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Heinrich III. übergibt das „Goldene Buch“ (Codex Aureus), ein prachtvoll ausgeschmücktes Evangeliar, an die heilige Maria, die Kirchenpatronin von Speyer. Maria legt segnend der Kaiserin Agnes die Hand auf. Im Hintergrund der Dom zu Speyer. (Echternacher Buchmalerei um 1045)

Agnes von Poitou oder Kaiserin Agnes (* um 1025; † 14. Dezember 1077 in Rom) war nach dem Tod ihres Mannes Kaiser Hein­rich III. wäh­rend der Minder­jährig­keit ihres Sohnes Heinrich IV. von 1056 bis 1061 Re­gentin des römisch-deut­schen Reiches. 1061 zog sie sich nach einem von ihr mit­verschul­deten Papst­schisma aus der Re­gierungs­verant­wortung zurück, sicherte aber weiter­hin die Thron­ansprüche ihres Sohnes. Agnes von Poitou, Tochter Her­zog Wilhelms von Aqui­tanien und Poitou und seiner Frau Agnes von Bur­gund, wurde im Jahre 1043 in Mainz zur deut­schen Kö­nigin ge­krönt und am 21. Novem­ber des glei­chen Jah­res in Ingel­heim mit Heinrich III. ver­mählt. Die Kaiser­krönung beider fand am 25. De­zember 1046 in Rom statt. Hein­rich hatte Agnes zu seiner Ge­mahlin er­wählt, nach­dem seine erste Frau Gun­hild der Mala­ria zum Opfer ge­fallen war. Die Ver­mählung mit Agnes hatte für ihn hauptsächlich macht­politische Vor­teile. So ver­stärkte die Ver­bindung mit einem der mäch­tigsten franzö­sischen Fürsten­häuser den Druck auf das franzö­sische Königs­haus und war geeig­net, Hein­richs Posi­tion in Bur­gund zu ver­bessern, da Agnes’ Familie dort reich begü­tert war. Agnes war eine gebil­dete und von tie­fer Frömmig­keit er­füllte junge Frau. Die Ab­tei Cluny war eine Grün­dung ihrer Familie und deren Abt Hugo wurde später Tauf­pate Heinrichs IV. und enger Ver­trauter der kaiser­lichen Familie.  – Zum Artikel …