Sozialwahl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Sozialwahl der Sozialversicherungsträger. Für die Sozialwahl im Sinne von Gruppenentscheidungen durch Aggregation von individuellen Entscheidungen siehe Sozialwahltheorie.

Die Sozialwahl oder Sozialversicherungswahl ist die Wahl zu den Selbstverwaltungsorganen der gesetzlichen Sozialversicherungsträger in Deutschland. Sie findet alle sechs Jahre bei allen Trägern der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Unfallversicherung statt. Die Selbstverwaltung der Bundesagentur für Arbeit wird ernannt.[1]

Die Sozialwahlen sind in Bezug auf die Zahl der Wahlberechtigten die drittgrößte Wahl in Deutschland nach der Europawahl und den Wahlen zum Deutschen Bundestag.

Grundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die rechtlichen Einzelheiten zu den Sozialwahlen stehen in den § 43 ff. des Vierten Sozialgesetzbuches (SGB IV).

Die Sozialwahl soll den Versicherten und Arbeitgebern die Mitbestimmung über die Arbeit der Sozialversicherungsträger ermöglichen. Die Gestaltungsmöglichkeiten der Selbstverwaltung selbst sind gesetzlich geregelt in den § 29 ff. des SGB IV.

Die Stimmabgabe bei den Sozialwahlen soll eine Einflussnahme auf die Geschicke des Versicherungsträgers bewirken sowie eine Mitwirkung und Mitgestaltung in den Bereichen Finanzen, Rehabilitation, Personal und Organisation sein.

Die Wahl ist als Listenwahl frei und geheim und erfolgt nach den Grundsätzen der Verhältniswahl. Zur Wahl stellen sich bei der Sozialwahl in der Regel Gewerkschaften, andere (Arbeitnehmer-)Vereinigungen und Einzelbewerber.[2].

Gesetzlich unterschieden wird in eine Wahl mit Wahlhandlung, bei der die Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben können, und einer Wahl ohne Wahlhandlung (Friedenswahl) nach § 46 Abs. 3 SGB IV in Verbindung mit § 28 Abs. 3 SVWO. Zu dieser kommt es, wenn nur eine Vorschlagsliste eingereicht wird oder wenn auf mehreren Vorschlagslisten insgesamt nicht mehr Kandidaten benannt werden, als Organmitglieder zu wählen sind. In diesem Fall gelten die vorgeschlagenen Kandidaten ohne weitere Wahlhandlung mit Ablauf des Wahltages als gewählt. Zu Wahlen ohne Wahlhandlung kommt es auf der Arbeitnehmerseite bei den kleineren Trägern der Deutschen Rentenversicherung und bei der Wahl der Vertreter der Arbeitgeberseite.

Über das Wahlverfahren wacht der beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) angesiedelte Bundeswahlbeauftragte für die Sozialversicherungswahlen.[3] Er und sein Stellvertreter erlassen auch die entsprechenden Durchführungsbestimmungen. Daneben informiert der Bundeswahlbeauftragte auf geeignete Weise die Öffentlichkeit über die Selbstverwaltung und die Sozialwahlen. Ein Wahlkampf findet jedoch zumeist nicht statt, so dass auch das Medieninteresse beschränkt ist.

Der Wahlkalender[4] enthält die Termine und Fristen zur Vorbereitung der Wahl.

Selbstverwaltung der Rentenversicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rentenversicherung wird von Arbeitgebern und Versicherten selbst verwaltet. Das heißt: Diejenigen, die die Beiträge bezahlen, treffen alle wichtigen organisatorischen und personellen Entscheidungen und üben Kontrollfunktionen aus. Ihnen ist die Regelung von Angelegenheiten, die sie am sachkundigsten selbst beurteilen können, eigenverantwortlich überlassen. So sollen anstehende Probleme unter Mitwirkung und Mitverantwortung aller Beteiligten lebensnah und sachgerecht gelöst werden. Die Selbstverwaltung der Rentenversicherung war in der Vergangenheit an den Weichenstellungen bei der Lösung der anstehenden Herausforderungen der Rentenversicherung beteiligt.

