Sophie Adlersparre (Malerin)

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Kronprinzessin Joséphine, Porträt von Sophie Adlersparre

Sophie Adlersparre (* 6. März 1808; † 23. März 1862) war eine schwedische Malerin.

Sophie war Tochter des Provinzvorstehers (Landshövding) der Insel Öland. Nachdem der Maler C. F. Pedersen vor der Insel Schiffbruch erlitten hatte, erhielt sie von ihm Zeichenunterricht. Nach dem Umzug der Familie 1830 nach Stockholm schulte sie sich bei Carl Gustaf Qvarnström, Johan Gustaf Sandberg und O. J. Södermark. Kronprinzessin Joséphine (die spätere Königin von Schweden) bestellte ein Porträt bei ihr und vermittelte Kontakte.

Von 1839 bis 1840 studierte Sophie Adlersparre bei Léon Cogniet in Paris und traf dort mit Carl Wahlbom und Per Wickenberg zusammen. Wieder in Stockholm richtete sie eine eigene Zeichenschule ein. 1845 finanzierte ihr die nunmehrige Königin Joséphine eine weitere Studienreise nach Paris. Zwischen 1845 und 1846 studierte Sophie Adlersparre in Dresden, wo sie von Johan Christian Clausen Dahl und Caspar David Friedrich inspiriert wurde. Weitere Studienreisen führten sie nach München, Florenz, Bologna und Rom. In Rom gehörte sie zur schwedischen Künstlerkolonie und hatte Kontakt zur deutschen Gruppe der Nazarener unter Friedrich Overbeck. Sie trat zum Katholizismus über und gestaltete ein Porträt von Papst Pius IX. Kurz nach der Rückreise nach Stockholm verstarb sie.

Literatur[Bearbeiten]

  • Österberg, Carin et al., Svenska kvinnor: föregångare, nyskapare. Lund: Signum 1990, ISBN 91-87896-03-6