Sophie Passmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Sophie Passmann, 2017

Sophie Passmann (* 5. Januar 1994 in Kempen als Sophie Isolde Mathilde Paßmann[1]) ist eine deutsche Autorin und Radiomoderatorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Passmann wuchs in Ettenheim auf. Mit 15 Jahren trat sie das erste Mal bei einem Poetry-Slam auf, 2011 gewann sie die baden-württembergischen Meisterschaften im Poetry Slam in der Sparte U20.[2] Nach ihrem Abitur machte sie zunächst ein Volontariat bei Hitradio Ohr in Offenburg, wo sie unter anderem die Morning-Show moderierte. Für ein Interview mit Frank-Walter Steinmeier wurde ihr der LfK-Medienpreis verliehen.[3]

Nach Ende ihrer Ausbildung wechselte sie zum Jugendradio Dasding und studierte Politikwissenschaft und Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.[4] In einer wöchentlichen Kolumne bei fudder.de schrieb sie während des Erstsemesters über ihre Erlebnisse als Studentin.[5] Am Theater Freiburg moderierte sie über zwei Spielzeiten gemeinsam mit dem Slam-Poeten Tobias Gralke eine Late-Night-Show.[6] Die Internationale Bodenseekonferenz verlieh ihr für das Land Baden-Württemberg ihren Kulturpreis in der Sparte „Poetry Slam“, der mit 10.000 € dotiert ist.[7] 2014 erschien ihre Textsammlung Monologe angehender Psychopathen,[8] die mit dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet wurde.[9] 2015 war sie für den deutschen Radiopreis nominiert.[10]

Sie schrieb von 2017 bis 2018 die Kolumne Post von Passmann für die Frauenzeitschrift Jolie und arbeitet in unregelmäßigen Abständen als Autorin für das Neo Magazin Royale.[11] Seit Januar 2018 ist sie Moderatorin beim Radiosender 1 Live[12] und seit Januar 2019 schreibt sie die monatliche Kolumne Alles oder nichts für das Zeitmagazin.[13]

Am 7. März 2019 erschien Passmanns zweites Buch Alte weiße Männer: Ein Schlichtungsversuch, für das sie Gespräche mit bekannten Männern geführt hat.[14] Das Werk wurde in den überregionalen Medien überwiegend kritisch besprochen.[15] Passmanns Buch sei „langweilig und larmoyant“ (taz),[16] sie mache sich damit „klein und bedeutungslos“ (FAZ),[17] liefere „keine Thesen und keine neuen Argumente“ (Deutschlandfunk)[18] und sei „ein wenig naiv“ (NZZ).[19]

Zusammen mit Matthias Kalle moderiert sie seit März 2019 den zweiwöchentlichen Zeit-Online-Podcast Die Schaulustigen, in dem sie Themen rund um das Fernsehen besprechen.[20] In ihrem 2019 erschienen Buch über Frank Ocean beschreibt Passmann ausführlich, dass sie unter Depressionen leidet.[21]

Sophie Passmann ist Mitglied der SPD.[22]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sophie Passmann – Sammlung von Bildern

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angabe bei Twitter
  2. Thomas Geyer: Es gibt einen neuen baden-württembergischen Meister im Poetry Slam. In: Slam BW. 25. September 2011, abgerufen am 8. April 2018.
  3. Hörfunk – Volontäre und Auszubildende (im kommerziellen Bereich). In: lfk.de. Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, 2014, abgerufen am 8. April 2018.
  4. Kathrin Hollmer: Aktivismus: Sophie Passmann sprengt Kategorien. In: Zeit Campus. 4. Dezember 2018 (zeit.de [abgerufen am 5. Dezember 2018]).
  5. Sophie Passmann: Sophie studiert (1): Erstsemester sind eine Plage. In: fudder.de. Online Verlag GmbH Freiburg, 13. Oktober 2015, abgerufen am 8. April 2018.
  6. Christina Fortwängler: Am Donnerstag startet die Latenight-Show mit Passmann und Gralke: „Wir sind wie Joko und Klaas“. In: fudder.de. Online Verlag GmbH Freiburg, 20. Januar 2014, abgerufen am 8. April 2018.
  7. IBK-Förderpreise 2013 in der Sparte Slam Poetry verliehen. In: bodenseekonferenz.org. Internationale Bodenseekonferenz, 2013, abgerufen am 8. April 2018.
  8. Sophie Passmann „Monologe angehender Psychopathen oder: Von Pudeln und Panzern“ hirnkost.de
  9. Grimmelshausen-Literaturpreis 2017. In: boersenblatt.net. MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, 5. Juli 2017, abgerufen am 8. April 2018.
  10. Nominiert in der Kategorie „Bester Newcomer“. In: deutscher-radiopreis.de. Deutscher Radiopreis, 2015, abgerufen am 8. April 2018.
  11. Julia Prosinger, Christian Vooren: „Krawallige, sich selbst überschätzende Frau? Here I am!“ In: Der Tagesspiegel Online. 28. Mai 2018, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 18. Juni 2018]).
  12. Ankündigung bei Twitter
  13. Alles oder nichts. zeit.de, abgerufen am 31. Mai 2019.
  14. Alte weiße Männer kiwi-verlag.de
  15. Sophie Passmann: Alte weiße Männer. Ein Schlichtungsversuch. Abgerufen am 24. Oktober 2019.
  16. Nadia Shehadeh: Plauderei mit alten, weißen Männern: Harmlos wie ein Sektfrühstück. In: Die Tageszeitung: taz. 7. März 2019, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 24. Oktober 2019]).
  17. bücher de IT and Production: Alte weiße Männer. Abgerufen am 24. Oktober 2019.
  18. Sophie Passmann - "Alte Weiße Männer". Abgerufen am 24. Oktober 2019 (deutsch).
  19. Judith Basad: Sophie Passman setzt sich mit "alten weissen Männern" auseinander. 21. März 2019, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 24. Oktober 2019]).
  20. Die Schaulustigen. zeit.de, abgerufen am 31. Mai 2019.
  21. Frank Ocean, Nebendarsteller. 19. Oktober 2019, abgerufen am 24. Oktober 2019.
  22. Scheitern an interner Selbstzerfleischung deutschlandfunkkultur.de, 24. September 2018