Späth Orgelbau

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Dieser Artikel beschreibt das Schweizer Unternehmen. Zum ehemaligen deutschen Unternehmen, siehe Gebr. Späth Orgelbau.

Späth Orgelbau AG ist ein Schweizer Orgelbauunternehmen, das 1909 in Rapperswil gegründet wurde und seit 2011 in Rüti ZH angesiedelt ist.

Geschichte des Unternehmens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Familienunternehmens geht auf Alois Späth (1825–1876) zurück, dessen Sohn Franz Xaver Späth (1859–1940) die mit dem Tod des Vaters geschlossene Werkstatt in Ennetach (Deutschland) 1882 neu eröffnete. Mit dem Zusammenschluss im Jahr 1894 mit seinem Bruder Albert (1866–1948) wurde die Firma in Gebr. Späth Orgelbau umbenannt. Der dritte Sohn Hermann Späth (1867–1917) führte die Werkstatt von 1896 bis zu seinem Tod im Jahr 1917 weiter.[1]

Die Brüder Emil und Hubert Späth, Neffen von Franz Xaver, erwarben im Jahr 1909 in Rapperswil den Betrieb von Heinrich Spaich. Deren Söhne Joseph, Eugen und Emil übernahmen die Firma in den 1940er Jahren. In dritter Generation leiteten Hans und Carmen Späth seit 1974 die Firma. 1981 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.[2] Mit der Pensionierung von Hans Späth 2011 wurde seine Frau alleinige Inhaberin der Firma. In diesem Zuge wurde der Betrieb verkleinert und nach Rüti ZH verlegt.

Der Schriftsteller Gerold Späth erlernte zunächst bis 1975 den Orgelbau im väterlichen Betrieb.

Neben Orgelneubauten werden auch Restaurierungen durchgeführt. In den letzten Jahren ist Späth Orgelbau AG verstärkt international tätig.

Werkliste (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1921 Basel Heiliggeistkirche HeiliggeistkircheBS indoor-backview.JPG III/P 41
1940 Friesenberg St. Theresia (Zürich-Friesenberg) St. Theresia Zürich Orgel.JPG II/P 24
1951/1963 Seebach (Stadt Zürich) Maria Lourdes Maria Lourdes Zürich, Blick zur Orgel.jpg III/P 39 1963 von Späth revidiert; 1985 und 2006 von Kuhn umgebaut
1954 Höngg Heilig Geist Heilig Geist Zürich Höngg Orgel.JPG II/P 24 1974 Erweiterungsumbau durch Späth; 1993 Umbau durch Hubert Senn
1963 Saas-Fee Herz-Jesu-Kirche II/P 25
1964 Oberengstringen St. Mauritius Mauritius Oberengstringen Orgel.JPG II/P 24 1988 Spieltisch erneuert und kleine Dispositionsänderung
1966 Ehingen (Donau) St. Blasius IV/P 49 op. 811
1969 Dübendorf Maria Frieden III/P 41 2012 abgetragen
1970 Schwamendingen St. Gallus
Kirche St. Gallus Zürich Orgel mit Fenster.jpg
III/P 36
1971 Opfikon-Glattbrugg St.-Annakirche Anna 5029 b4.jpg II/P 24
1973–1974 Urdorf Bruder Klaus Bruder Klaus Urdorf Orgel.JPG II/P 18
1981 Zürich St. Peter und Paul Peter u Paul 2507.jpg II/P 34
1982 Balzers (Liechtenstein) Kath. Pfarrkirche III/P 32 hinter neugotischem Prospekt
1983–1984 Winterthur St. Peter und Paul Peter und Paul Winterrthur Orgel.jpg III/P 36
1984 Zürich-Aussersihl Don Bosco
Kirche Don Bosco Zürich Orgel.JPG
II/P 19
1988 Neu St. Johann Ehem. Klosterkirche III/P 40 Rekonstruierender Neubau Orgel Neu St. Johann
1989–1990 Bülach Dreifaltigkeitskirche Dreifaltigkeitskirche Bülach Orgel.JPG II/P 26 neugotischer Prospekt
1992 Weinfelden Katholische Kirche III/P 36 Orgel Weinfelden
1994 Ebnat SG Reformierte Kirche II/P 19
1997 Liestal Reformierte Stadtkirche III/P 42
2001 La Almunia de Doña Godina (Spanien) Parroquia de la Asunción II/P 37
2001 Wädenswil Reformierte Kirche Orgel der reformierten Kirche Wädenswil Front.jpg III/P 40 hinter neubarockem Prospekt
2003 Pfäffikon SZ St. Meinrad III/P 35
2006 Cardiff (Wales) St. Paul's Church III/P 35
2008 Goldach SG St. Mauritius III/P 45

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Lexikon süddeutscher Orgelbauer. Florian Noetzel Verlag, Wilhelmshaven 1994, ISBN 3-7959-0598-2, S. 394.
  2. spaeth.ch: Tradition, gesehen 13. Juli 2013.