Der Gesetzgeber hat in der Rentenversicherung zwar weitgehend geregelt, ob und in welchem Umfang Leistungen zu erbringen sind. Die Entscheidungen aber, wie die gesetzlichen Regelungen umzusetzen sind, erfolgen durch die Versicherungsträger. Die Selbstverwaltung trifft die wesentlichen Entscheidungen in den Bereichen Finanzen, Rehabilitation, Organisation und Personal. So beschließt die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund den zweitgrößten öffentlichen Haushalt nach dem Bundeshaushalt und wählt die ehrenamtlichen Versichertenberater, die kostenlos und wohnortnah in Rentenfragen helfen, besonders bei der Antragstellung. Die Gewählten sollen für mehr Kundennähe sorgen. Das direkte Engagement der Selbstverwaltung zeigt sich ferner in den Widerspruchsausschüssen. Hier prüfen Versicherten- und Arbeitgebervertreter alle Entscheidungen, dabei fallen Interessenvertretung und Kontrolle zusammen. Die Selbstverwalter wirken meinungsbildend in der Öffentlichkeit und sind Gesprächspartner der Politik. Die Selbstverwaltung soll die Unabhängigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung gegenüber der staatlichen Verwaltung garantieren.

Durch die alle sechs Jahre stattfindenden Sozialwahlen soll der direkte Einfluss der Versicherten und Arbeitgeber auf die gesetzliche Rentenversicherung gesichert werden. Über die mit der Sozialwahl abgegebenen Stimmen legitimieren die Versicherten die Gewählten als ihre Interessenvertreter. Selbstverwaltung soll ein Kernelement der Demokratie in Deutschland sein.

Das Selbstverwaltungsprinzip gibt es nicht nur in der gesetzlichen Sozialversicherung: auch Kommunen, Universitäten und Kirchen sind häufig selbstverwaltet organisiert.

Sozialwahlen in der Renten- und Krankenversicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesetzliche Rentenversicherung und gesetzliche Krankenversicherung sind Zweige des gegliederten Sozialversicherungssystems in Deutschland. Größter bundesweiter Träger im Bereich der allgemeinen Rentenversicherung ist die Deutsche Rentenversicherung Bund.

Die Sozialversicherungsträger sind selbstverwaltete Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die Selbstverwaltung wird ehrenamtlich durch Versicherte und Arbeitgeber in den Selbstverwaltungsorganen ausgeübt. Im Rahmen der Sozialwahlen werden die Mitglieder der Selbstverwaltungsorgane aus dem Kreis der Versicherten und Arbeitgeber alle sechs Jahre neu gewählt. Versicherte und Arbeitgeber wählen getrennt voneinander. Gewählt wird obligatorisch durch briefliche Stimmabgabe.

Zeitliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlbeteiligung bei den Sozialwahlen für die Versichertenvertreter[5]
Datum Berechtigte Beteiligung
16.+17. Mai 1953 5,2 Mio. 42,2 %
8. Juni 1958 10,3 Mio. 27,5 %
27. Mai 1962 16,7 Mio. 26,2 %
9. Juni 1968 28,9 Mio. 20,5 %
26. Mai 1974 23 Mio. 43,7 %
1. Juni 1980 32,8 Mio. 43,8 %
4. Juni 1986 35,5 Mio. 43,9 %
2. Juni 1993 45,6 Mio. 43,4 %
26. Mai 1999 46,9 Mio. 38,4 %
1. Juni 2005 44,2 Mio. 30,8 %

Geschichte der Selbstverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Selbstverwaltung geht zurück bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals entstanden Knappschaftsvereine, deren Vorstände je zur Hälfte von Arbeitgebern und Knappschaftsältesten gewählt wurden. Im Kaiserreich und in der Weimarer Republik wurden die Selbstverwaltungsorgane der Arbeiterversicherung über die von den Mitgliedern gewählten Vorstände der Krankenkassen bestimmt.[6] 1953 fanden die ersten Sozialwahlen nach dem Zweiten Weltkrieg statt.

