Sonnefeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Sonnefeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sonnefeld hervorgehoben

Koordinaten: 50° 13′ N, 11° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Coburg
Höhe: 316 m ü. NHN
Fläche: 34,69 km2
Einwohner: 4576 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 132 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96242
Vorwahlen: 09562, 09266Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: CO, NEC
Gemeindeschlüssel: 09 4 73 166
Gemeindegliederung: 11 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schafberg 2
96242 Sonnefeld
Website: sonnefeld.de
Erster Bürgermeister: Michael Keilich (CSU)
Lage der Gemeinde Sonnefeld im Landkreis Coburg
Callenberger Forst-WestGellnhausenLandkreis HaßbergeCoburgLandkreis KronachLandkreis LichtenfelsWeitramsdorfWeidhausen bei CoburgUntersiemauSonnefeldRödentalBad RodachNiederfüllbachNeustadt bei CoburgMeederLautertal (Oberfranken)ItzgrundGrub am ForstGroßheirathEbersdorf bei CoburgDörfles-EsbachAhorn (Landkreis Coburg)SeßlachLandkreis BambergThüringenKarte
Über dieses Bild
Sonnefeld von Nordosten
Das Sonnefelder Rathaus
Die Klosterkirche
Schlosskirche in Hassenberg

Sonnefeld ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Coburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonnefeld liegt am Südrand des Thüringer Waldes an der B 303 auf halber Strecke zwischen Coburg und Kronach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt elf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Wechsel nach Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die urkundliche Ersterwähnung Sonnefelds erfolgte 1252 als „Hofstädten“. Im Jahr 1260 wurde das Zisterzienserkloster „campus solis“ durch Heinrich II. von Sonneberg gegründet und in der Nähe des Dorfes Ebersdorf errichtet.[4] Es wurde 25 Jahre später durch einen Brand zerstört und in der Nähe des Ortes Hofstädten wieder aufgebaut. 1299 kamen die bisher bambergischen Dörfer Weidhausen und Trübenbach durch Tausch zum Kloster Sonnefeld. Im Jahre 1526 wurde das Kloster infolge der Reformation aufgelöst. Das Amt Sonnefeld kam 1705 zu Sachsen-Hildburghausen. 1769 wurde die Klosterkirche umgebaut. 1826 gelangte das Amt Sonnefeld wieder zum Herzogtum Sachsen-Coburg. Am 1. Mai 1851 gründete Kantor Karl Herold das Kinderfest. Am 23. Juni 1889 erhielten der Klosterbezirk Sonnefeld und der benachbarte Marktflecken Hofstädten den gemeinsamen Ortsnamen Sonnefeld.[5] Im gleichen Jahr wurde das Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz enthüllt und 1901 die erste Eisenbahnlinie eröffnet. Am 1. Juli 1920 erfolgte der Anschluss Coburgs an Bayern.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während vor dem Zweiten Weltkrieg 1400 Einwohner gezählt wurden, waren es im Jahre 1966 2782, die in 980 Haushalten und 556 Häusern lebten. 2019 hatte der Kernort 2722 Einwohner.[6] Die Gemeinde hatte zum Stichtag 31. Dezember 2021 4576 Einwohner.[1]

Neu-Sonnefeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1925 bezog die religiöse Siedlungskommune „Neu-Sonnefeld“ (Quäker) ein Haus mit einem Gartenbaubetrieb, einem Kinderheim und einem Verlag. Die Kommunarden lebten in Gütergemeinschaft und ohne Privatbesitz. Gründer war Hans Klassen, der aber 1928 das Haus verließ, womit sich viele Züge auflösten. Das Kinderheim wurde 1934 im NS-Staat verboten, die Siedlung bestand weiter und wurde 1945 reprivatisiert.[7]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige
Gemeinde
Einwohner
(1970)
Datum Anmerkung
Bieberbach 144 01.07.1969[8]
Gestungshausen 795 01.01.1972[8]
Hassenberg 798 01.01.1972[8]
Neuses am Brand 168 01.07.1971[8]
Oberwasungen 078 01.07.1970[8]
Weickenbach 034 01.07.1967[9] Eingemeindung nach Gestungshausen
Weischau 080 15.01.1966[10]
Wörlsdorf 293 01.01.1975[11]
Zedersdorf 141 01.01.1971[8]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 4865 auf 4696 um 169 bzw. um 3,5 %. Ein Höchststand wurde am 31. Dezember 1995 mit 5459 Einwohnern erreicht.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat seit den Kommunalwahlen 2020 16 Mitglieder, vier weniger als zuvor.

Die Kommunalwahl 2020 führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat (Vergleich zur Wahl 2014):

  • CSU 5 Sitze (−3)
  • SPD 5 Sitze (−2)
  • Gemeinschaft Unabhängiger Bürger (GUB) 4 Sitze (−2)
  • Junge Union 2 Sitze (+2)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 2014 Michael Keilich, der 2020 einziger Kandidat war und bestätigt wurde. Sein Vorgänger war Rainer Marr, der 2002 erstmals gewählt wurde.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Sonnefeld COA.svg
Blasonierung:Geteilt von Blau und Silber; oben eine silberne Kirche in Seitenansicht mit roten Dächern, unten ein bewurzelter grüner Baum.“[12]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliger Bahnhof Sonnefeld

Der Bahnhof Sonnefeld lag an der Bahnstrecke Ebersdorf b.Coburg–Neustadt b.Coburg, die inzwischen stillgelegt ist.

Sonnefeld ist mit den Regionalbussen der Omnibusverkehr Franken GmbH (OVF) erreichbar. Neben den Rufbussen nach Neustadt b. Coburg verkehrt hier die Linie 400 von Kronach über Weidhausen, Sonnefeld, Ebersdorf und Grub a. Forst nach Coburg.

Montag bis Freitag und Samstag bis ca. 14.00 herrscht etwa jede Stunde pro Richtung eine Verbindung. Samstag abend und Sonntags/Feiertags wird pro Richtung alle 120 Minuten gefahren.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Sonnefeld wird Itzgründisch gesprochen, ein mainfränkischer Dialekt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sonnefeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Sonnefeld – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-003r Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtag (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Sonnefeld in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. Juni 2021.
  3. Gemeinde Sonnefeld, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 3. Dezember 2021.
  4. Geschichtliches, auf sonnefeld.de, abgerufen am 27. September 2022
  5. Regierungs-Blatt für das Herzogtum Coburg, 29. Juni 1889
  6. Zahlen und Daten, auf sonnefeld.de, abgerufen am 27. September 2022
  7. Hans Klassen: Ein Lebensschicksal des 20. Jahrhunderts (Teil 2), auf quaekernachrichten.blogspot.com
  8. a b c d e f Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 441 f.
  9. Wichtige Jahreszahlen aus der Gestungshäuser Geschichte, auf gestungshausen.de
  10. Unsere Gemeindeteile, auf sonnefeld.de
  11. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 679.
  12. Eintrag zum Wappen von Sonnefeld in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte