South Indian Railway

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South Indian Railway
Eine 1936 gebaute Lokomotive der Baureihe PT
Eine 1936 gebaute Lokomotive der Baureihe PT
Strecke der South Indian Railway
Streckennetz der South Indian Railway im Jahre 1910
Streckenlänge:1918: 2949 km
1937: 4079 km
Spurweite:1676, 1000, 762 und 610 mm

Die South Indian Railway (SIR) war eine Eisenbahngesellschaft, die von 1874 bis 1951 in Südindien tätig war.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1874 entstand aus den beiden bereits 1872 zusammengeschlossenen Gesellschaften Great Southern of India Railway (GSIR) und Carnatic Railway die South Indian Railway Company.[2][1]

Die SIR besaß mehrere eigene Strecken in indischer Breitspur und Meterspur und betrieb zusätzlich im Auftrag mehrerer anderer kleinerer Gesellschaften ein umfangreiches Netz von Eisenbahnstrecken in ganz Südindien in vier verschiedenen Spurweiten.[3] 1908 übernahm die SIR den südlichen Teil der Madras Railway. Auch die heute noch in Betrieb befindliche Nilgiri Mountain Railway wurde ab 1908 von der SIR betrieben.[4]

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der verschiedenen Streckennetze in den unterschiedlichen Spurweiten:

Spurweite in mm Länge in km (1918) Länge in km (1937)
1676 724 1069
1000 2062 2847
762 159 159
610 4,4 4,4

Rollmaterial[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1877 war die Gesellschaft im Besitz von 97 Dampflokomotiven, 366 Personenwagen und 1643 Güterwagen.[5]

Ab 1931 setzte die SIR Elektrolokomotiven mit Akkutender der Baureihe YCG-1 ein. Diese ermöglichten den Betrieb auf nicht elektrifizierten Abstellgleisen und auch auf Strecken, wo die Oberleitung noch nicht fertig gestellt war.[6] Bis 1936 erhöhte sich der Bestand an Rollmaterial auf 557 Lokomotiven, 27 Triebwagen, 1610 Personenwagen und 9779 Güterwagen.[7]

Die SIR war eine der wenigen indischen Eisenbahngesellschaften die auch Dampflokomotiven in der Schweiz bauen ließ. Unter anderem Schmalspurlokomotiven der Baureihe W.

Elektrifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. April 1931 eröffnete die SIR in Madras das erste Teilstück eines elektrifizierten Vorortnetzes zwischen Madras Beach und Tambaram. Seit der Umbenennung von Madras in Chennai, ist diese Bahn als Chennai Suburban Railway bekannt. Heute ist es in Bezug auf die Streckenlänge das zweitgrößte derartige Netz Indiens.[8]

Klassifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SIR wurde nach der von der indischen Regierung 1926 eingeführten Indian Railway Classification als Eisenbahn der Klasse I eingestuft.[9][10]

Verstaatlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1944 wurde die SIR verstaatlicht. Am 14. April 1951 wurde sie mit der Madras and Southern Mahratta Railway und der Mysore State Railway zur Southern Railway, einer Regionalgesellschaft der Indian Railways, zusammengeschlossen.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: South Indian Railway – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b South Indian Railway. Abgerufen am 11. Juni 2022.
  2. Indian Railways History: 1870 - 1899. IRFCA, abgerufen am 18. November 2022.
  3. South Indian Railway - Lines Owned and Worked. Abgerufen am 11. Juni 2022.
  4. Nilgiri Mountain Railway. Abgerufen am 9. Juli 2022.
  5. Übersicht über die Betriebsmittel und deren Verwendung auf den indischen Eisenbahnen. In: Archiv für Post und Telegraphie, Band 7. Reichsdruckerei, Berlin 1879, S. 62–63 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Odd Indian locomotives-battery electric locomotives. Abgerufen am 10. August 2022.
  7. World Survey of Foreign Railways. Transportation Division, Bureau of foreign and domestic commerce, Washington D.C. 1936, S. 219 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. How electric suburban railway service began. Abgerufen am 11. Juni 2022.
  9. Indian Railway Classification. fibis, abgerufen am 11. November 2022.
  10. World Survey of Foreign Railways. Transportation Division, Bureau of foreign and domestic commerce, Washington D.C. 1936, S. 210–219 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  11. History of the Railway Zones. Abgerufen am 11. Juni 2022.