Sozialwahlen 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Sozialwahlen im Jahr 2005 wurden bei insgesamt acht Sozialversicherungsträgern Wahlen mit Wahlhandlung durchgeführt. Etwa 44 Millionen Mitglieder konnten sich als Wahlberechtigte mit ihrer Stimmabgabe an der Wahl beteiligen. Gewählt wurde unter anderem bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA, seit 1. Oktober 2005: Deutsche Rentenversicherung Bund) und den großen Ersatzkassen. Bei den anderen gesetzlichen Versicherungsträgern und bei allen auf der Arbeitgeberseite fanden Wahlen ohne Wahlhandlung statt.

Die Kosten für die Sozialwahl 2005 betrugen 40,1 Millionen Euro.[7]

Sozialwahlen 2005 bei der Deutschen Rentenversicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nur bei der DRV Bund und bei der DRV KBS sind mehr als zwei Wahllisten in ihren jeweiligen Vertreterversammlungen vertreten. In den anderen DRVen sind vor allem Wahllisten mit Kandidaten des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) und des Christlichen Gewerkschaftsbundes (CGB) ohne Wahlhandlung als gewählt erklärt worden. Wogegen sie bisher nicht in der DRV Bund oder in der DRV KBS vertreten sind. Nicht alle DRVen veröffentlichen, ob oder welchen Wahllisten die gewählten Versichertenvertreter angehören (Beispiel DRV Nord[8]).

Ergebnisse der Sozialwahl 2005 für die Versichertenvertreter
in der Deutschen Rentenversicherung (Sitzverteilung)[9]
Liste, Listenverbindung,
Listenvereinigung
DRV
Bund

[10]
DRV
KBS
DRV
Bad.-
Württ.
DRV
Bayern
Süd

[11]
DRV
Berl.-
Brb.

[12]
DRV
Bschw.-
Hann.

[13]
DRV
Hessen
DRV
Mittel-
dt.
DRV
Nord
DRV
Nord-
bayern

[14]
DRV
OL-HB
DRV
Rhein-
land

[15]
DRV
Rheinl.-
Pfalz

[16]
DRV
Saar-
land

[17]
DRV
Schwa-
ben

[18]
DRV
West-
falen

[19]
BfA-Gem.[20] 13
ver.di 4
TK-Gemeinschaft[21] 3
DAK-VRV[22] 2
KAB / Kolpingwerk / BVEA[23] 2
BARMER-GEK Vv.[24] 2
BARMER-GEK-G.[25] 1
IG Metall[26] 1
DAK-Mg.[27] 1
KKH-Vg.[28] 1
dbb
DGB / IG BAU /
IG BCE / NGG
DGB 28
GdS
CGB 2 2
Liste, Listenverbindung, Listenvereinigung, Einzelvertreter DRV
Bund
DRV
KBS
DRV
Bad.-
Württ.
DRV
Bayern
Süd
DRV
Berl.-
Brb.
DRV
Bschw.-
Hann.
DRV
Hessen
DRV
Mittel-
dt.
DRV
Nord
DRV
Nord-
bayern
DRV
Old.-
Brem.
DRV
Rhein-
land
DRV
Rheinl.-
Pfalz
DRV
Saar-
land
DRV
Schwa-
ben
DRV
West-
falen
Transnet
GDBA
IG BCE
DGB, ACA[29] 13
DGB, ACA, CGB
DGB, ACA M-Th.[30], dbb
Einzelvertreter
keine Angaben zur Listenzugehörigkeit 30 30 30 30 25 15 30
Sitze insgesamt 30 30 30 30 30 30 25 15 15 30

