Sonntag (Vorarlberg)

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Sonntag
Wappen von Sonntag
Sonntag (Vorarlberg) (Österreich)
Sonntag (Vorarlberg)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bludenz
Kfz-Kennzeichen: BZ
Hauptort: Boden-Flecken
Fläche: 81,59 km²
Koordinaten: 47° 14′ N, 9° 54′ OKoordinaten: 47° 14′ 21″ N, 9° 54′ 5″ O
Höhe: 888 m ü. A.
Einwohner: 692 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 8,5 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6731
Vorwahl: 05554
Gemeindekennziffer: 8 01 24
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Boden 57
6731 Sonntag
Website: www.sonntag.info
Politik
Bürgermeister: Franz-Ferdinand Türtscher
Gemeindevertretung: (2015)
(12 Mitglieder)
12 Liste Sonntag
Lage der Gemeinde Sonntag im Bezirk Bludenz
Bartholomäberg Blons Bludenz Bludesch Brand Bürs Bürserberg Dalaas Fontanella Gaschurn Innerbraz Klösterle Lech Lorüns Ludesch Nenzing Nüziders Raggal Sankt Anton im Montafon Sankt Gallenkirch Sankt Gerold Schruns Silbertal Sonntag Stallehr Thüringen Thüringerberg Tschagguns Vandans VorarlbergLage der Gemeinde Sonntag (Vorarlberg) im Bezirk Bludenz (anklickbare Karte)
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Sonntag
Sonntag
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sonntag ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bludenz mit 692 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016). Der Ort gehört zum Großen Walsertal.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonntag liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bludenz auf 888 Metern Höhe. 27,4 % der Fläche sind bewaldet, 43,% der Fläche Alpen. Zu Sonntag gehört die Ortschaft Buchboden. Die Gemeinde liegt im Biosphärenreservat Großes Walsertal.

Ortsteile der Gemeinde sind:

  • Sonntag
  • Boden-Flecken
  • Seeberg
  • Buchholz
  • Oberbuchholz
  • Garsella
  • Litze
  • Bad Rothenbrunnen
  • Buchboden
  • Stein

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Sonntag geht auf Lateinisch dominicus (gehörend, Herrschaft) zurück und zeugt entweder von den unterschiedlichen Besitzverhältnissen zwischen den freien Walsern (Vallenses vallis oder colonis) und den einheimischen Romanen (incolae) oder stand für dies dominicus (Tag des Herrn) und wurde von denen im 14. Jahrhundert eingetroffenen Walsern wortwörtlich übersetzt.[1]

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Spätestens 1457 wurde in Sonntag eine Pfarrei eingerichtet. In Buchboden gab es ab 1710 eine selbständige Pfarrei. Ab 1805 gehörte der Ort zu Bayern. 1806 wurde er selbständige Gemeinde. 1814 kam er dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Sonntag seit dessen Gründung 1861. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Aufgrund seiner Hanglage ist der Ort immer wieder von Lawinenabgängen bedroht. Schwere Schäden gab es in den Jahren 1526, 1689, 1731, 1806 und 1954.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Im Jahr betrug der Ausländeranteil 2,8 Prozent.

Gemeindewappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindewappen entstand im Jahre 1967 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold.
Der auf dem Schild dargestellte aufgerichtete Steinbock erinnert an die Besiedlung durch die Walser (Zeichen der freien Walser von 1408).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindevertretung besteht aus 12 Mitgliedern. Bei der Gemeindevertretungswahl 2015 trat mit der „Liste Sonntag“ eine Einheits-Liste an, die in der Folge alle 12 Mandatare der Gemeindevertretung stellte. Bürgermeister ist Franz-Ferdinand Türtscher aus Buchboden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sonntag (Vorarlberg)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ort gab es im Jahr 2003 14 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 66 Beschäftigten und 5 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 272. Tourismus und Fremdenverkehr sind wirtschaftlich wichtig. Im Tourismusjahr 2001/2002 gab es insgesamt 19.037 Übernachtungen.

In Sonntag besteht im Schuljahr 2009/2010 eine zweiklassige Volksschule für die Schulstufen 1–4 mit insgesamt 26 Schülerinnen und Schülern. Außerdem gibt es einen Kindergarten, in dem 15 Kinder betreut werden.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sonntag (Vorarlberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johann Schwimmer: Der Einzug der "Walser"-Kolonien in Vorarlberg und ihre Herkunft : eine siedlungsgeschichtliche Studie. In: Bündner Monatsblatt : Zeitschrift für Bündner Geschichte, Landeskunde und Baukultur. Nr. 8–9 1958, ISSN 0378-6870, S. 268–269, doi:10.5169/seals-397832.