Sonntagberg

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Marktgemeinde
Sonntagberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sonntagberg
Sonntagberg (Österreich)
Sonntagberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Hauptort: Rosenau am Sonntagberg
Fläche: 18,3 km²
Koordinaten: 48° 0′ N, 14° 46′ OKoordinaten: 47° 59′ 46″ N, 14° 45′ 44″ O
Höhe: 712 m ü. A.
Einwohner: 3.853 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 211 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3331, 3332, 3333, 3340
Vorwahl: 07448
Gemeindekennziffer: 3 05 33
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Waidhofnerstraße 20
3332 Rosenau am Sonntagberg
Website: www.sonntagberg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Thomas Raidl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(23 Mitglieder)
14
8
1
14 
Insgesamt 23 Sitze
Lage von Sonntagberg im Bezirk Amstetten
AmstettenArdaggerAschbach-MarktBehambergBiberbachEnnsdorfErnsthofenErtlEuratsfeldFerschnitzHaagHaidershofenHollenstein an der YbbsKematen an der YbbsNeuhofen an der YbbsNeustadtl an der DonauOed-OehlingOpponitzSeitenstettenSonntagbergSt. Georgen am ReithSt. Georgen am YbbsfeldeSt. Pantaleon-ErlaSt. Peter in der AuSt. ValentinStrengbergViehdorfWallsee-SindelburgWeistrachWinklarnWolfsbachYbbsitzZeillernAllhartsbergNiederösterreichLage der Gemeinde Sonntagberg im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Kirchenweiler Sonntagberg mit der weithin sichtbaren Basilika
Kirchenweiler Sonntagberg mit der weithin sichtbaren Basilika
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sonntagberg ist eine Marktgemeinde mit 3853 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich und ein bedeutender katholischer Wallfahrtsort. Der Hauptort der Gemeinde ist jedoch nicht der Ort Sonntagberg, sondern Rosenau am Sonntagberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonntagberg liegt im Mostviertel in Niederösterreich. 29,11 Prozent der Fläche der Marktgemeinde sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Baichberg (77) samt Aichöd und Windberg
  • Böhlerwerk (1030)
  • Bruckbach (356) samt Am Stocket und Kronstein
  • Gleiß (180)
  • Hilm (332)
  • Rosenau am Sonntagberg (1195) samt Wedl-Siedlung
  • Rotte Wühr (193) samt Luegerbichl und Wühr
  • Sonntagberg (490) samt Doppel und Nöchling

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Böhlerwerk und Sonntagberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Für kurze Zeit (1923/24) beheimatete Sonntagberg die zwei Jahre vorher in Dresden-Hellerau von Alexander Neill gegründete Summerhill-Schule.

1872 kauften die Gebrüder Böhler die Bruckbachermühle von der Österreichischen Waffenfabriksgesellschaft. Die selbständige Gemeinde Böhlerwerk (so benannt/entstanden zwischen 1872 und 1890) wurde 1942 mit der Gemeinde Sonntagberg zur Großgemeinde Sonntagberg zusammengelegt.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 4.278 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 4.288 Einwohner, 1981 4.419 und im Jahr 1971 4.696 Einwohner.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Der Gemeinderat hat 23 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat mit 25 Mitgliedern folgende Verteilung: 18 SPÖ, 5 ÖVP, und 1 FFS (Freies Forum Sonntagberg), und 1 Sonstige.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat mit 25 Mitgliedern folgende Verteilung: 15 SPÖ, 7 ÖVP, und 2 FFS (Freies Forum Sonntagberg), und 1 KPÖ.[3]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat mit 25 Mitgliedern folgende Verteilung: 16 SPÖ, 8 ÖVP, und 1 FFS.[4]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat mit 25 Mitgliedern folgende Verteilung: 16 SPÖ, und 9 ÖVP.[5]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat mit 25 Mitgliedern folgende Verteilung: 12 SPÖ, 11 ÖVP, und 2 HUBER.[6]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat mit 23 Mitgliedern folgende Verteilung: 14 ÖVP, 8 SPÖ, und 1 HUBER.[7]
Bürgermeister
  • 1945–1951 Leopold Weber (SPÖ)
  • bis 2006 Helmut Wahl (SPÖ)
  • 2007–2010 Johann Eblinger (SPÖ)
  • seit 2010 Thomas Raidl (ÖVP)

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2001 gab es 115 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten und 84 land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999. Nach der Volkszählung 2001 betrug die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort 1749. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 41,65 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2003 gab es 28 Arbeitslose im Ort.