Sozialwahlen 2005 bei der Gesetzlichen Krankenversicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse der Sozialwahl 2005 in der Gesetzlichen Krankenversicherung[9]
Barmer
GEK
[31]
TK[32] DAK[33] KKH[34] hkk[35]
BARMER GEK-Gemeinschaft[25] 10
Barmer GEK Versichertenvereinigung[24] 10
BfA-Gemeinschaft[20] 3
DAK-Mitgliedergemeinschaft e.V. (DAK-MG) [27] 11
DAK-Versicherten- und Rentnervereinigung (DAK-VRV) e.V.[22] 11
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer-Organisationen (ACA)[36] 1 2
Freie Liste Röhm, Stoll, Warbel, Ahlers, Larisch
hkk-Gemeinschaft e.V.[37]
DGB, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer-Organisationen (ACA),
IG Metall, ver.di, IG BAU
10
Industriegewerkschaft Metall[26] 1
KKH-Versichertengemeinschaft e.V.[38]
TK-Gemeinschaft 11
Verband Deutscher Techniker (VDT) 1
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)[39] 1 3
nicht zugeordnete Arbeitnehmervertreter 15 14
Zahntechniker Innung Bremen[40] und Zahntechniker Innung Hamburg und Schleswig-Holstein[41](Arbeitgebervertreter) 15
nicht zugeordnete Arbeitgebervertreter 15 15 14
Sitze insgesamt 30 30 30 30 28
Wahlberechtigte 6,4 Mio. 5,1 Mio. 4,9 Mio. 1,5 Mio. 0,2 Mio.

Sozialwahlen 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juni 2011 fanden die elften Sozialwahlen bei allen Sozialversicherungsträgern statt. Zur Wahl mit Wahlhandlung aufgerufen waren rund 48 Millionen wahlberechtigte Mitglieder der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung, die am 3. Januar 2011 das 16. Lebensjahr vollendet hatten. Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund waren über 30 Millionen Versicherte und Rentner wahlberechtigt, bei den Ersatzkassen über 18 Millionen Mitglieder.[42] Die Vorbereitungen zu den Sozialwahlen 2011 begannen am 31. Dezember 2008[4] mit dem Stichtag für die Abgabe der Vorschlagslisten für das Unterschriftenquorum nach § 48 (Abs. 2 Satz 2 SGB IV).

Sozialwahlen 2011 bei der Deutschen Rentenversicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 fand eine Wahlhandlung durch die wahlberechtigten Mitglieder der Deutschen Rentenversicherung (DRV) nur bei der DRV Bund statt. Bei den anderen DRVen fanden sogenannte Friedenswahlen statt, weil dort nicht mehr Kandidaten zur Wahl zugelassen wurden als Sitze in den jeweiligen Vertreterversammlungen zu vergeben sind. In der Regel haben sich dort verschiedene Listen oder Listenverbindungen so zu Listenvereinigungen zusammengeschlossen, dass die Summe der zur Wahl angetretenen Listenkandidaten genau der Anzahl der zu vergebenden Vertretersitze entspricht. Die Listenkandidaten gelten damit mit Ablauf des Wahltages, dem 1. Juni 2011, automatisch als gewählt. Dieser Umstand führte dazu, dass 2011 weniger als die Hälfte aller normalerweise wahlberechtigten Mitglieder der DRV an der Sozialwahl 2011 durch Wahlhandlung teilnehmen konnten.[43] Als Argument für diese Vorgehensweise wurden Kosteneinsparungen genannt. Am Beispiel der Sozialwahl für die DRV Oldenburg-Bremen wird ein Betrag in Höhe von einer Million Euro genannt, was geschätzten gesparten Wahlkosten von ca. 1,25€ je Mitglied entspricht.[44]

Die Ergebnisse der Sozialwahlen ohne Wahlhandlung standen bereits Ende Januar 2011 fest.

Ergebnisse der Sozialwahl 2011 für die Versichertenvertreter
in der Deutschen Rentenversicherung (Sitzverteilung)[9]
Liste, Listenverbindung, Listenvereinigung DRV
Bund

[45]
DRV
KBS

[46]
DRV
Bad.-
Württ.

[47]
DRV
Bayern
Süd
DRV
Berl.-
Brb.
DRV
Bschw.-
Hann.
DRV
Hessen

[48]
DRV
Mittel-
dt.

[49]
DRV
Nord

[8]
DRV
Nord-
bayern
DRV
OL-HB

[50]
DRV
Rhein-
land
DRV
Rheinl.-
Pfalz
DRV
Saar-
land
DRV
Schwa-
ben
DRV
West-
falen
BfA-Gem.[20] 6
ver.di[39] 2 3
TK-Gemeinschaft[21] 3
DAK-VRV[22]
KAB / Kolpingwerk / BVEA[23] 1
BARMER-GEK Vv.[24] 1
BARMER-GEK-G.[25] 1
IG Metall[26] 1
DAK-Mitgliedergemeinschaft[27]
KKH-Vg.[28]
dbb
DGB / IG BAU /
IG BCE / NGG
DGB
GdS
CGB 3 3
Liste, Listenverbindung, Listenvereinigung, Einzelvertreter DRV
Bund
DRV
KBS
DRV
Bad.-
Württ.
DRV
Bayern
Süd
DRV
Berl.-
Brb.
DRV
Bschw.-
Hann.
DRV
Hessen
DRV
Mittel-
dt.
DRV
Nord
DRV
Nord-
bayern
DRV
Old.-
Brem.
DRV
Rhein-
land
DRV
Rheinl.-
Pfalz
DRV
Saar-
land
DRV
Schwa-
ben
DRV
West-
falen
Transnet 4
GDBA 1
IG BCE 7
DGB, ACA[29] 12 12
DGB, ACA, CGB 15
DGB, ACA M-Th.[30], dbb 15
Einzelvertreter
keine Angaben zur Listenzugehörigkeit 15
Sitze insgesamt 15 15 15 15 15 15 15
Wahl mit Wahlhandlung[51] Ja
[52]
Nein
[46]
Nein
[47]
Nein Nein Nein Nein
[53]
Nein
[49]
Nein
[8]
Nein Nein
[54][55]
Nein Nein Nein Nein Nein
Wahlberechtigte (Mio.)[56] 30
[57]
Mitglieder (Mio.)
[58]
33
[59]
3,3
[60]
4,8
[61]
3,6
[62][63]
2,6
[64]
3,0
[65]
2,6
[66]
4,0
[67]
2,9
[68]
2,4
[69]
0,8
[70]
9,4
[71]
2,0
[72]
0,4
[73]
1,4
[74]
3,9
[75]

Sozialwahlen 2011 bei der Gesetzlichen Krankenversicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der gesetzlichen Krankenversicherung wurden die Mitglieder der Verwaltungsräte der folgenden Ersatzkassen mit Wahlhandlung gewählt:[76]

Ergebnisse der Sozialwahl 2011 in der Gesetzlichen Krankenversicherung[9]
Barmer
GEK
[77][78]
TK[79][80] DAK[81] KKH[82] hkk[83]
BARMER GEK-Gemeinschaft[25] 14
Barmer GEK Versichertenvereinigung[24] 8
BfA-Gemeinschaft[20] 2 5 2 2
Christliche Gewerkschaft Metall (CGM)
DAK-Mitgliedergemeinschaft e.V. (DAK-MG) [27] 13
DAK-Versicherten- und Rentnervereinigung (DAK-VRV) e.V.[22] 7
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) 1 1
DHV – Die Berufsgewerkschaft 0
Freie Liste Röhm, Stoll, Warbel, Ahlers, Larisch 0
hkk-Gemeinschaft e.V.[84] 8
IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)
Industriegewerkschaft Metall[26] 1 1
KAB / Kolpingwerk / BVEA[23] 2 1 2
KKH-Versichertengemeinschaft e.V.[85] 12
TK-Gemeinschaft 12
Verband Deutscher Techniker (VDT)
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)[39] 3 1 3 2 1
nicht zugeordnete Arbeitgebervertreter - 15 - 15 12
Sitze insgesamt 30 30 30 15 12
Wahlberechtigte 6,4 Mio. 5,1 Mio. 4,9 Mio. 1,5 Mio. 0,2 Mio.
Wahlbeteiligung 31,49 % 33,26 % 28,14 % 27,27 % 28,54 %

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Informationen zur Selbstverwaltung und den Sozialwahlen finden sich auf den Internetseiten der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Ersatzkassen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Wegen der Staatsnähe werden alle Mitglieder der Selbstverwaltung ernannt. Eine Wahl findet damit nicht statt.“, Fragen und Antworten zu den Sozialwahlen, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, aufgerufen am 25. Februar 2011
  2. Freie Listen, sozialwahl.de, aufgerufen am 1. März 2011
  3. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Bundeswahlbeauftragter für die Sozialversicherungswahlen, bmas.de, aufgerufen am 25. Februar 2011
  4. a b BMAS: Wahlkalender 2011 für die Wahlen zu den Vertreterversammlungen in der Renten- und Unfallversicherung und zu Verwaltungsräten in der Krankenversicherung, bmas.de, pdf 45,8 kB, aufgerufen am 5. März 2011
  5. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Gutachten zur „Geschichte und Modernisierung der Sozialversicherungswahlen“, Seite 207, bmas.de, pdf 1,2 MB, aufgerufen am 4. März 2011
  6. Vgl. Wolfgang Ayaß: Hundert Jahre und noch mehr... Zur Geschichte der Sozialwahlen, in: Soziale Sicherheit 62 (2013), S. 422-426.
  7. Welche Kosten entstehen bei der Sozialwahl?, sozialwahl.de, aufgerufen am 1. März 2011
  8. a b c 21. Januar 2011: Deutsche Rentenversicherung Nord stellt Ergebnis der Sozialwahl fest, aufgerufen am 5. März 2011
  9. a b c d Zahl = Anzahl der gewählten Vertreter; x = tritt zur Sozialwahl an
  10. RVaktuell 10/11: Nach der Sozialwahl 2005 – Ergebnisse und Analysen, deutsche-rentenversicherung-bund.de, aufgerufen am 4. März 2011
  11. DRV Bayern Süd - Vertreterversammlung, deutsche-rentenversicherung-bayernsued.de, aufgerufen am 5. März 2011
  12. DRV Berlin-Brandenburg: Geschäftsbericht 2009, Seite 8, deutsche-rentenversicherung-berlin-brandenburg.de, aufgerufen am 5. März 2011
  13. Die Vertreterversammlung, deutsche-rentenversicherung-braunschweig-hannover.de, aufgerufen am 5. März 2010
  14. DRV: Die Mitglieder der Vertreterversammlung, deutsche-rentenversicherung-nordbayern.de, aufgerufen am 5. März 2011
  15. DRV Rheinland - Geschäftsbericht 2009, Seite 65, deutsche-rentenversicherung-rheinland.de, pdf 1,5 MB, aufgerufen am 5. März 2011
  16. DRV Rheinland-Pfalz: Vertreterversammlung, aufgerufen am 5. März 2011
  17. DRV Saarland - Geschäftsbericht 2009, Seite 8, deutsche-rentenversicherung-saarland.de, pdf 2 MB
  18. DRV Schwaben - Geschäftsbericht 2009, Seite 11, pdf 2MB
  19. Sozialwahl 2005: Mitglieder der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, deutsche-rentenversicherung-westfalen.de, aufgerufen am 9. März 2011
  20. a b c d BfA-Gemeinschaft
  21. a b TK-Gemeinschaft
  22. a b c d DAK-Versicherten- und Rentnervereinigung (DAK-VRV) e.V.
  23. a b c Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen
  24. a b c d BARMER-GEK Versichertenvereinigung
  25. a b c d BARMER GEK-Gemeinschaft
  26. a b c d Industriegewerkschaft Metall
  27. a b c d DAK-Mitgliedergemeinschaft e.V.
  28. a b KKH-Versichertengemeinschaft e.V. - gegr. 1957
  29. a b Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen
  30. a b ACA Mitteldeutschland und Thüringen
  31. Barmer GEK: Mitglieder des Verwaltungsrates, aufgerufen am 25. Mai 2011
  32. TK: Mitglieder des Verwaltungsrates, aufgerufen am 25. Mai 2011
  33. DAK: Listenträger des Verwaltungsrates 2005, aufgerufen am 25. Mai 2011
  34. KKH-Allianz: Selbstverwaltung, aufgerufen am 25. Mai 2011
  35. hkk Verwaltungsrat, aufgerufen am 25. Mai 2011
  36. ACA
  37. hkk-Gemeinschaft
  38. kkh-Versichertengemeinschaft
  39. a b c ver.di: Sozialwahl 2011
  40. Zahntechniker Innung Bremen
  41. Zahntechniker Innung Hamburg und Schleswig-Holstein
  42. Wie viele Wahlberechtigte gibt es?, sozialwahl.de, aufgerufen am 7. März 2011
  43. Insgesamt hat die Deutsche Rentenversicherung 73 Mio. Mitglieder (2009): Deutsche Rentenversicherung: Wichtige Eckzahlen zur Statistik, deutsche-rentenversicherung-bund.de, aufgerufen am 4. März 2011
  44. DRV Oldenburg-Bremen: Sozialpartner einigen sich auf Friedenswahl, deutsche-rentenversicherung-oldenburg-bremen.de, aufgerufen am 6. März 2011
  45. Ergebnis der Sozialwahl 2011 bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (PDF-Datei; 42 kB), deutsche-rentenversicherung.de, aufgerufen am 26. Juli 2011
  46. a b 14. Februar 2011: DRV Knappschaft Bahn-See - Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zur Vertreterversammlung der DRV KBS, kbs.de, pdf, aufgerufen am 5. März 2011
  47. a b DRV Baden-Württemberg: Ergebnis der Sozialwahl, deutsche-rentenversicherung-bw.de, pdf 21kB, aufgerufen am 5. März 2011
  48. 17. Dezember 2010: DRV Hessen - Wahlen zur Sozialversicherung 2011, aufgerufen am 5. März 2011
  49. a b Friedenswahl beim mitteldeutschen Rentenversicherungsträger, deutsche-rentenversicherung-mitteldeutschland.de, pdf 110 kB, aufgerufen am 5. März 2011
  50. Bekanntmachung des Wahlergebnisses der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen, 11. Februar 2011, pdf 44 kB
  51. Bei Wahlen ohne Wahlhandlung durch die Versicherten (Friedenswahl) gelten die Kandidaten auf den von der Wahlleitung zugelassen Listen automatisch als gewählt. Dies erfolgt dann, wenn nicht mehr Kandidaten zur Wahl stehen als Sitze in der Vertreterversammlung zu vergeben sind.
    Als Quellen sind die veröffentlichten Wahlergebnisse zur Sozialwahl angegeben. Bei Angaben ohne Quellen wurden keine Angaben zu den Sozialwahlen auf den Internetseiten der DRVen gemacht. (Stand: 5. März 2011)
  52. Wer stellt sich zur Wahl?, deutsche-rentenversicherung.de, aufgerufen am 1. März 2011
  53. Wahlen zur Sozialversicherung 2011, deutsche-rentenversicherung-hessen.de, aufgerufen am 5. März 2011
