Sonnefeld

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Sonnefeld in Bayern; zu anderen Bedeutungen siehe Sonnefeld (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sonnefeld
Sonnefeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sonnefeld hervorgehoben
Koordinaten: 50° 13′ N, 11° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Coburg
Höhe: 316 m ü. NHN
Fläche: 34,69 km²
Einwohner: 4883 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96242
Vorwahlen: 09562, 09266 (Gestungshausen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: CO, NEC
Gemeindeschlüssel: 09 4 73 166
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schafberg 2
96242 Sonnefeld
Webpräsenz: www.sonnefeld.de
Bürgermeister: Michael Keilich (CSU)
Lage der Gemeinde Sonnefeld im Landkreis Coburg
Callenberger Forst-West Gellnhausen Landkreis Haßberge Coburg Landkreis Kronach Landkreis Lichtenfels Weitramsdorf Weidhausen bei Coburg Untersiemau Sonnefeld Rödental Bad Rodach Niederfüllbach Neustadt bei Coburg Meeder Lautertal (Oberfranken) Itzgrund Grub am Forst Großheirath Ebersdorf bei Coburg Dörfles-Esbach Ahorn (Landkreis Coburg) Seßlach Landkreis Bamberg ThüringenKarte
Über dieses Bild
Rathaus Sonnefeld
Klosterkirche Sonnefeld
Schlosskirche in Hassenberg

Sonnefeld ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Coburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonnefeld liegt am Südrand des Thüringer Waldes an der B 303 auf halber Strecke zwischen Coburg und Kronach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Sonnefeld gliedert sich in elf Ortsteile

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die urkundliche Ersterwähnung Sonnefelds erfolgte 1252 als „Hofstädten“. Im Jahr 1260 wurde das Zisterzienserkloster „campus solis“ durch Heinrich II. von Sonneberg gegründet und in der Nähe des Dorfes Ebersdorf errichtet.[2] Es wurde 25 Jahre später durch einen Brand zerstört und in der Nähe des Ortes Hofstädten wieder aufgebaut. 1299 kamen die bisher bambergischen Dörfer Weidhausen und Trübenbach durch Tausch zum Kloster Sonnefeld. Im Jahre 1526 wurde das Kloster infolge der Reformation aufgelöst. Das Amt Sonnefeld kam 1705 zu Sachsen-Hildburghausen. 1769 wurde die Klosterkirche umgebaut. 1826 gelangte das Amt Sonnefeld wieder zum Herzogtum Sachsen-Coburg. Am 1. Mai 1851 gründete Kantor Karl Herold das Kinderfest. Am 23. Juni 1889 erhielten der Klosterbezirk Sonnefeld und der benachbarte Marktflecken Hofstädten den gemeinsamen Ortsnamen Sonnefeld.[3] Im gleichen Jahr wurde das Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz enthüllt und 1901 die erste Eisenbahnlinie eröffnet. Am 1. Juli 1920 erfolgte der Anschluss Coburgs an Bayern. Während vor dem Zweiten Weltkrieg 1400 Einwohner gezählt wurden, waren es im Jahre 1966 2782, die in 980 Haushaltungen und 556 Häusern lebten.

Im Jahre 1925 bezog die religiöse Siedlungskommune „Neu-Sonnefeld“ (Quäker) ein Haus mit einem Gartenbaubetrieb, einem Kinderheim und einem Verlag. Die Kommunarden lebten in Gütergemeinschaft und ohne Privatbesitz. Gründer war Hans Klassen, der aber 1928 das Haus verließ, womit sich viele Züge auflösten. Das Kinderheim wurde 1934 im NS-Staat verboten, die Siedlung bestand weiter und wurde 1945 reprivatisiert.[4]


Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige
Gemeinde
Einwohner
(1970)
Datum Anmerkung
Bieberbach 144 1. Juli 1969[5]
Gestungshausen 795 1. Januar 1972[5]
Hassenberg 798 1. Januar 1972[5]
Neuses am Brand 168 1. Juli 1971[5]
Oberwasungen 78 1. Juli 1970[5]
Weickenbach 34 1967[5] Eingemeindung nach Gestungshausen
Weischau 80 1966[5]
Wörlsdorf 293 1. Januar 1975[6]
Zedersdorf 141 1. Januar 1971[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl 2014 führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat (Vergleich zu 2008): Der Gemeinderat hat 20 Mitglieder.

  • CSU 8 Sitze (±0)
  • SPD 7 Sitze (±0)
  • Gemeinschaft Unabhängiger Bürger (GUB) 5 Sitze (±0)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Silber; oben eine silberne Kirche in Seitenansicht mit roten Dächern, unten ein bewurzelter grüner Baum“.


Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliger Bahnhof Sonnefeld

Der Bahnhof Sonnefeld lag an der Bahnstrecke Ebersdorf b.Coburg–Neustadt b.Coburg, die inzwischen stillgelegt ist.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Sonnefeld wird Itzgründisch gesprochen, ein mainfränkischer Dialekt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. www.sonnefeld.de
  3. Regierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg, 29. Juni 1889
  4. Quäkernachrichten
  5. a b c d e f g h  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 441 und 442.
  6.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 679.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sonnefeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien