Spektralphotometer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: siehe Diskussionsseite

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Spektralphotometer
Ein Spektralphotometer mit autom. Messtisch

Im Gegensatz zu einem Densitometer, das nur die Reflexion einer Farbe durch einen bestimmten Filter misst (Volltondichte) und damit Rückschlüsse auf die Dicke der Farbschicht auf dem Bedruckstoff zulässt, misst ein Spektralphotometer durch das Beleuchten der Messfläche über das gesamte Spektrum (von infrarot bis ultraviolett) des sichtbaren Lichtes die Remissionswerte. Dadurch können der genaue Farbort der Farbe definiert und Farbabweichungen zwischen zwei Messpunkten berechnet werden.

Das Funktionsprinzip[Bearbeiten]

Spektralphotometer zerlegen das Spektrum des sichtbaren Lichts in eine Anzahl schmaler Bänder oder Messkanäle (in der Regel 20 bis 40 Bänder mit etwa 20 bis 10 nm Breite) und liefern für jeden Kanal einen digitalisierten Lichtstärkewert.

Gemessen wird also der Reflexionsgrad der Probe nach Kalibrierung auf Weiß- und Schwarzstandards unabhängig von der im Spektralphotometer benutzten Beleuchtungsquelle.

Aus diesen Werten wird für die gemessene Farbe eine Remissionskurve aufgebaut. Diese Kurve stellt eine Art farblichen "Fingerabdruck" dar.

Zur Messung wird polychromatisches Licht durch ein Prisma oder durch schmalbandigen Filter in monochromatisches Licht zerlegt.

Ein Photoelement ermittelt die vom Standard und der Probe reflektierten Lichtmengen und wertet ihr Verhältnis aus. Durch Multiplizieren der Messwerte eines jeden Bandes mit den Werten der Standards werden die zugehörigen Farbwerte errechnet. Häufig verwendete Farbräume sind z.B. das CIEL*a*b*-System oder das CIE-System.

Zweistrahlenspektralphotometern arbeiten nach dem Zweistrahlenverfahren, bei dem zwei Strahlengänge, nämlich der Probenstrahlengang und der Referenzstrahlengang, gemessen werden. Hierdurch werden Geräte- und Netzschwankungen ausgeglichen und so Messfehler eliminiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm von Zahn: Über ein Spectro-Photometer. In: Sitzungsberichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig. Bd. 5, 1878, ZDB-ID 204495-x, S. 1–4.