse sowie durch eine Umwandlung des rückwärtigen Meniskus in ein entsprechend ausgeführtes achromatisches Doppelglied – 1937 das Sonnar 1 : 4 f = 30 cm Carl Zeiss Jena (auch: „Zweites Olympia-Sonnar“).[46] Das 5-linsige Objektiv war insofern eine Besonderheit, als nur wenige Exemplare hergestellt wurden und es sich de fakto um eine Machbarkeitsstudie für weitergehende (vermutlich militärische) Zwecke handelte, da eine normale Verwendung an der Contax ohne spezielle Fokussiereinrichtung praktisch nicht möglich war. Nach einer leichten Überarbeitung der Rechnung von 1940 wurde es erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Form des (später vergüteten) Sonnar 1 : 4 f = 30 cm (T) Carl Zeiss Jena in Serie produziert;[50] als mit Abstand teuerstes Kleinbild-Objektiv war dessen Erfolg in Bezug auf Stückzahlen gering.

Weiterentwicklung zum Mittelformat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schema des Sonnar 1 : 4 / 135: Carl Zeiss Sonnar 1 : 5,6 f = 250 mm für das Mittelformat (Westdeutschland, ca. 1952)[51]

Anfänglich für die optischen Anforderungen hinsichtlich Auflösungsvermögen, Kontrast und Lichtstärke des Kleinbildformats entwickelt, erschlossen die optischen Prinzipien Berteles längerbrennweitiger Sonnare Brennweitenbereiche bis 300 mm, deren weitere Entwicklung Anfang der 1950er Jahre den Einsatz für professionelle Mittelformat- und Fachkameras bis zum Format 9 × 12 cm / 4 × 5 ", wie z. B. der Linhof Technika,[52] ermöglichte. Eine direkte Ableitung des hochgeschätzten Sonnar 1 : 4 13,5 cm von 1932 sind die ab den 1950er Jahren von Carl Zeiss Oberkochen für die weltbekannten und mittlerweile klassischen 6×6-Kameras der Firma Hasselblad gebauten Objektive Carl Zeiss Sonnar T* 1 : 4 f = 150 mm, 1 : 4 f = 180 mm und 1 : 5,6 f = 250 mm.[51] Zeiss fertigte diese Objektive zudem passend für Mittelformatkameras der Kamerahersteller Rollei und Sinar.[53]

Für die Mittelformatkameras Praktisix und später Pentacon Six kam 1959 das Sonnar 2,8 / 180 Carl Zeiss Jena DDR[54] auf den Markt und übernahm als neu gerechnetes Mittelformat- sowie als adaptierbares Kleinbild-Objektiv fortan die Rolle seines berühmten (Kleinbild-)Vorgängers. Des Weiteren erfuhr auch das 30-cm-Kleinbild-Sonnar 1963 eine Weiterentwicklung zum Mittelformat in Form eines mit hohem Aufwand an optischem Glas gefertigten 6-linsigen, seinem 5-linsigen Sonnar-Vorgängertyp weitgehend ähnlichen Sonnar 4 / 300 Carl Zeiss Jena DDR;[55] nach heutigem Kenntnisstand führten unvertretbar hohe Produktionskosten in der Rohglasherstellung, insbesondere der aufwändig zu erschmelzenden Flouritgläser, zu dessen Produktionseinstellung. Über eine kostenreduzierte und nicht zufriedenstellende Übergangsvariante wurde 1974 das 5-linsige Sonnar 4 / 300 MC Carl Zeiss Jena DDR entwickelt, das die Leistungsvorgaben in Bezug auf das zuvor überlegene Orestegor 4 / 300 Meyer-Optik Görlitz erfüllen konnte.[56][47] Die Konstruktion dieser finalen 300-mm-Entwürfe verfolgte eine deutlich vom Sonnar-Typ abweichende optische Auslegung, die in einem gewissen Ausmaß das Resultat der Plan- und Mangelwirtschaft in der DDR widerspiegelte: konzerninterne Kompetenzstreitigkeiten, Verlagerungen von Prioritäten und Ressourcen-Umverteilungen zugunsten v. a. der Mikroelektronik sowie die Einsparung teurer Glassorten; Letzteres zudem als Folge des Kostendrucks eingeschränkter Absatzmöglichkeiten mangels Akzeptanz im international konkurrierenden Markt professioneller Kameras. Gegenüber dem älteren, und zu dieser Zeit bereits über 20 Jahre auch wirtschaftlich erfolgreichen westdeutschen 250-mm-Sonnar der Hasselblad, befand sich weder die Fertigungs- noch die Abbildungsqualität (insbesondere bezüglich der chromatischen Korrektur) auf einem vergleichbar hohen Niveau.

„Weitwinkel-Sonnar“ unter der Bezeichnung „Biogon“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem 50-mm-Sonnar abgeleitetes Biogon 1 : 2,8 f = 3,5 cm (1936; Schnittmodell[57])

Mit den 50-, 85-, 135- und 180-mm-Sonnaren standen 1936 vier elementare Brennweiten dieses neuen Typs von Objektiven für die Contax zur Verfügung, was fehlte, waren ebenbürtige Weitwinkelobjektive. Deren Konstruktion war vor allem hinsichtlich der Bewältigung der Optischen Vignettierung schwierig. Ludwig Berteles Weg zur Lösung des Problems bestand im Wesentlichen darin, die rückwärtige Gruppe der 50-mm-Sonnare aufzulösen und diese zu einem Doppelglied und einer rückwärtigen Linse ungewöhnlich großen Durchmessers (Austrittspupille > Eintrittspupille) umzuwandeln, die einen Bildwinkel von 65° mit nur geringer Vignettierung auszeichnen konnte. Seine Rechnung mündete in einem Versuchsobjektiv der bezeichnenden Gravur Muster Sonnar 1 : 2,8 f = 3,5 cm (6 Linsen, 8 unvergütete Luft-Glas-Flächen)[58] sowie 1936 in einer überarbeiteten Version im Carl Zeiss Jena Biogon 1 : 2,8 f = 3,5 cm[57][59] und markierte damit den Bezugspunkt für einen weiteren außerordentlich erfolgreichen Objektiv-Typ.

Neurechnungen unter historischem Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

modernes „Sonnar“ 1 : 2,8 40 mm (Rollei 35 S, Kleinbildformat, 1974)
Sonnar 2,8 / 40 Rollei-HFT der Rollei 35 S (in der Vergrößerung wird die Anordnung der Blenden- und Verschlusslamellen sichtbar)

Der optischen Leistung des Sonnars stand eine aufwändige und teure Fertigung gegenüber, die sich aus den hohen Anforderungen der Herstellung und Zentrierung[60] der verkitteten Dreifachglieder mit starker Krümmung (lange Kreisbögen kleiner Radien) und der Qualitätssicherung homogener fehlerfreier Gläser, insbesondere großvolumiger Linsen, ergaben. Die Vergütung kostengünstig zu fertigender, schmaler und weniger stark gekrümmter Einzellinsen aus metalloxydhaltigen optischen Gläsern, von Rohglasherstellern[61] mit einer großen Auswahl unterschiedlichster Eigenschaften von hohem Brechungsindex und niedriger Dispersion angeboten, erlaubte seit den 1950er Jahren Neuentwicklungen mit 3 bis 4 einzeln stehenden Linsen und maximal einem Doppelglied. So vermittelt beispielsweise das Sonnar 2,8 / 40 Rollei-HFT der Rollei 35 S von 1974 oder das verbilligte 4-linsige Carl Zeiss Sonnar 2,8 / 85[43] für das Rollei-QBM-Bajonett[62] von 1970 im Linsenschema den Eindruck einer Rückbesinnung auf Ludwig Berteles frühe 1 : 2 f = 10 cm-Variante[19] des Ernostar-Typs von 1923.

Die vorstehend genannten Methoden zur Kostenreduzierung sowie die Notwendigkeit längerer Schnittweiten für die Verwendung an Spiegelreflexkameras (siehe auch: Retrofokus, vornehmlich bei Normalbrennweiten und Weitwinkelobjektiven) führten schließlich anfangs der 1960er Jahre zur Ablösung insbesondere des 50-mm-Sonnars zugunsten moderner unsymmetrischer Varianten des Gaußschen Doppelobjektivs.[21] Auch die Neuauflage des Carl Zeiss Jena Sonnar 1 : 1,5 f = 5 cm von 1932 in Form des seit Mitte 2000 von Cosina in Kleinserie produzierten Carl Zeiss 50 mm f/1.5 C Sonnar T* ZM[63] ähnelt durch die Auflösung des Dreifachglieds vor der Blende in diesem Detail den moderneren Varianten des Planar-Objektivs.[64]

