Sparwechselschaltung

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Die Sparwechselschaltung ist eine Wechselschaltung aus der Elektroinstallation. Sie dient dazu, einen Verbraucher, meist eine Leuchte, von zwei Stellen ein- und auszuschalten.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schaltung der Sparwechselschaltung (im eingeschalteten Zustand)

Eine Sparwechselschaltung wird aus Wechselschaltern aufgebaut. Im Gegensatz zu einer normalen Wechselschaltung arbeitet die Sparwechselschaltung nur mit einer Korrespondierenden. Das spart eine Ader und ermöglicht, bei der Verwendung 5-adriger Leitungen unter die jeweiligen Wechselschalter noch eine Steckdose einzubauen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Lampen von beiden Schalterdosen aus angeschlossen werden können.

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausgänge der Wechselschalter sind miteinander verbunden. Auf einer der beiden Adern erfolgt die Einspeisung. Der Anschluss der Lampe(n) erfolgt an der anderen Ader.

Eingangsseitig sind die beiden Schalter miteinander verbunden. Solange beide Schalter in verschiedenen Schalterpositionen stehen, kann der Strom nicht von der A- auf die B-Ader fließen. Wird einer der beiden Schalter betätigt, kann der Strom über die dritte Verbindungsader fließen.

Die Nachteile der Sparwechselschaltung sind:

  • Der längere Leitungsweg.
  • Kann nachträglich nicht durch Kreuzschalter für weitere Schaltpunkte erweitert werden, wie es bei der normalen Wechselschaltung möglich ist.

Weitere Schaltungsvarianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weitere Variante der Wechselschaltung ist die sogenannte Hamburger Schaltung, bei der aber der Neutralleiter einpolig geschaltet wird. Ein einpoliges Schaltgerät darf gemäß DIN VDE 0100-460:2002-08 Abschnitt 465.1.2 nicht im Neutralleiter eingesetzt werden, und diese Schaltungsvariante ist daher bis heute nur noch unter Bestandsschutz zulässig, wenn die Anlage vor Mai 1973 errichtet wurde und nachher nicht verändert wurde. Selbst eine Reparatur (Auswechselung von Schaltern) ist nicht zulässig, da neue Schalter andere zeitkritische Funktionen haben, die zu Kurzschlüssen führen können.

In neu zu erstellenden Installationen wird es bei mehr als zwei bis drei Schaltstellen (= 2 Wechselschalter plus optionaler Kreuzschalter) kostensparender, wenn ein Stromstoßschalter und diverse Taster ab 4 Schaltstellen verwendet werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Hösl, Roland Ayx, Hans Werner Busch: Die vorschriftsmäßige Elektroinstallation, Wohnungsbau-Gewerbe-Industrie. 18. Auflage, Hüthig Verlag, Heidelberg, 2003, ISBN 3-7785-2909-9