Sonnenwend-Flockenblume

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Sonnenwend-Flockenblume
Yellow star thistle.jpg

Sonnenwend-Flockenblume (Centaurea solstitialis)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Gattung: Flockenblumen (Centaurea)
Art: Sonnenwend-Flockenblume
Wissenschaftlicher Name
Centaurea solstitialis
L.

Die Sonnenwend-Flockenblume (Centaurea solstitialis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Flockenblumen (Centaurea).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sonnenwend-Flockenblume ist eine sommerannuelle oder einjährig-überwinternde Halbrosettenpflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 80 Zentimeter erreicht. Die Art bildet eine Pfahlwurzel aus. Die Blätter sind herablaufend und graufilzig. Der Pappus ist 3 bis 5 Millimeter lang. Er fehlt an den randlichen Früchten. Die Hüllblätter laufen in einen derben Dorn aus. Die Krone ist gelb.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die Blüten werden von Insekten bestäubt. Die Samen werden durch Klebausbreitung, als Steppenroller durch Windausbreitung und durch den Menschen verbreitet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sonnenwend-Flockenblume wächst an mäßig trockenen Ruderalstellen wie Schutt, Wegrändern und Umschlagplätzen, auf Klee- und Luzerneäckern und an Ackerrändern. Die Art ist basenhold, d. h., sie bevorzugt basische Böden. Sie kommt vor allem im Onopordetum vor, aber auch in Gesellschaften des Verbands Sisymbrion.[1] In Deutschland kommt die Art seit 1830 als unbeständiger Neophyt vor.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man kann die folgenden Unterarten unterscheiden[2]:

  • Centaurea solstitialis subsp. adamii (Willd.) Nyman: Sie kommt in Italien, Sizilien, Serbien, Makedonien, in der Slowakei, Moldawien, Ukraine und in Georgien vor.[2]
  • Centaurea solstitialis subsp. carneola (Boiss.) Wagenitz (Syn.: Centaurea carneola Boiss.): Sie kommt in der Türkei vor.[2]
  • Centaurea solstitialis subsp. erythracantha (Halácsy) Dostál: Sie kommt in Griechenland vor.[2]
  • Centaurea solstitialis subsp. pyracantha (Boiss.) Wagenitz (Syn.: Centaurea pyracantha Boiss.): Sie kommt in der Türkei vor.[2]
  • Centaurea solstitialis subsp. schouwii (DC.) Gugler: Sie kommt in Marokko, Algerien, Tunesien, Italien, Sizilien und Sardinien vor.[2]
  • Centaurea solstitialis subsp. solstitialis

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eckehart J. Jäger, Klaus Werner (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 4: Gefäßpflanzen: Kritischer Band. Spektrum Akademischer Verlag, München 2005, ISBN 3-8274-1496-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 974.
  2. a b c d e f Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (ed.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Centaurea solstitialis In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sonnenwend-Flockenblume – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien