Sparkassenverband Westfalen-Lippe

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Der Sitz des SVWL in Münster-Kinderhaus

Der Sparkassenverband Westfalen-Lippe (SVWL) mit Sitz in Münster ist der Dachverband der 60 Sparkassen in Westfalen-Lippe. Er hat die Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts.[1] Die westfälisch-lippischen Sparkassen beschäftigen mehr als 24.000 Mitarbeiter und haben zusammen eine Bilanzsumme von 131 Milliarden Euro. Organe des Verbandes sind die Verbandsversammlung, der Verbandsverwaltungsrat und der Verbandsvorstand. Präsidentin des Sparkassenverbandes ist seit dem 1. April 2017 Liane Buchholz.[2]

Aufgaben und Struktur als moderner Dienstleister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sparkassenverband Westfalen-Lippe unterstützt seine Mitgliedssparkassen und deren Träger dabei, die im Sparkassengesetz Nordrhein-Westfalen beschriebenen Aufgaben zu erfüllen. Ziel der Verbandstätigkeit ist es, das öffentlich-rechtliche Sparkassenwesen zu sichern und zu stärken. Der SVWL berät die Sparkassen in allen Bereichen und vertritt deren Interessen gegenüber der Öffentlichkeit und Institutionen. Der SVWL vertritt die Interessen der Sparkassen im Verbandsgebiet in den Gremien der Landesbank Hessen-Thüringen (zuvor auch WestLB), der LBS West, der Versicherung Provinzial NordWest und der Finanz Informatik. Als Mitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes bestimmt er die geschäftspolitische Ausrichtung und die gemeinsame Werbelinie der Sparkassen mit (Corporate Identity).

Der Verband fördert eine gesellschaftlich wichtige Säule des deutschen Finanzdienstleistungsmarkts: Das dezentrale und kommunal verankerte Sparkassenwesen stellt sicher, dass Bürger und Unternehmen in allen Teilen des Landes mit geld- und kreditwirtschaftlichen Angeboten versorgt sind. Es stärkt den Wettbewerb im Kreditgewerbe. Zudem erfüllen die öffentlich-rechtlichen Sparkassen wichtige gemeinwohl-orientierte Aufgaben: Über Spenden, Stiftungen und Sponsorings sowie Ausschüttungen an die kommunalen Träger kommen die Erfolge der Sparkassen zahlreichen Initiativen in den Bereichen Jugend, Bildung und Soziales, Kultur, Sport und Wirtschaft zugute.

Der SVWL versteht sich als moderner Dienstleister, der sich innerhalb einer effizienten Gremienstruktur für die Meinungs- und Willensbildung der Mitgliedssparkassen und ihrer kommunalen Trägern einbringt und sie wirkungsvoll unterstützt. Zu diesem Zweck arbeitet der Verband in zwei Einrichtungen: Geschäftsstelle und Prüfungsstelle.

Der Verband ist Berater und Wirtschaftsprüfer in einem: Die Geschäftsstelle vertritt die Interessen der Mitglieder, berät sie etwa in betriebswirtschaftlichen und juristischen Fragestellungen und erarbeitet zukunftsfähige Lösungen für die tägliche Sparkassenarbeit. Die Prüfungsstelle ist als unabhängige Einrichtung des Verbandes mit der Prüfung der Mitgliedssparkassen betraut. Im Rahmen ihres Auftrags prüft sie die Jahresabschlüsse sowie das Kredit-, Depot- und Wertpapiergeschäft der Sparkassen. Insgesamt setzen sich rund 280 Verbandsmitarbeiter für die Interessen der Mitgliedssparkassen und ihrer Träger ein – in der Geschäftsstelle, in der Prüfungsstelle sowie im Wirtschaftsbereich. Die Richtlinien der Verbandsarbeit werden von den Mitgliedern vorgegeben und sind in der Satzung beschrieben.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Satzung des SVWL. Abgerufen am 24. Februar 2017.
  2. SVWL.eu: Prof. Dr. Liane Buchholz ist neue Sparkassenpräsidentin. In: www.svwl.eu. Abgerufen am 4. Januar 2017.