  54. 11. Februar 2011: Bekanntmachung des Wahlergebnisses der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen, pdf 44 kB, aufgerufen am 5. März 2011
  55. DRV Oldenburg-Bremen: Sozialpartner einigen sich auf Friedenswahl, 10. Januar 2011, aufgerufen am 6. März 2011
  56. Zahl = Anzahl der tatsächlich Wahlberechtigten
    (Zahl) = Anzahl der potentiell Wahlberechtigten bei einer Wahl mit Wahlhandlung
  57. 30 Mio. (2011): sozialwahl.de: Wie viele Wahlberechtigte gibt es?, aufgerufen am 5. März 2011
  58. Versicherte und Rentner
  59. 33 Mio. (2010): Deutsche Rentenversicherung Bund - Das Unternehmen, deutsche-rentenversicherung-bund.de, aufgerufen am 4. März 2011
  60. 3,3 Mio. (2008): Geschäftsbericht 2008 der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, Seite 2, deutsche-rentenversicherung-knappschaft-bahn-see.de, pdf (2 MB)
  61. 4,8 Mio. (2010): DRV Baden-Württemberg - Unternehmensprofil, aufgerufen am 5. März 2011
  62. 3,6 Mio. (2009): DRV Bayern Süd - Geschäftsbericht 2009, Seite 2, pdf 2,6 MB
  63. DRV Bayern Süd - Über uns, deutsche-rentenversicherung-bayernsued.de, 5. Oktober 2010, aufgerufen am 6. März 2011
  64. 2,6 Mio. (2009): DRV Berlin-Brandenburg: Geschäftsbericht 2009, Seiten 31 und 32, pdf 450 kB
  65. 3,0 Mio. (2008): DRV Braunschweig-Hannover - "Zahlen - Daten - Fakten", 2008, pdf 2 MB
  66. 2,6 Mio. (2010): Deutsche Rentenversicherung Hessen, deutsche-rentenversicherung-hessen.de, 5. November 2010, aufgerufen am 5. März 2011
  67. 4,0 Mio. (2010): DRV Mitteldeutschland - Über uns, deutsche-rentenversicherung-mitteldeutschland.de, 11. Oktober 2010, aufgerufen am 5. März 2011
  68. 2,9 Mio. (2008): DRV Nord - Geschäftsbericht 2009, Seite 2, pdf 1 MB
  69. 2,4 Mio. (2009): DRV Nordbayern - Geschäftsbericht 2009, Seite 2, pdf 5 MB
  70. 0,8 Mio. (2009): DRV Oldenburg-Bremen - Geschäftsbericht 2009, Seite 18, pdf 283 kB
  71. 9,4 Mio.(2010): DRV Rheinland - Das Wichtigste in Kürze, deutsche-rentenversicherung-rheinland.de, aufgerufen am 5. März 2011
  72. 2,0 Mio. (2010): DRV Rheinland-Pfalz: Unternehmensprofil, deutsche-rentenversicherung-rlp.de, 5. Oktober 2010, aufgerufen am 5. März 2011
  73. 0,4 Mio. (2008): DRV Saarland: Das Wichtigste in Kürze, aufgerufen am 5. März 2011
  74. 1,4 Mio. (2009): DRV Schwaben - Geschäftsbericht 2009, Seite 2, pdf 2MB
  75. 3,9 Mio. (2009): DRV Westfalen - Geschäftsbericht 2009, Seite 2, pdf 3,1 MB
  76. sozialwahl.de: Wer führt bei der Sozialwahl 2011 eine Urwahl (Wahl mit Wahlhandlung) durch?, aufgerufen am 5. März 2011
  77. Barmer-GEK – Listen zur Sozialwahl2011, barmer-gek.de, aufgerufen am 24. März 2011
  78. Barmer GEK Pressemitteilung - Ergebnis der Sozialwahlen, barmer-gek.de, 16. Juni 2011
  79. Techniker Krankenkasse - Sozialwahl 2011
  80. TK: Vorläufiges Ergebnis, aufgerufen am 9. Juni 2011
  81. Deutsche Angestellten-Krankenkasse - Sozialwahl 2011
  82. KKH-Allianz - Sozialwahl 2011
  83. hkk - Sozialwahl 2011
  84. hkk-Gemeinschaft
  85. kkh-Versichertengemeinschaft