Sontheim (Schwaben)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sontheim
Sontheim (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sontheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 0′ N, 10° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Höhe: 620 m ü. NHN
Fläche: 26,55 km2
Einwohner: 2564 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87776
Vorwahl: 08336
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 196
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 41
87776 Sontheim
Webpräsenz: www.sontheim.de
Bürgermeister: Alfred Gänsdorfer (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Sontheim im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Buxheim (Schwaben) Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Sontheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sontheim liegt ca. 15 km östlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Sontheim und Attenhausen.

Zur Gemeinde Sontheim gehören die acht amtlich benannten Gemeindeteile Sontheim, Attenhausen, Bergbauer, Grabus, Hochstetten, Laubers, Lindenhöf und Ziegler. Der Ortsname Lindenhöf wurde erst am 10. Juli 2000 durch Bescheid des Landratsamts Unterallgäu erteilt. Nur Attenhausen liegt in der gleichnamigen Gemarkung, die übrigen Ortsteile in der Gemarkung Sontheim. Amtliche Karten zeigen noch weitere Ortsteile wie Bachweber (Gemarkung Sontheim) oder Holzbauer (Gemarkung Attenhausen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sontheim wurde 838 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zum Reichsstift Ottobeuren. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Sontheim.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform die südwestliche Nachbargemeinde Attenhausen eingegliedert, die nur aus dem gleichnamigen Dorf bestand.[2] Dadurch wuchs die Gemeindefläche um 962,59 Hektar, und die Bevölkerung um 626 Einwohner (Stand Volkszählung 1970).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1904 Einwohner[2]
  • 1970: 2087 Einwohner[2]
  • 1987: 2080 Einwohner
  • 1991: 2136 Einwohner
  • 1995: 2263 Einwohner
  • 2000: 2439 Einwohner
  • 2005: 2501 Einwohner
  • 2010: 2496 Einwohner
  • 2015: 2564 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2013[3]
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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Alfred Gänsdorfer (Freie Wähler).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 12. November 1974 durch die Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Durch einen silbernen Schrägfluß geteilt von Schwarz und Grün; oben eine goldene Rose, unten zwei schräg liegende, schräg gekreuzte goldene Ähren.“

Das obere Feld erinnert durch Tingierung und Rose an das Wappen des Klosters Ottobeuren, zu dessen Herrschaftsgebiet die Gemeinde vom 12. Jahrhundert bis 1803 gehörte. Die Lage des Ortes an der Günz wird durch den Wellenbalken angedeutet, während durch die Getreideähren auf den Umstand verwiesen wird, dass die örtliche, vom Ackerbau geprägte Landwirtschaft an der Grenze zur Allgäuer Grünlandwirtschaft liegt.

Das Wappen wurde vom Kreisheimatpfleger Aegidius Kolb entworfen und vom Heraldiker Max Reinhart aus Passau gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist Gelb - Grün gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sontheim unterhält eine Partnerschaft mit der Schweizer Gemeinde Abtwil im Kanton Aargau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sontheim Dorfstraße

Die Pfarrkirche St. Martin stammt in den wesentlichen Teilen aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1762 barock umgestaltet.

In den Gebäuden des ehemaligen dampfbetriebenen Sontheimer Sägewerks, der Dampfsäg, finden regelmäßig Märkte, Theater-, Kabarett- und Theatervorführungen sowie Industriemessen statt. Das Ensemble des Sägebetriebs ist gut erhalten. Bei der 1917 in Holz ausgeführten Haupthalle handelt es sich um eine der letzten freitragenden Rundbogenhallen in Mittelschwaben und dem angrenzenden Allgäu.[4]

Das in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtete Gasthaus Adler in Sontheim zählt zu den ältesten noch bewirtschafteten Gasthäusern der Gegend.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zehn, im produzierenden Gewerbe 162 und im Bereich Handel und Verkehr 17 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 35 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 857. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 23, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 77 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1522 ha, davon waren 319 ha Ackerfläche und 1203 ha Dauergrünfläche.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof (2016)

Sontheim liegt in der Nähe der Bundesautobahn 96. Die Bundesautobahn 7 lässt sich ebenfalls in kurzer Zeit erreichen.

Die Bahn bietet etwa stündlich Verbindungen auf der Strecke Buchloe–Memmingen, wobei Memmingen und Buchloe die nächstgelegenen größeren Knotenpunkte sind.

Sontheim befindet sich weiter im direkten Einzugsbereich des Flugplatzes Memmingen. Der Ausbau des Fliegerhorstes des 2003 aufgelösten Jagdbombergeschwader 34 zum Verkehrsflughafen ist vollzogen. Hier werden bereits Linien- oder Charterflüge angeboten.

Bildung und Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In beiden Ortsteilen existieren Kindergärten. Der dreigruppige Sontheimer Kindergarten wird gegenwärtig von 66, der zweigruppige Attenhauser Kindergarten von 30 Kindern besucht (Stand: 2005).

Ursprünglich existierten in beiden Ortsteilen eigene Grundschulen. Nach Rückgang der Schülerzahlen wurde die Attenhausener Schule zeitweise ganz geschlossen. Mit steigenden Klassenstärken gegen Ende der 1990er Jahre wurde die Attenhausener Schule reaktiviert. An der Volksschule Sontheim unterrichten gegenwärtig acht Lehrer und vier Fachlehrer, wobei der Unterricht für drei Jahrgänge in Sontheim und für einen Jahrgang in Attenhausen erteilt wird. Insgesamt besuchen derzeit 154 Kinder die Grundschule, von denen 35 in Attenhausen und 119 in Sontheim unterrichtet werden (Stand: 2005).

Die nächstgelegene Hauptschule befindet sich in Erkheim. Realschulen und Gymnasien können in den Städten Memmingen, Mindelheim oder der Marktgemeinde Ottobeuren besucht werden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jakob Fickler (1909–1980), Politiker, Mitglied des Bayerischen Landtags von 1954 bis 1974
  • Andre Mairock (1902–1968), Schriftsteller
  • Richard Harzenetter (1933–2004), Restaurator und Kunsthistoriker
  • Markus Harzenetter (* 1965), Kunsthistoriker
  • Hans Dorr (1912–1945), SS-Obersturmbannführer der Schutzstaffel und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günther Städele, Hubert Strobel: Sontheim und Attenhausen. Bilder aus vergangener Zeit. Hrsg.: Gemeinde Sontheim. Geiger, Horb am Neckar 2003, ISBN 3-89570-895-X.
  • Gemeinde Sontheim (Hrsg.): 1150 Jahre Sontheim. Sontheim 1988.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sontheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.
  3. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 14. September 2014
  4. Industriedenkmal Dampfsäg. Yuri Bilgram und Verena Schrei, abgerufen am 11. Juli 2016.