Sozialverband VdK Deutschland

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Sozialverband VdK Deutschland
Logo
Rechtsform gemeinnütziger eingetragener Verein
Gründung 1950
Sitz Linienstraße 131, Berlin,
DeutschlandDeutschland Deutschland (Koordinaten: 52° 31′ 35,3″ N, 13° 23′ 18,6″ O)
Schwerpunkt Sozialpolitik, Sozialrecht
Personen Verena Bentele (Präsidentin)
Mitglieder 2 Mio.[1]
Website www.vdk.de

Der Sozialverband VdK Deutschland e. V. (VdK = Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands) ist mit 2 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Er vertritt die sozialpolitischen Interessen aller Bürgerinnen und Bürger. Politisch setzt sich der Sozialverband VdK für einen starken Sozialstaat, eine tragfähige gesetzliche Sozialversicherung und soziale Gerechtigkeit ein. Die Themen des Sozialverbands reichen von Rente, Gesundheit und Pflege bis hin zu Teilhabe, Leben im Alter und soziale Sicherung.

Der VdK ist politisch und konfessionell neutral und finanziell unabhängig. Er finanziert sich über die Beiträge seiner Mitglieder und Unternehmenskooperationen.[2] Präsidentin des Verbandes ist seit dem 16. Mai 2018 Verena Bentele.

Die sozialpolitische Jahreskampagne 2019 des Sozialverbands VdK Deutschland befasst sich unter dem Motto „Rente für alle“ mit Rentengerechtigkeit für junge und alte Menschen sowie mit Altersarmut.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges initiierten Kriegsüberlebende in Städten und Gemeinden Selbsthilfegruppen, um die Interessen von Kriegsgeschädigten, Witwen und Waisen gegenüber der Verwaltung zu vertreten. In den Jahren etablierten sich zwischen 1946 und 1952 die Landesverbände des VdK. Ab 1991 kamen die neuen Bundesländer hinzu.

Am 28. Januar 1950 gründeten die Vertreter der Landesverbände in Düsseldorf des Vorläuferdachverbands Bund der Kriegs- und Zivilbeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen-Verbände Deutschlands (BKD) den neuen VdK Deutschland als Dachverband. VdK stand für Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands. Seit 1994 heißt die Organisation offiziell Sozialverband VdK Deutschland. 2014 zog die Bundesgeschäftsstelle des VdK von Bonn nach Berlin um.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine sozialpolitische Interessen vertritt der VdK durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Kampagnen und Aktionen. Neben der sozialpolitischen Interessenvertretung berät der VdK seine Mitglieder im Sozialrecht, vor allem im Bereich der gesetzlichen Sicherungssysteme. Auf europäischer Ebene ist der Sozialverband VdK Deutschland in der Dachorganisation der Behindertenverbände, der Action Européenne des Handicapés (AEH), aktiv. Mitglied ist er zum Beispiel auch im Deutschen Behindertenrat (DBR), im Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie in verschiedenen Gremien.

Präsidenten und Präsidentinnen des Sozialverbands VdK[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze des Sozialverbands VdK steht ein Präsident oder eine Präsidentin. Seit 1950 waren dies:

Landesverbände und Organ[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sozialverband VdK ist föderal strukturiert: Auf der Bundesebene steht der Sozialverband VdK Deutschland, daneben finden sich dreizehn Landesverbände und rund 8000 Bezirks-, Kreis- und Ortsverbände.[6]

  • Sozialverband VdK Baden-Württemberg, Stuttgart
  • Sozialverband VdK Bayern, München
  • Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg, Berlin
  • Sozialverband VdK Hamburg, Hamburg
  • Sozialverband VdK Hessen-Thüringen, Frankfurt am Main
  • Sozialverband VdK Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin
  • Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen, Oldenburg
  • Sozialverband VdK Nord (Schleswig-Holstein), Kiel
  • Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
  • Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz, Mainz
  • Sozialverband VdK Saarland, Saarbrücken
  • Sozialverband VdK Sachsen, Chemnitz
  • Sozialverband VdK Sachsen-Anhalt, Magdeburg

VdK-Zeitung

Organ des Sozialverbands VdK ist die VdK-Zeitung mit einer Auflage von über 1,6 Millionen Exemplaren (Stand 2018).[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sozialverband VdK – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der VdK. Organisation. Über uns. In: vdk.de, abgerufen am 29. Mai 2018.
  2. Dietrich Mittler: Großkonzern der Menschlichkeit. In: sueddeutsche.de. 15. Mai 2012, abgerufen am 17. April 2019.
  3. #Rentefüralle. In: rentefüralle.de. Sozialverband VdK Deutschland e. V., 24. Juni 2019, abgerufen am 24. Juni 2019.
  4. Sabine Kohls: Ulrike Mascher zur neuen VdK-Präsidentin gewählt. (Nicht mehr online verfügbar.) In: vdk.de. 30. September 2008, archiviert vom Original am 18. Februar 2018; abgerufen am 8. April 2019.
  5. Verena Bentele ist die neue Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Neuwahlen beim Sozialverband VdK Deutschland. Pressemitteilung. In: vdk.de 16. Mai 2018, abgerufen am 16. Mai 2018.
  6. VdK-Landesverbände. Website des Sozialverbands VdK Deutschland, abgerufen am 30. Dezember 2018.
  7. Geschäftsbericht 2014–2018 (PDF; 3,9 MB). S. 90.
    VdK-Zeitung. Website des Sozialverbands VdK Deutschland, abgerufen am 30. Dezember 2018.