Spark (Band)

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Spark
aktuelles Logo von Spark, entworfen für das Album Folk Tunes, aber jetzt generell verwendet

aktuelles Logo von Spark, entworfen für das Album Folk Tunes, aber jetzt generell verwendet
Spark in Gütersloh, Januar 2012v. l. n. r. Mischa Cheung, Andrea Ritter, Victor Plumettaz, Stefan Glaus, Daniel Koschitzki
Spark in Gütersloh, Januar 2012
v. l. n. r. Mischa Cheung, Andrea Ritter, Victor Plumettaz, Stefan Glaus, Daniel Koschitzki
Allgemeine Informationen
Genre(s) Minimal Music, Neue Musik, Klassik
Gründung 2007
Website www.spark-die-klassische-band.de
Gründungsmitglieder
Andrea Ritter
Blockflöte, Melodica
Daniel Koschitzki
Aktuelle Besetzung
Blockflöte
Andrea Ritter
Blockflöte, Melodica
Daniel Koschitzki
Violine, Viola
Stefan Balazsovics (ab 2017)
Victor Plumettaz (ab 2007)
Arseni Sadykov (ab 2016)
Ehemalige Mitglieder
Stefan Glaus (2008-2015)
Klavier
Mischa Cheung (2011 - 2015)
Klavier
Jutta Rieping (2009–2011)
Klavier
René Randrianarisoa (bis 2009)
ursprüngliches Logo von Spark, verwendet z. B. auf dem Cover des Debütalbums Downtown Illusions

Spark ist ein Kammermusikensemble, das Neue Musik und klassische Werke in eigener Neuinterpretation darbietet. Ein Ziel der Band ist es, klassische Musik besonders jungen Menschen oder auch Konzertgängern mit wenig klassischer Hörerfahrung zugänglich zu machen. Mit dem Slogan Spark – die klassische Band (so auch die Internet-Domain der Band) definiert Spark das Bestreben der Gruppe, klassische Musik mit der Hörerfahrung junger Menschen in Einklang zu bringen, indem sie „den Feinsinn und die Präzision eines klassischen Kammermusikensembles mit der Energie und dem Biss einer Rockband“[1] verbindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ensemble wurde 2007 von den Blockflötisten Andrea Ritter und Daniel Koschitzki gegründet. Beide kannten sich schon seit ihrem gemeinsamen Blockflötenstudium in Karlsruhe und hatten auch mehrere Jahre gemeinsam im Amsterdam Loeki Stardust Quartet gespielt. 2006 hatten sie zusammen das Barockensemble Koschitzki & Ritter gegründet.

Ebenfalls seit 2007 ist der Cellist Victor Plumettaz dabei, den Andrea Ritter und Daniel Koschitzki ebenfalls von der Musikhochschule Karlsruhe kannten. 2008 stieß Stefan Glaus dazu, der Violine und Viola spielt. Der Pianist wechselte bereits zweimal, seit 2011 sitzt Mischa Cheung für Spark am Flügel. Alle fünf Musiker von Spark sind klassisch ausgebildet, lassen in ihre Musik aber auch Einflüsse aus Minimal Music, Filmmusik und Popularmusik einfließen.

2010 nahm Spark das erste Album Downtown Illusions beim Label ARS Produktion auf, damals noch mit Jutta Rieping am Klavier. Am 14. September 2012 erschien das zweite Album Folk Tunes bei Deutsche Grammophon/Universal. In diesem Album greift die Band vermehrt auf traditionelle Melodien europäischer Volksmusik zurück.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kern des Ensembles sind die beiden Flötisten Andrea Ritter und Daniel Koschitzki, die die Band auch gegründet haben. Bei ihren Auftritten mit Spark spielen sie bis zu 30 verschiedene Flöten von der Subbassblockflöte bis zur Sopraninoblockflöte, darunter auch historische Instrumente wie z. B. die g-Alt-Ganassiflöte aus der Zeit der Renaissance.[2]

Victor Plumettaz stammt aus einer schweizerisch-ungarischen Musikerfamilie. 2006 erhielt er den 2. Preis bei der International Cello Competition Antonio Janigro in Zagreb. Neben seiner Tätigkeit bei Spark tritt er als Cellist auch solistisch oder mit Kammer- oder Orchestermusik auf.[3]

Stefan Glaus ist in der Schweiz als freischaffender Musiker tätig. Außerdem gehört er seit 2005 dem Aargauer Symphonie Orchester an.[4]

Mischa Cheung, der in Zürich lebt, stammt aus einer schweizerisch-chinesischen Musikerfamilie. Klavierspielen lernte er bereits zuhause von seinem Vater. Seine Ausbildung als Pianist erhielt er an der Zürcher Hochschule der Künste bei Konstantin Scherbakov. 2007 wurde Cheung Pianist im Gershwin Piano Quartet, seit 2011 spielt er bei Spark. Seit 2009 ist er Assistent der Meisterklasse von Professor Scherbakov an der Zürcher Hochschule der Künste.[5]

