Sophie von Dönhoff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sophie Gräfin Dönhoff

Gräfin Sophie Juliane Friederike von Dönhoff (* 17. Oktober 1768 in Beynuhnen[1] in Ostpreußen; † 28. Januar 1834 oder 1838[2] auf dem Gut Beerbaum im damaligen Landkreis Oberbarnim) war in morganatischer Ehe mit dem preußischen König Friedrich Wilhelm II. vermählt.

Ihre Eltern waren der Graf Friedrich Wilhelm von Dönhoff (* 8. Februar 1723; † 1. Dezember 1774) und dessen Ehefrau Sophie Charlotte von Langermann (* 16. Mai 1740; † 31. August 1793) Tochter des Generals von Langersmann.

Leben[Bearbeiten]

Sophie Gräfin von Dönhoff kam 1789 als Hofdame der Königin Friederike Luise an den preußischen Hof. Im Folgejahr wurde sie am 11. April 1790 in der Charlottenburger Schlosskapelle dem preußischen König Friedrich Wilhelm II. zur linken Hand angetraut. Sie wurde wegen ihrer jugendlichen Gestalt bei Hof „Hebe“ genannt. Darüber hinaus war sie eine begabte Pianistin und Sängerin.

Starke Differenzen zwischen den Eheleuten führten zur Trennung im Juni 1792. Vergeblich hatte Sophie von Dönhoff versucht, den König vom Einfluss Bischoffwerders (dieser nutzte seinen Herrscher bereits seit 1778 aus und war dessen Vertrauter) und aus dem Verhältnis zu Wilhelmine Enke zu lösen. Der König lehnte wiederum ihre Einmischungsversuche in politische Angelegenheiten ab. Obwohl die Ehe nur sehr kurz gewesen war, entstammten ihr zwei Kinder:

Im Jahre 1805 erwarb Gräfin Dönhoff das Gut Beerbaum (Landkreis Oberbarnim, heute Gemeinde Heckelberg-Brunow im Landkreis Märkisch-Oderland) und widmete sich als Gutsherrin der Landwirtschaft.

Sophie Juliane Dönhoff wurde auf dem Kirchhof zu Beerbaum bestattet.

Am 17. Oktober 2012, ihrem 244.Geburtstag, wurde ihr zu Ehren eine Gedenktafel im Rahmen des „Projektes FrauenOrte im Land Brandenburg“ in Beerbaum enthüllt.

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Das ihrer Familie gehörende Gut Beynuhnen in Klein Beynuhnen gilt gemeinhin als ihr Geburtsort, möglich wäre aber auch Groß Beynuhnen.
  2. Das Sterbejahr wird in der Literatur unterschiedlich angegeben. Für 1834 siehe etwa Deutsche Biographie.