Soziopod

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Der Soziopod ist ein Podcast zu soziologischen und philosophischen Themen, der seit 2011 von dem Erziehungswissenschaftler Nils Köbel (Katholische Hochschule Mainz) und Patrick Breitenbach, Medienberater und ehemals[1] Dozent für Neue Medien an der Karlshochschule International University, produziert wird. 2013 wurde das Projekt als erster Podcast überhaupt[2] mit einem Grimme Online Award (Kategorie „Wissen und Bildung“) ausgezeichnet.[3][4]

In jeder Folge, deren Dauer bis zu zwei Stunden beträgt, widmen sich Breitenbach und Köbel einem Thema oder dem Werk eines bekannten Philosophen. Nach einer einleitenden Definition erläutern sie die wissenschaftlichen Grundlagen, bevor sie dann in einem „lockeren Zwiegespräch“ diskutieren.[3] Dabei verfolgen sie nach eigener Aussage das Ziel, die Themen allgemeinverständlich zu präsentieren, um die „Soziologie […] auf die Straße“ zu bringen, wo sie hingehöre.[2] Nach eigenen Angaben im Jahr 2017 erreichen die Folgen im Schnitt über 20.000, einzelne Folgen über 40.000 Zuhörer.[1][5]

Der Podcast wird zunehmend auch als Live-Veranstaltung durchgeführt. Im Juni 2015 wurde der Soziopod erstmals live und mit Publikum in der Showbühne Mainz produziert; Thema der Ausgabe war „Identität“.[6][7] Im Dezember desselben Jahres war der Podcast mit einem Jahresrückblick auf dem Chaos Communication Congress zu Gast.[8] Es folgten weitere Live-Auftritte. Seit März 2016 gibt es zudem die Reihe „Better call Soziopod“, die im Wort-Stream des Webradios detektor.fm im Ressort Wissen mit Hörerbeteiligung mittwochs im Abendprogramm läuft.[9][10] Seit August 2017 produzieren Breitenbach und Köbel unter der Bezeichnung „Radio Edition“ auch Soziopod-Ausgaben für das Kulturprogramm Bremen Zwei.[5][11][12] Die Live-Formate werden nur zum Teil als Podcast bereitgestellt.

Am 12. Februar 2016 erschien unter dem Titel Wie ich wurde wer ich bin, und was wir einmal sein werden bei Bastei Lübbe ein Buch zur Sendung.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Patrick Breitenbach, Nils Köbel: Wie ich wurde, wer ich bin, und was wir einmal sein werden. Streifzüge durch den Garten der Philosophie. Lübbe, Köln 2016, ISBN 978-3-7857-2557-3 (mit Illustrationen von Isabella Blatter).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Saskia Schmitt und Anika Hirdes: Soziopod. In: Vitamin B(ildung). Tine Nowak, 9. April 2017; abgerufen am 9. April 2017.
  2. a b Campus Mainz: Dr. Nils Köbel über die Uni und den Soziopod Veröffentlicht am 7. März 2015. Abgerufen am 18. August 2015.
  3. a b Grimme-Institut: Grimme Online Award: Preisträger 2013 Abgerufen am 18. August 2015.
  4. Mainzer Erziehungswissenschaftler gewinnt renommierten Grimme Online Award in der Kategorie Wissen und Bildung. Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, ; abgerufen am 24. November 2015.
  5. a b "Soziopod" von Patrick Breitenbach und Nils Köbel. In: radioeins, Die Schöne Woche. 11. August 2017; abgerufen am 12. August 2017.
  6. Soziopod: Live & Analog Abgerufen am 18. August 2015.
  7. Katharina Peetz: Identitätsfindung auf dem Sofa – "Soziopod"-Macher erstmals live vor und mit Publikum. In: Allgemeine Zeitung. Mainz 15. Juni 2015 (Lokales Alzey).
  8. Soziopod #042: Jahresrückblick 2015 – Live im 32c3 Sendezentrum. In: SozioPod. Abgerufen am 31. Januar 2016.
  9. Better Call Soziopod #01: Die offene Gesellschaft und ihre Freunde (Live bei detektor.fm) - SozioPod. In: SozioPod. (soziopod.de [abgerufen am 15. November 2017]).
  10. detektor.fm sendet Podcasts: Netzpolitik, Soziologie und mehr. In: detektor.fm. 1. Mai 2015 (detektor.fm [abgerufen am 15. November 2017]).
  11. Podcast-Lab - Sendungen. Bremen Zwei; abgerufen am 12. August 2017.
  12. Patrick Breitenbach, Nils Köbel: Soziopod #050: Gewalt Reloaded - Day after hell - SozioPod. In: SozioPod. (soziopod.de [abgerufen am 12. August 2017]).