Sophiendukat

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Vorder- und Rückseite eines Sophiendukaten.

Sophiendukat (auch: Kinderdukat, Dreifaltigkeitsdukat, seltener: Sonnendukat) ist der Name einer erstmals zu Weihnachten des Jahres 1616 auf Veranlassung der sächsischen Kurfürstin Sophie geprägten Goldmünze mit einem Gewicht von rund 3,4 Gramm.

Die Münzen waren den Kindern Sophies gewidmet und trugen auf der Vorderseite neben dem Monogramm der Kurfürstin (CS = Churfürstin Sophie) auf den Kurschwertern die Umschrift „WOL DEM DER FREVD AN SEIN KINDERN ERLEBT“. Auf der Rückseite befanden sich das Auge Gottes, die Initialen „IHS“ (für Jesus Christus) und eine Taube als Symbole der Dreifaltigkeit. Die Umschrift auf der Rückseite lautete „HILF DV HEILIGE DREYFALTIGKEIT 1616“. Aufgrund dieser Prägungen wurden die Sophiendukaten auch als Kinderdukaten oder Dreifaltigkeitsdukaten bezeichnet.

Die Münze war als Patengeschenk so beliebt, dass sie in der Münzstätte Dresden bis 1872 nachgeprägt wurde. Die Nachprägungen lassen sich vom Original an der verkürzten Umschrift „WOL DEM DER FREVD AN SEIN KIND ERLEBT“ unterschieden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Kahnt, Bernd Knorr: Alte Masse, Münzen und Gewichte: e. Lexikon. Lizenzausgabe des Bibliographischen Instituts, Leipzig. Bibliographisches Institut, Mannheim/Wien/Zürich 1986, ISBN 3-411-02148-9, Sonnendukat, Kinderdukat, Dreifaltigkeitsdukat, S. 291.
  • Tyll Kroha: Sophiendukat, in: Ders., Lexikon der Numismatik, Gütersloh 1977, ISBN 3-570-01588-2, S. 412.
  • Paul Arnold/Harald Küthmann/Dirk Steinhilber/Dieter Fassbender: Sophiendukat, ein Großer Deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute, Regenstauf 2009, ISBN 978-3-86646-049-2, S. 381

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]