Repertoire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Hauptanteil des Repertoires von Spark bilden zeitgenössische Werke, die entweder für Spark komponiert oder von Spark arrangiert werden. Dabei arbeitet Spark eng mit zeitgenössischen Komponisten aus Europa und den USA zusammen, wie Chiel Meijering, Johannes Motschmann, Kenji Bunch oder Lev „Ljova“ Zhurbin. Daneben arrangiert Spark aber auch ältere Werke für die eigene Besetzung, um auf die Wurzeln der heutigen Musik zu verweisen.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spark engagiert sich bei der Initiative Rhapsody in School [6] und gibt regelmäßig Konzerte in Schulen.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Downtown Illusions (ARS Produktion)[7]
  • 2012: Folk Tunes (Deutsche Grammophon/Universal)[8]
  • 2012: New Directions In Classical Music (Sampler von Deutsche Grammophon/Universal mit 2 Stücken von Spark)[9]
  • 2012: Eine Klassik für sich – Die besten Alben 2012 (Sampler von Deutsche Grammophon/Universa/Decca, Jahresrückblick mit 1 Stück aus Folk Tunes)[10]
  • 2015: Wild Territories (Berlin Classics)[11]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für ihr Debütalbum Downtown Illusions erhielt die Band 2011 den ECHO Klassik in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“. [12] In der Begründung heißt es: „Spark überzeugen mit einer einzigartigen Mischung aus Spielfreude und technischer Brillanz. Dabei überwinden sie mit musikalischem Feuer alle stilistischen Grenzen.“[13]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher:

  • Daniel Koschitzki und Andrea Ritter im Gespräch mit Martin Tröndle: We Do It Our Way. Spark, die klassische Band. In: Petra Schneidewind, Martin Tröndle (Hrsg.): Selbstmanagement im Musikbetrieb. Ein Handbuch für Kulturschaffende. 2., komplett überarbeitete Auflage. transcript, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-1660-6, Kap. 4.4, S. 289 ff.

Fachzeitschriften:

  • Georg Waßmuth: The journey has just begun. Spark – die klassische Band. In: clarino.print. blasmusik international. Nr. 6. DVO Druck und Verlag Obermayer GmbH, Juni 2011, ISSN 1610-7853, S. 46–48.
  • Hans-Dieter Grünefeld: Die Klassikband Spark. Extravagant. In: Ensemble – Magazin für Kammermusik. Nr. 1 (Februar/März). Staccato-Verlag, 2010, ISSN 1612-0833, S. 40–43.
  • Hans-Dieter Grünefeld: Spark. Kammermusik wider klassische Konzertrituale. In: Musik&Theater. Nr. 7/8 (Juli/August). Südostschweiz Presse und Print AG, 2011, ISSN 0931-8194, S. 21.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bio. In: Website von Spark. Abgerufen am 30. November 2012.
  2. Spark beim ZDF Mittagsmagazin, Interview mit Andrea Ritter und Daniel Koschitzki auf Youtube
  3. Victor Plumettaz. In: Website von Spark. Abgerufen am 30. November 2012.
  4. Stefan Glaus. In: Website von Spark. Abgerufen am 30. November 2012.
  5. Mischa Cheung. In: Website von Spark. Abgerufen am 30. November 2012.
  6. KÜNSTLERLISTE – alphabetisch. In: Website von Rhapsody in School. Abgerufen am 30. November 2012.
  7. Spark – Downtown Illusions. In: Website der ARS Produktion. Abgerufen am 30. November 2012 (mit Vorstellung des Albums und Presserezensionen).
  8. Folk Tunes. In: Website der Universal Music Group. Abgerufen am 20. Dezember 2012.
  9. New Directions In Classical Music. In: musik-sammler.de. Abgerufen am 15. Januar 2013.
  10. Eine Klassik für Sich 2012. In: Website der Universal Music Group. Archiviert vom Original am 17. Februar 2013, abgerufen am 15. Januar 2013.
  11. Diskografie. In: Website von Spark. Abgerufen am 22. Februar 2016.
  12. ECHO-Klassik 2011 für Spark, die klassische Band: Klassik ohne Grenzen. In: Website der OPHELIAS Culture PR. Abgerufen am 30. November 2012.
    Ehemalige Studierende der Hochschule für Musik Karlsruhe ausgezeichnet. Spark gewinnt den ECHO Klassik 2011. In: Hochschule-News der Hochschule für Musik Karlsruhe. Abgerufen am 13. Dezember 2012.
  13. Spark beim ECHO Klassik 2011, Ausschnitt auf Youtube