Sophia Brommer

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Sophia Christine Brommer (* 1981 in Leonberg) ist eine deutsche Opern-, Operetten-, Lied- und Oratoriensängerin (Sopran).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in Leonberg geborene Künstlerin wuchs in Calw auf. Ab dem zehnten Lebensjahr erhielt sie Gesangsunterricht. Brommer absolvierte ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater München und an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Ihr Studium schloss die mit dem Diplom und der Auszeichnung zur Meisterklasse ab. Die Sopranistin war von der Spielzeit 2007/2008 bis 2012/2013 am Theater Augsburg tätig, folgend u. a. am Staatstheater Saarbrücken und Staatstheater Wiesbaden. Mit der Spielzeit 2015/16 wurde die Künstlerin festes Ensemblemitglied am Opernhaus Graz. Dort zählen zu ihren Partien: Konstanze in Die Entführung aus dem Serail, Micaëla in Carmen, Rosa in Humperdincks „Dornröschen“, Luisa in Luisa Miller, Juliette in Roméo et Juliette von Gounod und Magda in La rondine.

Zu ihren Partien gehören weiters Marzelline in Fidelio, Marie in Zar und Zimmermann, Pamina in Die Zauberflöte, Mimi in La Bohème, Lucia in Lucia di Lammermoor, Ottilie in Im weißen Rössl, Eurydike in Orpheus in der Unterwelt und Orpheus und Eurydike und Violetta in La traviata.

Die Künstlerin widmet sich neben ihrer Theaterverpflichtung dem Lied- und Oratoriengesang. So trat sie z. B. am 31. Oktober 2009 in der Augsburger Herz-Jesu-Kirche als „Gabriel“ und „Eva“ an der Seite von Michael Volle und Ulrich Reß in Die Schöpfung von Joseph Haydn auf.

Ihre erste CD, erschienen 2013, wurde hochgelobt. Die Augsburger Allgemeine schrieb:

Die 'Aufbruch' betitelte Einspielung […] überrascht in mehrerer Hinsicht. Lieder nach Gedichten von Goethe und Hermann Hesse – von Schumann, Strauss, Schoeck und Kilpinrn vertont – lassen weitere künstlerische Facetten der Sängerin hören. Ihr gelingt es auch im Liedbereich, das Stimmpotenzial in den Dienst intelligenter Gestaltung zu stellen – in berühmten Werken, doch auch solchen, die selten auf Programmzetteln auftauchen. Besonders das Liedschaffen von Othmar Schoeck (1886–1957) gehört zu den Highlights der CD[1].

Der Künstlerin zweite CD erschien 2014. Auf dieser singt sie vor allem große Arien aus französischen und italienischen Opern: Bellini, Bizet, Donizetti, Verdi etc.:Da imponiert die schillernde, metallische Färbung ihrer Stimme wie sie den glühenden Stahl einzusetzen versteht... Gelegentlicher Überdruck, ausbaufähige Textverständlichkeit schmälern kaum den Erlebniswert der CD[2].

Preise/Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 und 1999 belegte Brommer den 1. Platz auf Bundesebene beim Wettbewerb Jugend musiziert im Fach Gesang. 2008 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis.[3] 2009 wurde sie mit dem Augsburger Theaterpreis ausgezeichnet. 2012 wurde Brommer beim internationalen Musikwettbewerb der ARD in München der 3. Preis verliehen; außerdem erhielt sie den Publikumspreis und zwei weitere Sonderpreise.[4]

CDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: Aufbruch, Label Oehms Classik
  • 2014: Promessa, Label Oehms/Naxos

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Augsburger Allgemeine 2013/Nr. 294, S. 31
  2. Augsburger Allgemeine 2014/Nr. 245, o. S.
  3. Pressemeldung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, abgerufen am 1. November 2009.
  4. OehmsClassics (Memento vom 24. Januar 2013 im Internet Archive)