Sparsbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert die Gemeinde im Elsass, die Ortschaft von Kammern im Liesingtal, Steiermark, siehe Sparsbach (Gemeinde Kammern).
Sparsbach
Wappen von Sparsbach
Sparsbach (Frankreich)
Sparsbach
Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine
Département Bas-Rhin
Arrondissement Saverne
Kanton Ingwiller
Koordinaten 48° 53′ N, 7° 25′ OKoordinaten: 48° 53′ N, 7° 25′ O
Höhe 197–387 m
Fläche 13,58 km²
Einwohner 256 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 19 Einw./km²
Postleitzahl 67340
INSEE-Code

Sparsbach ist eine französische Gemeinde mit 256 Einwohnern (1. Januar 2013) im Département Bas-Rhin in der Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine. Sie gehört zum Arrondissement Saverne, zum Kanton Ingwiller und zum Gemeindeverband Pays de La Petite-Pierre.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Sparsbach liegt in den Vogesen und ist Teil des Biosphärenreservates Pfälzerwald-Vosges du Nord.

Durch die Gemeinde fließt der Meisenbach, der im nahen Ingwiller in die Moder mündet.

Nachbargemeinden von Sparsbach sind Wimmenau im Norden, Weinbourg und Ingwiller im Osten, Weiterswiller im Süden, La Petite-Pierre im Südwesten und Erckartswiller im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Sparsbach gehörte als Allod[1] zunächst zum Amt Buchsweiler der Herrschaft Lichtenberg, als dieses sich im 13. Jahrhundert bildete. Aufgrund des großen Gebietszuwachses der Herrschaft in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde das Amt Buchsweiler um 1330 geteilt und das Amt Ingweiler ausgegliedert. Sparsbach wurde als Teil der Büttelei Ingweiler dem Amt Ingweiler zugeschlagen.[2] Anlass für die neue Organisation können die beiden Landesteilungen gewesen sein, die im Haus Lichtenberg um 1330 und im Jahr 1335 stattfanden. 1335 wurde eine Landesteilung zwischen der mittleren und der jüngeren Linie des Hauses Lichtenberg durchgeführt. Sparsbach fiel dabei an die Nachkommen des früh verstorbenen Johann III. von Lichtenberg, die die mittlere Linie des Hauses begründeten.[3].

1480 verstarb mit Graf Jakob das letzte männliche Mitglied der Familie derer von Lichtenberg, sein Erbe und die Herrschaft wurde geteilt. Das Amt Ingweiler gehörte zu dem Teil des Erbes, der an Zweibrücken-Bitsch fiel.[4]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allerdings kam es 1570 zu einem weiteren Erbfall, bei dem die Grafen von Hanau-Lichtenberg das Amt Ingweiler in Besitz nahmen. Das Dorf war 1551 Teil der Mitgift bei der Heirat von Amelie von Zweibrücken-Bitsch mit Philipp I. von Leiningen-Westerburg. Seitdem gehörte es nicht mehr zum Amt Ingweiler, sondern zur Grafschaft Leiningen.[5]

Mit der Reunionspolitik Frankreichs unter König Ludwig XIV. kam Sparsbach um 1680 unter französische Oberhoheit, mit der Französischen Revolution kam es endgültig zu Frankreich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 153 156 164 157 152 191 251 261

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forstwirtschaft und Fischzucht sind die ansässigen Wirtschaftszweige in Sparsbach. Touristisch wirbt man mit den gastronomischen Spezialitäten Forellen und Flammkuchen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean-Claude Brumm: Quelques dates importantes dans l’histoire …. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 10f.
  • Fritz Eyer: Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts = Schriften der Erwin von Steinbach-Stiftung 10. 2. Aufl. Bad Neustadt an der Saale 1985 [Nachdruck des Werks von 1938]. ISBN 3-922923-31-3
  • Freddy Gutbub und Ernst Hallenberger: Rothbach – Histoire d'un village des Vosges du Nord / Geschichte eines Dorfes in den Nordvogesen. 1991. ISBN 2-9505842-0-9 (Bilingual: in französischer und deutscher Sprache)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sparsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eyer, S. 51, 53.
  2. Eyer, S. 238.
  3. Eyer, S. 79.
  4. Brumm, S. 11.
  5. Gutbub, S. 45.