Die größten Arbeitgeber in Sonntagberg sind die voestalpine precision strip (Hersteller von Präzisionsbandstahl für die Werkzeugindustrie), Böhler Profil, TKM Austria (Messer und Sägen) und die Mondi Release Liner (Kunststofffolien).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sonntagberg
  • Burgruine Gleiß
  • Die Basilika Sonntagberg mit besonderer Bedeutung für die Umgebung ist die auf dem 704 Meter hohen Sonntagberg gelegene weithin sichtbare barocke Wallfahrtskirche. Abt Benedikt I von Seitenstetten ließ im Jahre 1440 neben dem sogenannten Zeichenstein, den die christliche Legende mit wundertätigen Kräften in Verbindung bringt, eine Kapelle, die dem Erlöser (Salvator) geweiht war, im gotischen Stile erbauen. Einige Jahre später − um 1448 − erfolgte der Anbau einer Dreifaltigkeitskapelle. 1490 entstand hier eine spätgotische Kirche. In den Jahren 1706–1732 wurde von Jakob Prandtauer und Joseph Munggenast das heutige Gotteshaus erbaut. Hochaltar (1755) und Kanzel (1757) stammen von Melchior Hefele, die Altarplastiken (1752–1756) von Jakob Schletterer und die Deckenfresken von Daniel Gran (1738–1743). Die 1774–1776 von Franz Xaver Christoph († 1793) gebaute Orgel ist eine der bedeutendsten spätbarocken Orgeln Österreichs. Die Kirche ist der heiligsten Dreifaltigkeit geweiht, ebenso die an die Errettung vor den Türken erinnernde Türkenbrunnenkapelle. Das hier verehrte Gnadenbild aus dem Jahr 1614, der sogenannte Sonntagberger Gnadenstuhl, geht auf mittelalterliche Vorbilder zurück. Eine sehr bekannte Darstellung dieser Art stammt von Albrecht Dürer. Ab dem 17. Jahrhundert war der Sonntagberg eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Österreichs, was dazu führte, dass die Darstellung des Gnadenstuhles weit verbreitet wurde und vor allem in Niederösterreich zu den häufigsten und bekanntesten Dreifaltigkeitsdarstellungen gehört. Eine Spezialität dieser Wallfahrt sind die Sonntagberger Fraisensteine (ovale Tafeln aus gebranntem Ton, versehen mit einer reliefartigen Darstellung des Gnadenstuhles), die vor allem im 18. und 19. Jahrhundert ausgegeben wurden und als heilkräftig galten. Im Jahre 1964 wurde der Kirche von Papst Paul VI. der Titel einer päpstlichen Basilica minor verliehen.
  • Schatzkammer Sonntagberg
  • Katholische Pfarrkirche Böhlerwerk Hl. Familie
  • Katholische Klosterkirche Gleiß Heiligstes Herz Jesu der Schwestern vom Göttlichen Erlöser
  • Freibad Böhlerwerk
  • Militärmuseum Sonntagberg: Diese private Ausstellung bietet auf 1500 m² einen Überblick über die Zeitgeschichte 1914 – 1945 – 2014.[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bahn: Rosenau, Sonntagberg und Böhlerwerk haben Haltepunkte an der Rudolfsbahn.
  • Straße: Die Bundesstraße B121 führt durch die Gemeinde.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders erwähnenswert ist, dass diese kleine Marktgemeinde bis 2014 gleich 2 Vereine hatte, die aktiv Fußball spielen. Auf der einen Seite der KSV Böhlerwerk, ehemaliger Traditionsverein und auf der anderen Seite ATUS Rosenau, noch nie über die Schutzliga hinausgekommen.

Seit der Gründung des FC Sonntagberg im Jahr 2014 gibt es nur mehr einen Fußballverein in der Gemeinde, was anfangs nicht in der gesamten Gemeinde auf Zustimmung stieß. Der FC Sonntagberg kam bisher über den 4. Platz in der 2. Klasse Ybbstal nicht hinaus.

Die anderen Sektionen der beiden Vereine KSV Böhlerwerk und ATUS Rosenau sind weiterhin aktiv.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leopold Weber (1899–1951), Schlosser und Bürgermeister von 1945 bis 1951.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Überlacker: Sonntagberg. Vom Zeichenstein zur Basilika. Sonntagberg 1968.
  • Erwin Wimmer: 1000 Jahre Gleiß. Gleiß 1973.
  • Anton Pontesegger: Chronik der Marktgemeinde Sonntagberg. Sonntagberg 1988.
  • Erwin Wimmer: Andachtsbilder vom Sonntagberg 1700–2000. Sonntagberg 2003.
  • Hermann Maurer: „Sonntagbergsteine“ aus dem Waldviertel – Ein Beitrag zu den Schab- und Fraisensteinen vom Sonntagberg. Unsere Heimat 78, 2007, S. 43ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sonntagberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. http://www.bohler-profil.com/de/44.php Geschichte (1872 bis 2007; Bruckbachmühle, Böhler-Werke), voestalpine BÖHLER Profil, abgerufen am 25. April 2019
  3. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Sonntagberg. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 14. Oktober 2019.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Sonntagberg. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 14. Oktober 2019.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Sonntagberg. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 14. Oktober 2019.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Sonntagberg. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 14. Oktober 2019.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Sonntagberg. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 14. Oktober 2019.
  8. Militärmuseum Sonntagberg