Beständig weiterentwickelte Optik-Designs bzw. Konstruktions- und Fertigungsmethoden ermöglichen heutzutage durch die kombinierte Verwendung optimal vergüteter sphärischer bzw. asphärischer Linsen und sogenannter Floating elements komplex[65] gebaute lichtstarke Festbrennweiten mit konstant hoher optischer Leistung bis in den erweiterten Nahbereich (bei einem diesbezüglich vergrößerten Abbildungsmaßstab). Solchermaßen gewandelte Erscheinungsformen moderner Objektivkonstruktionen, die sich seit einigen Jahren zusätzlich an den Erfordernissen kürzerer Schnittweiten spiegelloser Digitalkameras ausrichten,[66] führte letztlich zu einem Verschwinden praktisch sämtlicher „klassischer“ Sonnar-Brennweiten auf dem Massenmarkt.

Unter dem Namen Vario-Sonnar hat Carl Zeiss Oberkochen bis etwa 2005 eine breite Palette von Zoomobjektiven[67] seines früheren japanischen Kooperationspartners Yashica (später Kyocera) vermarktet – bzw. unter dieser Bezeichnung aktuell mit den Firmen Cosina[68] und Sony[69] –, deren Gemeinsamkeiten mit Berteles Sonnaren indes nur noch im berühmten Namen bestehen.

Fußnoten und Randvermerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kursiv geschriebene Objektivbezeichnungen im Artikel orientieren sich an der historischen Schreibweise der jeweiligen Gravur
  2. a b unvergütetes Sonnar 1 : 2 f = 5 cm Carl Zeiss Jenadirectupload.net (Quelle);
    Photographic Objective US 1998704 A – depatisnet.dpma.de, Patente und Gebrauchsmuster, PDF*;
    Beispiel eines geänderten optischen Aufbaus (unbekanntes Datum) – directupload.net (Quelle)
  3. a b c Photographic Objective US 1975678 A – directupload.net (Quelle)*
  4. a b Ernostar 1 : 1,8 10,5 cm – directupload.net (Quelle: fotomutori.com);
    Photographic objective US 1708863 A – depatisnet.dpma.de, PDF*;
    History of photographic lens design
  5. a b Zeiss T-Vergütung: „T“ wie Tarn-Belag für kriegswichtige Optiken, später in Transparenz- oder T-Belag umgedeutet, auch: Blauvergütung aufgrund der bläulichen Lichtreflexe der einschichtigen Beläge; Hartvergütung aus Magnesiumfluorid für die Außenflächen der vorderen (und teilweise hinteren) Linsen, Kryolith für Linsenbeschichtungen innerhalb des Objektivs
  6. in: 20 Jahre Wiedervereinigung bei Carl Zeiss – www.zeiss.de, PDF
  7. Wortmarke Sonnar, Registernummer 675836 – register.dpma.de
  8. Jupiter 1,5/50 mm, 2/50 mm, 2/85 mm, 4/135 mm, in: Die M39/LTM-Objektive für die Zorki-Kameras – g-st.ch
  9. Zeiss Sonnar Fakes – klassik-cameras.de
  10. Zunow 1 : 1.1 f = 5 cm – cameraquest.com
  11. in: Early Pentax Takumar Lenses – klassik-cameras.de, im Abschnitt: Early standard lenses, Takumar 1 : 2 f = 58 mm
  12. a b Rangefinder Camera Collection – klassik-cameras.de
  13. Nettel Camerawerk – camerapedia.wikia.com
  14. Contessa-Nettel AG – camerapedia.wikia.com
  15. Contax I; Contax II/III – cameraquest.com
  16. Zeiss Ikon Contax, Carl Zeiss Jena Tessar 1 : 2,8 f = 5 cm – directupload.net, dito Contax I
  17. Elmar f = 5 cm 1 : 3,5 – www.l-camera-forum.com
  18. Anomale Dispersion: bei Wellenlängen blauen Lichts herabgesetzte Brechkraft;
    Brechungsindex und Dispersion optischer Linsen – laborpraxis.vogel.de
  19. a b c d Ernemann Ermanox 4,5 x 6 cm mit 1 : 2 f = 10 cm Ernostar-Objektiv – kameramuseum.de;
    Objektiv-Patent: Reichspatentamt Patentschrift Nr. 458 499 (22. Juli 1924) – depatisnet.dpma.de, PDF*
  20. in: Andre Beyermann, Der Aufbau der Zeiss Ikon AG, Zeiss Ikon AG Dresden: Aspekte der Entwicklung des 1926 gegründeten Industrieunternehmens / Technische Universität Dresden – portal.dnb.de/Deutsche Nationalbibliothek
  21. a b in: Frühe lichtstarke Objektive für 35mm und andere Kleinbildformate – klassik-cameras.de
  22. Zeiss Tipo Sonnar – marcocavina.com, Linsenschemata, Dokumentation der Entwicklung vom Ernostar zum Sonnar
  23. a b Zur Reflexminderung von Photoobjektiven – lenspire.zeiss.com, PDF;
    Technik und Anwendungen optischer Schichten – edmundoptics.de, PDF
  24. Ludwig Berteles diverse Weiterentwicklungen der 50-mm-Sonnare vor und nach dem Zweiten Weltkrieg (Beispiele):
    Lens system US 2186621 A,
    Photographic objective US 2188523 A,
    Objective comprising three lens members axially air separated from each other in optical alignment – US 2661660 A,
    High-aperture and high-transmission three component objective US 2600610 A,
    Optical Objective Comprising Six-Lenses Grouped Into Three Air Spaced Components US 2663221 A,
    Six-Lens Objective Consisting Of Three Members Air Spaced Apart US 2676516 A,
    Three-Component Photographic Objective Formed Of Six-Lens Elements US 2687064 A – depatisnet.dpma.de, PDF*
  25. a b Photographic objective US 2254511 A – depatisnet.dpma.de, PDF*
  26. Das Rennen um die lichtstärksten Objektive – klassik-cameras.de
  27. Geometrische Optik – wmi.badw.de, PDF
  28. a b Sonnar 1 : 4 f = 13,5 cm Carl Zeiss Jena: Linsen- bzw. Fassungs-Schnitt, dito – directupload.net
  29. a b Sonnar 1 : 2 f = 8,5 cm Carl Zeiss Jena (6 Linsen; Jena, 1932),
    Carl Zeiss Sonnar 1 : 1,5 50 mm (7 Linsen; Oberkochen, ca. 1950),
    Carl Zeiss Sonnar 1 : 2 85 mm (7 Linsen; Oberkochen, ca. 1951): Linsenschema-Vergleich – directupload.net;
    Carl Zeiss Jena Sonnar 1 : 2 f = 8.5 cm Short telephoto lens,
    Zeiss-Opton Sonnar 1 : 2.0 f = 8.5 cm short telephoto lens for Contax,
    Zeiss Ikon Sonnar 85 mm f/2.0 for Contarex short telephoto lens – mir.com
  30. a b MC Sonnar 3,5 / 135 Carl Zeiss Jena DDR: Linsen- bzw. Fassungs-Schnitt – directupload.net
  31. Sonnar 1 : 4 f = 13,5 cm Carl Zeiss Jena;
    Sonnar 4/13,5: 1. Rechnung 10/31, 2. Re. 1/37, Fertigung ab 3/32, in: Hartmut Thiele, „Fabrikationsbuch Photooptik II Carl Zeiss Jena“ – Privatdruck München 2015, 7. Auflage
  32. Objektivklassen – Qualitäten: Fluorit-Objektive – univie.ac.at
  33. Optische Linsen – Bildkonstruktion und Berechnungen – scandig.info
  34. Frühere Objektivlinsen konnten ausschließlich durch eine Kombination von Rotations- und Taumelschleifen hergestellt werden, das Ergebnis ist immer die sphärische Krümmung eines Kugelsegments; eine Übersicht von Formen und Eigenschaften der im Haupttext genannten Linsen:
    • bikonvexe (doppelt-konvexe) Sammellinse: positiver Brechwert, fokussierende, sammelnde Eigenschaften, nach außen gewölbte Linsenradien auf beiden Seiten, ausgeprägte sphärische Aberration;
    • bikonkave (doppelt-konkave) Zerstreuungslinse: negativer Brechwert, divergierende, streuende Eigenschaften, nach innen gewölbte Linsenradien auf beiden Seiten, zur sphärischen Korrektur und Brennweitenvekürzung von Sammellinsen;
    • die Ausführungen bikonvexer und bikonkaver Linsen können sowohl symmetrisch (beide Radien identisch) als auch asymmetrisch (unterschiedliche Radien) sein;
    • hat eine der beiden Flächen den Radius 0, ergeben sich plankonvexe Sammellinsen bzw. plankonkave Zerstreuungslinsen, deren Herstellung durch Planschleifen weniger Kosten verursacht;
    • konvex-konkave Meniskus-Linse: a) negativer Brechwert, divergierende, streuende Eigenschaften, der konvexe Radius ist größer als der konkave Radius, b) positiver Brechwert, fokussierende, sammelnde Eigenschaften, der konkave Radius ist größer als der konvexe Radius („Halbmond“), spezifische Eigenschaften sind minimale sphärische- und Komafehler, speziell: Bestform-Linse, in: Optik – Technische Tipps – lasercomponents.com, PDF, Berechnungsdiagramm – optowiki.info
  35. Linsenfehler: Koma – univie.ac.at
  36. Linsenfehler: chromatische Aberration – univie.ac.at
  37. Linsenfehler: Bildfeldwölbung – univie.ac.at
  38. Methoden zur Verkürzung der Baulänge (Verschiebung der bildseitigen Hauptebene des Objektivs nach vorne) wurden in Teleobjektiven späterer Bauweisen zumeist in der rückwärtigen Gruppe angewendet
  39. a b c Ludwig Berteles modernisierte Objektiv-Varianten:
    A. Schacht – 35-, 135 (Ernostar/Sonnar)- und 85-mm (Sonnar)-Objektive (Quelle),
    A. Schacht Ulm R Travenar 1 : 3.5 / 135 – whitemetal.com
  40. im Abschnitt: Die Bertele Ära in Heerbrugg – sps.ch, Schweizerische Physikalische Gesellschaft, Artikel, September 2011
  41. Objektive von A. Schacht … – photobutmore.de
  42. Carl Zeiss Sonnar T* 2,8 / 135 mm – zeiss.de, PDF
  43. a b Sonnar 1 : 2,8 / 85 mm (4-Linser) – klassik-cameras.de bzw. Sonnar T* 2,8 / 85 (5-Linser) – zeiss.de, PDF
  44. Westdeutsche Kleinbildcameras – wie sie gegen die Japaner verloren – klassik-cameras.de;
    Der verlorene Krieg – mansfeldt.net
  45. a b Sonnar „Olympia“ 180 mm f / 2.8 – o_tripeiro.blogs.sapo.pt;
    Contax Carl Zeiss Jena 1 : 2.8 f = 18 cm Olympia Sonnar – mir.com;
    Legendary Zeiss 180 / 2.8 Olympia Sonnar – cameraquest.com;
    Sonnar 18cm f:2.8, first direct mount, then in Flektoskop mount – camera-wiki.org – die lange Brennweite konnte zuerst direkt an der Contax benutzt werden, zur Verbesserung der Fokussiergenauigkeit später über die Flektoskop-Spiegelkasten-Erweiterung
  46. a b Kopie einer (einigermaßen erhalten gebliebenen) Konstruktionsnotiz L. Berteles über das Sonnar 1 : 4 f = 30 cm (21. April 1937) – directupload.net (Quelle)
  47. a b Sonnar 2,8 / 180 Carl Zeiss Jena DDR und Sonnar bzw. MC Sonnar 4 / 300, in: Zeiss-Objektive mit Praktisix-Anschluss – pentaconsix.com, PDF
  48. Three-Component Objective – depatisnet.dpma.de
  49. Carl Zeiss Sonnar 1 : 2,8  f = 180 mm – directupload.net (Quelle)
  50. Bild eines Carl Zeiss Sonnar 1 : 4 f = 30 cm T, T-Vergütung ab 1949, verfügbar für die Kleinbildkamera Praktina (Das Praktina-System – dresdner-kameras.de) sowie die Spiegelkasten-Flektometer (Sonnar 300mm f:4, first in Flektoskop mount, then Flektometer mount – camera-wiki.org) – die lange Brennweite war nur mit der Spiegelkasten-Erweiterung an der (Messsucher-)Contax fokussierbar
  51. a b Mittelformat-Objektive für Hasselblad 6×6-Kameras: Sonnar T* 1 : 5,6 f = 250 mm (Linsenschnitt) – directupload.net (Quelle);
    Sonnar T* f/4 150 mm, Sonnar T* f/4 180 mm, Sonnar T* f/5,6 250 mm – hasselbladhistorical.eu, PDF;
    Zeiss Sonnar 150 mm f/4, Zeiss Sonnar 250 mm f/5,6 – kenrockwell.com
  52. Carl Zeiss Sonnar 1 : 4,8 f = 180 mm Linhof Technika – directupload.net (Quelle: flickr), dito – directupload.net, Netzfund
  53. Sonnar-Objektive für Rollei- und Sinar-Mittelformatkameras – zeiss.de
  54. Sonnar 2,8 / 180 Carl Zeiss Jena DDR („Zebra“-Fassung), Linsen- bzw. Fassungs-Schnitt – directupload.net;
    Carl Zeiss Jena DDR Sonnar 2.8 / 180 – lensbeam.com
  55. Objektivtests mit einer Spezialkamera – zeissikonveb.de; der (nicht verifizierte) Vergleich belegt eine vergleichsweise hohe Abbildungsleistung des Sonnar 4 / 300 Carl Zeiss Jena DDR („Zebra“-Fassung)
  56. Sonnar 300 mm f / 4 MC – o_tripeiro.blogs.sapo.pt;
    Objektive für die Pentacon Six – dresdner-kameras.de;
    das Sonnar 4 / 300 MC Carl Zeiss Jena war für den M42-Objektivanschluss und die Kleinbildkamera Kine Exakta per Adapter mit Springblendenfunktion anschließbar
  57. a b Carl Zeiss Jena wideangle lens Biogon 1 : 2.8 f = 35 mm, dito – mir.com;
    Fassungs- und Linsenschnitt – directupload.net, Netzfund
  58. Muster Sonnar 1 : 2,8 f = 3,5 cm – directupload.net (Quelle)
  59. Patenteinreichung vom 6. Januar 1936 (Ludwig Bertele, Zeiss Ikon AG) für ein 7-linsiges Weitwinkelobjektiv: Photographic lens system US 2084309 A – directupload.net (Quelle)*;
    aufgrund verschollener Konstruktionspläne gibt es in der Literatur unterschiedliche, teils widersprüchliche Angaben über den in der Serienproduktion umgesetzten optischen Aufbau des 3,5-cm-Biogon (vergl. Biogon 1 : 2,8 f = 3,5 cm, Abbildung aus dem Zeiss Ikon Hauptkatalog 1938 (Quelle); Cavina; Gubas; Merté, Richter, v. Rohr: Handbuch der wissenschaftlichen und angewandten Photographie; Zeiss Ikon Dresden: Contaxphotographie – Zeiss Ikon Kleinbildkameras, Broschüren C 740 b/c, Ende 1930er Jahre)
  60. Zentrierung: Minimierung von Verkippung sowie radialer und axialer Mittelachsenverschiebung einzelner Linsen in optischen Systemen; Dezentrierung – spektrum.de
  61. Optisches Glas, PDF, Optical Glass – schott.com;
    Optisches Glas – edmundoptics.de
  62. Rollei QBM Mount Objektivprogramm – klassik-cameras.de
  63. Zeiss 50 mm f / 1.5 Sonnar T* ZM – kenrockwell.com
  64. Ist es ein echtes Sonnar? – klassik-cameras.de
  65. Beispiele moderner „Sonnar“-Festbrennweiten:
    Carl Zeiss Apo Sonnar 2 / 135 mm ZE T* – directupload.net (Quelle), Technische Spezifikationen – zeiss.com, PDF,
    Zeiss/Sony Sonnar T* 135 mm F1,8 ZA – directupload.net (Quelle),
    Zeiss/Sony Sonnar T* FE 55 mm F1,8 ZA – directupload.net (Quelle), dito – kenrockwell.com
  66. kürzere Schnittweiten erfordern insbesondere in Kombination mit Digitalkamera-Bildsensoren eine Objektiv-Bauweise mit möglichst geringem natürlichen Randlichtabfall
  67. Vario-Sonnar f/4 80 - 200 mm, f/3.5 70 - 210 mm, f/3.5 40 - 80 mm, f/3.5 - 4.5 24 - 85 mm, f/3.3 - 4.0 28 - 85 mm, f/4.5 45 - 90 mm, f/3.5 - 4.5 28 - 70 mm, f/3.5 - 5.6 35 - 70 mm, f/2.8 17 - 35 mm, f/3.3 - 4.5 35 - 135 mm – zeiss.de, zeiss.com, PDF
  68. Carl Zeiss Qualität made by Cosina – zeiss.com, Mai 2007, PDF
  69. Sony und Zeiss … – blogs.zeiss.com

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Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]