Sosberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Sosberg
Sosberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Sosberg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 5′ N, 7° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Zell (Mosel)
Höhe: 370 m ü. NHN
Fläche: 3,91 km2
Einwohner: 169 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56858
Vorwahl: 06545
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 080
Adresse der Verbandsverwaltung: Corray 1
56856 Zell (Mosel)
Webpräsenz: www.sosberg.de
Ortsbürgermeister: Willi Lehnert
Lage der Ortsgemeinde Sosberg im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch)Eppenberg (Eifel)Laubach (Eifel)LeienkaulMüllenbach (bei Mayen)HaurothUrmersbachMasburgDüngenheimKaiserseschLandkernIllerichEulgemHambuchGamlenZettingenKaifenheimBrachtendorfUlmen (Eifel)AlflenAuderathFilz (Eifel)WollmerathSchmittBüchel (Eifel)Wagenhausen (Eifel)GillenbeurenGevenichWeiler (bei Ulmen)LutzerathBad BertrichUrschmittKlidingBeuren (Eifel)MoselkernMüden (Mosel)Treis-KardenLützLiegRoesMöntenichForst (Eifel)DünfusBrohlBinningen (Eifel)WirfusBriedenKailPommern (Mosel)BriedelAltlayPeterswald-LöffelscheidHaserichSosbergForst (Hunsrück)AltstrimmigReidenhausenMittelstrimmigBlankenrathPanzweilerWalhausenSchauren (bei Blankenrath)TelligHesweilerLiesenichMoritzheimGrenderichZell (Mosel)NeefBullaySankt AldegundAlf (Mosel)PünderichGreimersburgKlottenFaidDohrBremmBruttig-FankelSenheimNehren (Mosel)Ediger-EllerMesenichValwigErnst (Mosel)Beilstein (Mosel)Ellenz-PoltersdorfBriedernCochemLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichLandkreis Mayen-KoblenzRhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild
Sosberg von Westen aus gesehen.
Hängeseilbrücke Geierlay

Sosberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) an.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sosberg liegt auf einer Hangkante im nördlichen Hunsrück zwischen der Mosel, der Nahe sowie dem Rhein und dem Idar-/Soonwald. Östlich des Dorfes fließt der Mörsdorfer Bach in Richtung Mosel.

Nachbargemeinden sind Forst (Hunsrück), Reidenhausen und Mörsdorf (Hunsrück)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1330 unter dem Namen Soysbergh. Der Ort war bis 1781 „Dreiherrisches Territorium“. Wie im Beltheimer Gericht teilten sich Kurtrier, Sponheim und Braunshorn (später Winneburg und Metternich) die Landesherrschaft. Ab 1794 stand Sosberg unter französischer Herrschaft und gehörte von 1798 bis 1814 zum Kanton Zell im Rhein-Mosel-Departement. 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Durch das 8. Verwaltungsvereinfachungsgesetz vom 18. Juli 1970 mit Wirkung vom 7. November 1970 kam die Gemeinde Sosberg nach der Auflösung der Verbandsgemeinde Blankenrath zur Verbandsgemeinde Zell (Mosel). Bis zum 30. Juni 2014 gehörte die Gemeinde zur Verbandsgemeinde Treis-Karden im Landkreis Cochem-Zell, dann wechselte sie in die Verbandsgemeinde Kastellaun im Rhein-Hunsrück-Kreis.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Sosberg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 189
1835 228
1871 273
1905 239
1939 220
1950 240
Jahr Einwohner
1961 232
1970 220
1987 193
1997 173
2005 190
2016 169

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Sosberg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Sosberg
Blasonierung: „Der Wappenschild ist zweimal gespalten. Vorn in Silber ein rotes, durchgehendes Kreuz, belegt mit einem silbernen Hifthorn. Das Mittelfeld zeigt in Grün eine linkshin gerichtete, silberne Hellebarde, hinten ein silbern-rotes Schach zu drei Plätzen in elf Reihen.“
Wappenbegründung: Das rote Kreuz in Silber erinnert an Kurtrier, das silberne Hifthorn kennzeichnet die Herrschaft Beilstein, die silberne Hellebarde bezieht sich auf den hl. Matthias, den Schutzheiligen der Kirche, das grüne Mittelfeld weist auf die landwirtschaftliche Struktur der Gemeinde hin, das silbern-rote Schach ist das Wappen der Hinteren Grafschaft Sponheim.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quereinhaus von 1889

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 30. Mai 2015 fand der offizielle erste Spatenstich zum Bau der Hängeseilbrücke Geierlay statt, die in die 19. Etappe an den Saar-Hunsrück-Steig angebunden wird. Diese Brücke war bis zur Errichtung der Titan RT an der Rappbode-Talsperre im Jahre 2017 mit 360 Metern die längste Hängeseilbrücke Deutschlands.[5][6] Die Fertigstellung erfolgte Ende September, die offizielle Einweihung fand am 3. Oktober 2015 statt.[7] Konstrukteur war der Schweizer Ingenieur Hans Pfaffen.
  • Katholische Filialkirche St. Matthias von 1769
  • Der Ortskern ist Standort einiger alter Fachwerkhäuser, die unter Denkmalschutz stehen.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Sosberg

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit April 2015 führt ein Abschnitt des Fernwanderwegs Saar-Hunsrück-Steig am Ort vorbei.
  • Zahlreiche Wanderwege in und um Sosberg [8]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Traditionelles Schützenfest des Schützenverein Sosberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sosberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[veraltet], S. 24 (PDF; 1,9 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Längste Hängebrücke hängt im Hunsrück – Mit 360 Metern soll die „Geierslay-Hängeseilbrücke“ die längste nördlich der Alpen sein. Im September soll sie eröffnet werden. von Jessica Kuschnik auf rp-online.de vom 10. Juni 2015
  6. Längste deutsche Hängeseilbrücke eröffnet, faz.net, 3. Oktober 2015, abgerufen am 3. Oktober 2015
  7. Hängeseilbrücke fast fertig – Nervenkitzel in 100 Metern Höhe und Video swr.de vom 25. September 2015 (Gudrun Fünter/Online: Andrea Lohmann)
  8. Wanderroute Sosberg im Hunsrück. Abgerufen am 29. Januar 2018.