Speinshart

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Speinshart
Speinshart
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Speinshart hervorgehoben

Koordinaten: 49° 47′ N, 11° 49′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Verwaltungs­gemeinschaft: Eschenbach in der Oberpfalz
Höhe: 425 m ü. NHN
Fläche: 23,77 km2
Einwohner: 1114 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92676
Vorwahl: 09645
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 157
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gereon-Motyka-Siedlung 7
92676 Speinshart
Website: www.speinshart.de
Bürgermeister: Albert Nickl (CSU)
Lage der Gemeinde Speinshart im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis BayreuthLandkreis SchwandorfWeiden in der OberpfalzLandkreis TirschenreuthLandkreis Amberg-SulzbachGeorgenbergPleysteinNeustadt am KulmPressathTrabitzEschenbach in der OberpfalzBechtsriethWindischeschenbachWeiherhammerWaldthurnWaidhausVohenstraußTheisseilTännesbergStörnsteinSchwarzenbach (Oberpfalz)SchlammersdorfSchirmitzPüchersreuthPirkParksteinNeustadt an der WaldnaabMantel (Markt)Luhe-WildenauLeuchtenbergKohlberg (Oberpfalz)KirchenthumbachKirchendemenreuthIrchenriethGrafenwöhrFlossenbürgFloß (Oberpfalz)EtzenrichtEslarnAltenstadt an der WaldnaabSpeinsharter ForstManteler ForstVohenstraußHeinersreuther Forst (Oberpfalz)TschechienVorbachSpeinshartMoosbach (Oberpfalz)Karte
Über dieses Bild
Blick auf Speinshart mit dem Kloster und dem Rauhen Kulm im Hintergrund

Speinshart ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Eschenbach. Bekannt ist der Ort Speinshart für seine Abtei.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Speinshart liegt in der Planungsregion Oberpfalz-Nord zwischen der Stadt Eschenbach in der Oberpfalz und der Stadt Neustadt am Kulm im oberpfälzischen Hügelland.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Speinshart besteht aus folgenden 13 Ortsteilen:[2]

Zur Gemarkung Speinshart zählen die Ortschaften Speinshart, Münchsreuth und Haselhof sowie der Weiler Süßenweiher, zur Gemarkung Tremmersdorf die Ortschaften Tremmersdorf, Höfen, Haselbrunn und der Weiler Herrnmühle und zur Gemarkung Seitenthal die Orte Seitenthal, Barbaraberg und Dobertshof. Die Ortschaft Zettliz zählt zur Gemarkung Pichlberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gründung der Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1145 gründeten Adelvolk von Reifenberg, seine Frau Richenza und seine beiden Brüder das Kloster Speinshart und übergaben es den Prämonstratensern. Die Abtei war 1556 im Zuge der Reformation in der Oberen Pfalz aufgehoben und wurde 1661 vom Kloster Steingaden aus wiederbesiedelt. Der Ort kam im Dreißigjährigen Krieg zum Kurfürstentum Bayern und bildete bis zur Säkularisation 1803 eine geschlossene Hofmark des Klosters. Das Kloster kam nach der Säkularisation zunächst in staatlichen Besitz und beherbergte später unter anderem den Pfarrhof, eine Schule und das Forstamt. Die Landgemeinden Speinshart, Tremmersdorf und Seitenthal wurde 1818 durch das Gemeindeedikt in Bayern eingerichtet.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1921 wurde die weiträumige Klosteranlage auf Vermittlung des Münchner Domherrn Prälat Michael Hartig zurückgegeben und von den Prämonstratensern des Stifts Tepl im Egerland das Kloster neu gegründet. 1923 wurde Speinshart wieder Abtei.

Gründungslegende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründungslegende von Speinshart und dem Kloster lautet: „Im Jahre 1150 verirrte sich die Gattin des Grafen von Reifenberg zusammen mit einer Freundin in den Sümpfen. Sie kamen immer weiter hinein und fanden keinen Ausweg mehr. Da betete die Gräfin zu Gott und versprach, ein Kloster bauen zu lassen, wenn sie gerettet werden würden. In der Ortschaft machte sich der Graf große Sorgen um seine Gattin und beschloss, sie mit einigen Männern zu suchen. Als die Männer nach langer Suche die beiden Frauen fanden, fiel die Gräfin ihrem Gatten in die Arme und erzählte ihm von ihrem Versprechen. Daraufhin schickte der Graf, seinen Schimmel in den Wald. An der Stelle, an der der Schimmel dreimal hielt, sollte der Grundstein für das Kloster gesetzt werden. So geschah es. Der Schimmel blieb inmitten der Sümpfe dreimal an der gleichen Stelle stehen. Der Graf ließ die Sümpfe trockenlegen und setzte dort den Grundstein des Klosters.“

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die ehemals selbständige Gemeinde Tremmersdorf und Teile der Gemeinden Pichlberg und Seitenthal eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Speinshart (1961 bis 2015)
Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 953 974 1030 1095 1136 1116 1174 1138 1102

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat Speinshart
   
Insgesamt 12 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1996 Albert Nickl (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeinderat gehören 12 Mitglieder an. Bei der Gemeinderatswahl vom 16. März 2014 ergaben sich für die CSU 8 Sitze, Grüne und Freie Wähler erhielten jeweils zwei Sitze.

Grüne FW CSU
2 Sitze 2 Sitze 8 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot ein silberner Zinnenturm, beseitet rechts von einem beblätterten goldenen Lilienstängel, links von einer goldenen Inful.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 35 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 385. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 55 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1409 Hektar, davon waren 894 Hektar Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 38 Kindern
  • Grund- und Teilhauptschule: „Volksschule Am Rauhen Kulm“ mit 20 Lehrern und 304 Schülern

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: 24-Stunden-Mofarennen von Speinshart

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Speinshart gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. bayerische-landesbibliothek-online.de
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 460.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Speinshart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien