Spitzschnabel-Grundfink

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Spitzschnabel-Grundfink
Vampire finch (4229090408).jpg

Spitzschnabel-Grundfink (Geospiza difficilis)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Tangaren (Thraupidae)
Unterfamilie: Darwinfinken (Geospizinae)
Gattung: Grundfinken (Geospiza)
Art: Spitzschnabel-Grundfink
Wissenschaftlicher Name
Geospiza difficilis
Gould, 1837

Der Spitzschnabel-Grundfink (Geospiza difficilis) ist eine auf den Galapagosinseln heimische Singvogelart und dort weit verbreitet.[1] Er gehört zu den nach Charles Darwin benannten Darwinfinken. Aufgrund von Gefiederfärbung, Schnabelform und Gesang lassen sich sechs Subpopulationen oder Unterarten unterscheiden, die sich auch aufgrund ihrer Satelliten-DNA unterscheiden und die teilweise auch geographisch separiert vorkommen.[2]

Unterart Vampirfink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt wurde vor allem die Unterart Geospiza difficilis septentrionalis als Vampirfink. Neben den Vampirfledermäusen handelt es sich um eine der wenigen Wirbeltiere, die sich fast ausschließlich vom Blut anderer Lebewesen ernähren. Vampirfinken unterscheiden sich von anderen Spitzschnabel-Grundfinken deutlich in ihrem Gesang.[2]

Vampirfinken kommen nur auf den unbewohnten Inseln Wolf und Darwin vor. Sie trinken das Blut anderer Vögel wie Blaufußtölpel (Sula nebouxii) und Nazcatölpel (Sula granti), indem sie ihre Haut am Ansatz der Federkiele anpicken, bis Blut fließt.[3] So können sie auf den wasserlosen Inseln zugleich ihren Flüssigkeitsbedarf decken. Es wird vermutet, dass sich das Verhalten der Finken aus dem Picken entwickelte, mit dem sie andere Tiere von Parasiten befreien (Putzsymbiose).

Die Vampirfinken entnehmen auch Tölpeleier, die sie so lange gegen Steine rollen, bis sie zerbrechen. Vampirfinken sind geschlechtlich unterschiedlich: Die Befiederung der Männchen ist hauptsächlich schwarz, die der Weibchen grau mit einzelnen braunen Federn.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dolph, Schluter, Peter R. Grant: Ecological correlates of morphological evolution in a Darwin's finch, Geospiza difficilis. In: Evolutio, 38, Nr. 4, 1984, S. 856–869 (PDF).
  2. a b Peter R. Grant, B. Rosemary Grant, Kenneth Petren: The allopatric phase of speciation: the sharp-beaked ground finch (Geospiza difficilis) on the Galápagos islands. In: Biological Journal of the Linnean Society, 69, Nr. 3, 2000, S. 287–317 (PDF).
  3. Robert I. Bowman, Stephen L. Billeb: Blood-eating in a Galapagos finch. In: Living Bird, 4, 1965, S. 29–44.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spitzschnabel-Grundfink (Geospiza difficilis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien