Sophonisbe

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Georg Pencz: Sophonisbe leert den Giftbecher, 16. Jh.

Sophonisbe (auch Sophonibe, Sophoniba, punisch Saphanba'al; 2. Jahrhundert v. Chr.) war die Tochter des karthagischen Feldherrn Hasdrubal (Sohn des karthagischen Herrschers Gisco) und wurde durch ihre Rolle im Zweiten Punischen Krieg berühmt.

Sie wurde früh mit Massinissa verlobt, aber dann ca. 205 v. Chr. mit dem westnumidischen König Syphax vermählt, der sich in der Folge mit Karthago gegen Rom verbündete. Nach der Niederlage und Gefangennahme des Syphax 203 v. Chr. fiel sie Massinissa in die Hände, der sich sofort mit ihr vermählte, um sie der Gewalt der Römer zu entziehen; als aber Scipio, den Einfluss Sophonisbes auf Massinissa fürchtend, ihre Auslieferung forderte, trank sie den ihr von Massinissa gereichten Giftbecher.

Der Tod der Sophonisbe, von Giambattista Pittoni

Ihre Geschichte wurde vielfach dramatisch behandelt, u. a. von Gian Giorgio Trissino (1524), Daniel Casper von Lohenstein (1666), Hermann Hersch (1859), Emanuel Geibel (1873) und Friedrich Roeber (1884). Auch in der bildenden Kunst, vor allem des 17. Jahrhunderts, war die Darstellung ihres Selbstmordes beliebt, u. a. Bartholomäus Spranger (um 1610, Prag, Nationalgalerie), Tiepolo (1731, Mailand, Palazzo Dugnani) und Rembrandt van Rijn (1634, Madrid, Prado).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sophonisba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien