Spürhund

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Suchspürhund der Bayerischen Polizei
An einem russisch-finnischen Grenzübergang (1997)[1]

Ein Spürhund ist ein Hund, der zur speziellen Geruchserkennung und -verfolgung für bestimmte Aufgaben ausgebildet ist.

Jagd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon seit Jahrhunderten werden Spürhunde bei der Jagd eingesetzt. Es gibt eine ganze Reihe verschieden spezialisierter Jagdhunde, einer davon ist der Schweißhund.

Diensthunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spürhunde werden als Diensthund unter anderem bei Polizei und Zoll eingesetzt. Mögliche Spezialisierungen von Diensthunden sind beispielsweise

Hunde in Katastrophenschutz und Rettungsdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rettungsdienst kommen Mantrailer zur Personensuche zum Einsatz. Rettungshunde werden außerdem zur Suche von Personen in Trümmern, im Schnee oder im Wasser (Wasserrettung) eingesetzt. Auch Leichenspürhunde werden im Katastropheneinsatz genutzt.

Hauptartikel: Rettungshund

Spürhunde im medizinischen Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hunde sind aufgrund ihres gut ausgebildeten Geruchssinns in der Lage, Veränderungen am Menschen zu riechen, die medizinisch von Bedeutung sind. So werden Hunde als Begleit- und Warnhunde eingesetzt. Dazu gehören Hunde, die speziell als Epilepsiehund oder Diabetikerwarnhund ausgebildet sind. Hunde sind darüber hinaus in der Lage, verschiedene Veränderungen zu riechen, die mit Krebs einhergehen und somit bei entsprechender Ausbildung diese Veränderungen anzuzeigen.[3][4]

Spürhunde im bauhygienischen Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Auffinden von versteckten Schimmelpilzschäden in Gebäuden werden dafür ausgebildete Schimmelspürhunde eingesetzt.[5] Ein Einsatz von sogenannten Bettwanzenspürhunden zum Aufspüren von Plattwanzen erfolgt nicht nur in Gebäuden, sondern im Rahmen von Bodenkontrollen auch in Flugzeugen.[6]

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Trüffelhund

Für der Suche nach Trüffeln werden (neben Schweinen) Hunde ausgebildet und eingesetzt, die als Trüffelhund bezeichnet werden. Eine Rasse, die dabei genutzt wird, ist der Lagotto Romagnolo.

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Speziell trainierte Leichensuchhunde werden auch in der Archäologie eingesetzt.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Foto: RIA Novosti archive, image #20245 / Sergey Kompanichenko / CC-BY-SA 3.0
  2. Frankfurter Allgemeine Zeitung: Bargeldspürhund am Flughafen (online), abgerufen am 18. Januar 2013
  3. M. McCulloch: Diagnostic Accuracy of Canine Scent Detection in Early- and Late-Stage Lung and Breast Cancers. In: Integrative Cancer Therapies. 5, 2006, S. 30–39, doi:10.1177/1534735405285096.
  4. Canines’ Cancer-Sniffing Snouts Showing 90%-Plus Accuracy. auf bloomberg.com/news am 19. Mai 2014
  5. Jasmin Wallner, Christian Hanus, Gerhard Führer: Das „Messinstrument Schimmelspürhund“. In: Gefahrstoffe – Reinhalt. Luft. 72, Nr. 3, 2012, ISSN 0949-8036, S. 94–98.
  6. Bettwanzenspürhunde | The Bed Bug Foundation. In: bedbugfoundation.org. Abgerufen am 31. Oktober 2016.
  7. Angelika Franz: Ausgegraben – Neues aus der Archäologie: Spürhunde erkunden indianisches Tal der Toten. Der Spiegel, 21. Juli 2012, abgerufen am 4. Dezember 2013.