Zeitzuschlag

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Zeitzuschläge sind Zuschläge zum vereinbarten Arbeitsentgelt, die einen Ausgleich für Arbeit zu besonderen Zeiten bilden.

Zeitzuschläge sind zu unterscheiden von Erschwerniszuschlägen, die besondere Erschwernisse der Arbeit abgelten sollen. Zeitzuschläge werden gezahlt für Arbeit an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen oder an anderen Tagen wie Samstagen oder an Heiligabend oder Silvester, ferner für Arbeit zur Nachtzeit sowie für Mehrarbeit, die über die regelmäßige Arbeitszeit hinausgeht (Überstunden). Zeitzuschläge werden in der Regel in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes von der Stundenvergütung gezahlt. Anstelle eines Zeitzuschlags in Geld kann auch ein Zeitausgleich (Freizeitausgleich) gewährt werden.

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Recht, einen Zeitzuschlag verlangen zu können, ergibt sich aus einem Tarifvertrag oder dem Arbeitsvertrag. Nachtarbeitnehmer haben für die während der Nachtzeit geleisteten Arbeitsstunden nach § 6 Abs. 5 Arbeitszeitgesetz Anspruch auf eine angemessene Zahl bezahlter freier Tage oder einen angemessenen Zuschlag auf das ihm hierfür zustehende Bruttoarbeitsentgelt.

Der Zuschlag für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit ist bis zu gewissen Höchstgrenzen steuer- und sozialabgabenfrei.

Öffentlicher Dienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuschlags-Grund Zeit TVÖD[1],TVL[2]
Überstunde EG 1–9 30 %
Überstunde EG 10–15 15 %
Nachtarbeit 21–6 Uhr 20 %
Samstagsarbeit 13–21 Uhr 20 %
Sonntagsarbeit 0–24 Uhr 25 %
24. Dezember
31. Dezember
6–24 Uhr 35 %
Feiertagsarbeit
mit/ohne Freizeitausgleich
0–24 Uhr 35 %, 135 %

Im Rahmen des TVÖD/TV-L geleistete Sonderformen der Arbeit werden mit einem entsprechenden Zuschlag des auf eine Stunde entfallenden Anteils des Tabellenentgelts der Stufe 3 der jeweiligen Entgeltgruppe abgegolten. Beim Zusammentreffen von tagesabhängigen Zuschlägen wird nur der jeweils höchste gezahlt; Überstundenzuschlag und Nachtzuschlag wird zusätzlich bezahlt.[1][2]

Andere Tarifverträge lehnen sich oftmals an die TVÖD/TVL-Regelungen an und weichen oftmals nur im Detail davon ab. Beispielsweise legt der TV-Ärzte/VKA als Bezugsgröße statt Stufe 3 teilweise die höchste tarifliche Stufe fest,[3] Asklepios zahlt nur 10 % Nachtzuschlag.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b §8 TVÖD vom 13. September 2005, zuletzt geändert durch Änderungstarifvertrag Nr. 7 vom 31. März 2012
  2. a b TV-L vom 12. Oktober 2006 in der Fassung des Änderungstarifvertrages Nr. 6 vom 12. Dezember 2012
  3. Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern im Bereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände vom 17. August 2006
  4. Marburger Bund: TV-Ärzte, Entgelt Asklepios, PDF Downloadseite